Suchst Du Wellness, gehe in den Garten!

Beitrag der Kategorie Wellness Gestaltung am März 9th, 2010 von Manuel Sauer – 1 Kommentar
Projektfoto von Terramanus Landschaftsarchitektur: Private Parkanlage
Projektfoto von Terramanus Landschaftsarchitektur: Privater Wellnessgarten

Es klingt verblüffend simpel und das ist es auch: Der perfekte Ort der Entspannung ist ein ansprechender Garten, denn er spiegelt den Wellnessgedanken in idealer Weise wieder.

Da der Mensch ein Teil der Natur ist, bleibt eine gepflegte, gesunde Naturumgebung für ihn der stärkste Indikator für wahre Harmonie und Sicherheit. Hier kommt Mensch zur Ruhe. Daher eignet sich das authentische Naturerlebnis auch in besonderem Maße, um ein starkes Wohlgefühl und tiefe Zufriedenheit zu schaffen.

Wie bei einer Indoor-Wellnessoase verlangt allerdings auch der Wellnessgarten ein hohes Maß an ästhetischer, bautechnischer aber auch gärtnerischer Detailqualität. So gestaltet wird dieses lebende Paradies seine auf feinste Sinnenswahrnehmungen sensibilisierten Besucher und Besucherinnen dann jedoch überzeugend bedienen, über viele Jahre und – in wechselndem Antlitz – zu jeder Jahreszeit.

Die Basis dafür ist immer ein zielgruppengerechtes und klug abgewogenes Nutzungskonzept. Formal kann der Wellnessgarten dann edel und exklusiv daherkommen, opulent wirken oder puristisch oder er kann auch einfach nur ein völlig unberührtes Naturbild in feinen Konturen nachzeichnen. Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie dieser wunderschöne Planet.

Doch dann ist dieses grüne Refugium vor allem nur noch eines: ein wunderschöner Garten… – findest Du nicht?

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Verbotene Stevia: Wäre ideal für die Wellness-Küche

Beitrag der Kategorie Wellness F&B am März 9th, 2010 von Hans Lauber – 1 Kommentar

Manche Verbote sind nicht nachvollziehbar: Da süßen in Südamerika und Japan einige hundert Millionen Menschen mit Stevia – ohne dass Probleme bekannt werden. Nur: In Europa ist die traditionelle Heilpflanze der südamerikanischen Indianer verboten. Als Grund wird eine Studie angeführt, die bei sehr hohen Dosen Nebenwirkungen festgestellt haben will, was inzwischen aber als widerlegt gilt. Wahrscheinlicher ist sicher ein Einfluss der Zucker- und Süßstoff-Lobby, die um Milliarden-schwere Geschäfte fürchtet.

Nun kommt aber langsam Bewegung in die starren Fronten. So hat die Schweiz die „Stevia“ wenigstens teilweise zugelassen – worüber das angesehene Gastro-Magazin „Salz & Pfeffer“ in einer sechsseitigen Geschichte berichtet. Allerdings darf nicht die gesamte Pflanze verwendet werden, sondern nur ein standardisierter Auszug der für die Süße verantwortlichen Glykoside. Was damit möglich ist, schildert in dem Magazin-Beitrag der Bäckermeister Bernhard Aebersold aus Murten: Er mischt auf ein Kilogramm Mehl lediglich ein Gramm des Süßextrakts – und ersetzt damit rund 300 Gramm Zucker. Zusammen mit einer eidgenössischen Fachhochschule führte der innovative Bäcker auch Tests durch und kam laut „Salz & Pfeffer“ zu folgenden Resultaten: „Schützt die Zähne, hat keine Kalorien, bietet Pilzen keinen Nährboden und bringt in der Teiggärung sogar bessere Resultate als die hohe Zuckerbeigabe“.

Überzeugende Vorteile gerade für die künftige Wellnessküche, die immer auf der Suche ist, den dick machenden Zucker durch Alternativen zu ersetzen. Und da ist Stevia nicht nur deshalb ideal, weil das Kraut praktisch keine Kalorien hat, sondern der Stoff auch noch Insulin besser verwertet, sodass der Körper nicht so viel von dem dick machenden Hormon ausschütten muss. Allerdings dürfen auch in der Schweiz keine ganzen Blätter verwendet werden, was bei dem Koch Werner Rätz von der „Auberge de Clefs“ nur Kopfschütteln auslöst, denn er ist begeistert, was sich damit anstellen lässt. Für „Salz & Pfeffer zauberte er ein „Orangensoufflé a la Stevia“ und resümiert: „Das Blatt ist genial. Es entfaltet die Süße zwar etwas später als Rübenzucker, dafür aber länger“.

Übrigens: Auch bei uns verkaufen viele Gärtnereien jetzt im Frühjahr Stevia – und die Pflanze gedeiht wunderbar, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Wer also experimentieren will, kann es tun. Nur auf die Karte sollte er nichts mit Stevia Gesüßtes setzen, denn sonst könnte es ihm gehen, wie einem renommierten Spitzenkoch: Ihm wollte die Lebensmittelbehörde das Restaurant schließen. Hätte er Analog-Käse verwendet, hätte das niemanden gestört.

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Wellness & Web 2.0
Teil 1: Was ist Web 2.0?

Beitrag der Kategorie Wellness Marketing am März 8th, 2010 von Wolfgang Falkner – Beitrag kommentieren
Web 2.0 - Beispiele

Web 2.0 - Beispiele

Web 2.0, Social Web, Social Networks – Begriffe, die im Tourismus, Marketing und Internet in letzter Zeit sehr häufig verwendet werden – doch was bedeuten sie? Leider gibt es keine allgemeingültige Definition. Auf jeden Fall kann man von einer grundlegen Weiterentwicklung des Konzepts Internet sprechen -  hin zur eigentlichen Vision des Internet-Erfinders Tim Berners-Lee. Manche sprechen sogar von einer Revolution des Marketings. Weg vom Monolog Unternehmen > Kunden hin zum wirklichen Dialog. Das Besondere an der Version 2.0: jeder kann mitmachen und sich beim Aufbau des Webs beteiligen. Mit all seinen Chancen und Risiken – Stichwort kollektive Intelligenz.

Diese Entwicklung zahlreicher Web 2.0 Tools zwingt die Unternehmer und auch die Marketingmenschen zum umdenken. Klassische Werbeaktionen, wie Inserate oder Banner verlieren an Bedeutung – zumindest bei der Urlaubsplanung. Das Vertrauen der Gäste in die Werbeindustrie ist gesunken. Was der Reiseanbieter vorschlägt ist zuwenig für eine Entscheidung. Wichtig sind vor allem Bewertungen andere Gäste und was Freunde und Bekannte in Social Media Plattformen empfehlen. Web 2.0 ist also deswegen so erfolgreich, weil es den Bedürfnissen nach Transparenz und Glaubwürdigkeit entgegenkommt. Ich denke, das ist auch im Sinne der Wellnessbewegung.

Facebook, Blogs und Co.

Es gibt unzählige Web 2.0-Anwendungen. Eine der ersten war wohl Wikipedia, die nach nur 7 Jahren der Brockhaus-Enzyklopädie den Rang abgelaufen hat. Für Tourismus, Hotelerie und Wellness sind folgende Tools von Bedeutung.

Bewertungsplattformen wie Holidaycheck oder Tripadvisor ermöglichen authentische Bewertungen von Gästen und sollen auf jeden Fall in die eigene Website als Argument eingebaut werden (vorausgesetzt, die Bewertungen passen auch).

Mit einem Blog zeigen Sie Kompetenz bei einem bestimmten Thema und bieten Lesern die Möglichkeit eigene Kommentare zu posten, um Diskussionen anzuregen. Ein Blog kann auch durch mehrere Personen gemeinsam betreut werden. Ein Beispiel dafür ist der Jubiläumsblog des Deutschen Wellnessverbandes. Aber auch Hotels, Thermen oder Tourismusverbände betreiben mittlerweile eigene Blogs. Dort kann z.B. die Spa-Leiterin die Behandlungstipps der Woche präsentieren und Wirkungsweisen erklären oder der Chef des Hauses über seine Schneeschuh-Wandertour mit seinen Gästen berichten.

Die Social-Network Plattform Facebook ist wohl aktuell das prominiteste Beispiel für Web 2.0. Der Vorteil: Jeder kann sehr einfach und intuitiv Inhalte mit seinen Freunden teilen – z.B. Bilder, Veranstaltungshinweise, Einladungen zu Fanseiten usw. Im nächsten Teil werde ich das Phänomen Facebook näher beleuchten. Aber auch mit Twitter, Flickr und YouTube sollte man sich beschäftigten.

Fazit

Wichtig für den Erfolg ist, dass alle diese Technologien durch eine Strategie geregelt und miteinander vernetzt sind. Klarerweise sollte man sich, bevor man diese Tools nutzt, ganz genau überlegen, welche Inhalte man teilen möchte und wer die Verantwortung für die regelmäßige Online-Redaktion übernehmen kann. Der Aufwand dafür sollte nicht unterschätzt werden – doch es führt kein Weg vorbei!

Ich freue mich auf Ihre Erfahrungen, Beispiele und Ergänzungen zum Thema Web 2.0.

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Think Green

Beitrag der Kategorie Wellness Trends am März 6th, 2010 von Franka Haenig – Beitrag kommentieren

In den letzten Monaten beschäftige ich mich vor allem mit dem Thema Green Spa.  Es ist erstaunlich, wie stark das Interesse an den Themen Ökologie und Nachhaltigkeit in der Ferienhotellerie zugenommen hat. Das ist sicherlich darauf zurückzuführen, dass man erkannt hat, wie wichtig der behutsamere Umgang mit den Ressourcen ist, und der Raubbau an der Natur mittel- und langfristig  allen schadet. Sicherlich liegt es auch daran, dass der Gesetzgeber „grüne“ Ansätze verfolgt und neue Spielregeln wie das Wärmeschutzgesetz aufgestellt hat, welches Bauherren bei Neubauten verpflichtet, diese teilweise mit erneuerbaren Energien zu beheizen oder Ersatzmaßnahmen zu ergreifen. Auch Hotels sind hier in der Pflicht. Und schließlich ist es auch der Verbraucher, der mit seiner Nachfrage nach nachhaltigen Konzepten im Hotel und Spa eine neue Richtung vorgibt.

Der sogenannte sanfte Tourismus, der verstärkt Rücksicht auf die Umwelt nimmt, ist mittlerweile weltweit auf dem Vormarsch. Man ist sich bewusst, dass viele negativen Auswirkungen des Massentourismus durch „grüne“ Ideen vermieden werden können. Dabei sind vor allem Spas und Wellnesshotels oft Vorreiter, bieten immer mehr nachhaltige Konzepte an. Einheitliche Kriterien für nachhaltiges Reisen und Spa-Angebote sind allerdings bislang nicht erkennbar.

Bewusst und lustvoll leben

Die treibende Kraft dieses grünen Trends sind die so genannten LOHAS (Lifestyle of Health and Substainability). Diese Menschen interessieren sich für Gesundheit, Spiritualität, Nachhaltigkeit und Ökologie, leben überlegt und bewusst und haben bei ihrem Handeln auch die Generationen von morgen im Blick.

44 % der Deutschen identifizieren sich mit diesem Trend, ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Ipsos und der Allianz. Besonders unter den Frauen (52 %) hat der Gedanke viele Anhänger. Standard für LOHAS ist übrigens Bio auf dem Frühstückstisch, Solarzellen auf dem Dach, netzfreie Umgebung beim Schlafen, Naturkosmetik für die Haut und gern auch das schicke Hybrid-Auto vor der Tür.

Grünes Licht weltweit

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein spielen weltweit selbst in Ländern wie z. B. Dubai eine Rolle und auch in Luxus-Hotels, wo man bislang für den Gast aus dem Vollen geschöpft hat, ist ein bewussteres Umgehen mit den natürlichen Ressourcen zu spüren.

Ganz aktuell steht dafür das neu eröffnete The Ritz-Carlton Charlotte im amerikanischen Bundesstaat North Carolina. Es geht als das erste umweltfreundliche Hotel der amerikanischen Luxushotelgruppe an den Start. Beim Bau des Hauses wurden alle Kriterien des „Leadership in Energy and Environmental Design“ (LEED®) Gold-Zertifikats des „US Green Building Councils“ eingehalten. LEED® zertifizierte Gebäude zeichnen sich durch besondere Nachhaltigkeit und ein effizientes Wasser-, Energie- und Materialaufbereitungssystem aus.
So wurde z. B. das Dach mit 18 000 Pflanzen zur Reduzierung des städtischen Wärme-Insel-Effektes bepflanzt. Die begrünte Fläche dämmt, reflektiert Hitze und mindert dadurch den Energieeinsatz für die Klimaanlage.

Und noch ein Beispiel aus der Ferne: Das Alila Villas Hadahaa ist das erste Resort auf den Malediven, das nach den Kriterien der „Green Globe Building, Planning and Design“ Zertifizierung erbaut wurde. Das Resort wurde so gestaltet, dass die Ressourcen des tropischen Klimas und die natürliche Umgebung bestens genutzt werden. Zudem wurde das „Gift-to-Share“ Programm ins Leben gerufen. Hier können Gäste für drei Hilfsprojekte spenden, die der einheimischen Bevölkerung zugute kommen.

Umweltfreundliche Alternativen bieten

Sicherlich werden Sie jetzt sagen, das ist alles schön und gut, aber schon allein der CO2-Ausstoß des Flugzeuges, das europäische Gäste zu ihrer Urlaubsdestination bringt, wiederspricht jeglicher Theorie von Umweltbewusstsein. Dazu darf ich Gordon Campbell Gray zitieren, der das ökologisch korrekte Carlisle Bay auf Antigua eröffnet hat: „Die Leute reisen sowieso dorthin. Deshalb bin ich da und biete ihnen die Möglichkeit, sich so umweltfreundlich wie möglich zu verhalten.

Die beiden im letzten Jahr eröffneten Alila-Häuser in Bali kann ich mir in den nächsten Tagen selbst anschauen. Besonders spannend finde ich bei diesen Resorts, dass der grüne Gedanke mit einem außergewöhnlich puristischen Design verknüpft wurde. Solche Verbindungen findet man in hiesigen Regionen doch eher selten.

Franka Hänig

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Spa-Manager: Super-Man oder Kompromiss?

Beitrag der Kategorie Wellness Bildung am März 5th, 2010 von Raoul Kroehl – Beitrag kommentieren

Der Spa-Manager steht im Anspruchsfeld zwischen Gast, Mitarbeiter und Direktion/Investor. Jede dieser drei Parteien stellt unterschiedliche Anforderungen und noch nie waren diese Anforderungen so hoch wie zur Zeit: Führungsstärke, Gastempathie, Zahlenverständnis, Konfliktlösungskompetent, Motivation etc. sind nur einige Stichworte.

Fragt man die Spa-Manager selbst nach den Schlüsselqualifikationen Ihres Berufes, erhält man ganz unterschiedliche Antworten – je nachdem, welche Position (z.B. Ketten- vs. Einzelhotel) dieser mit welchen Anforderungen (z.B. Therapie vs. Management) begleitet. Es herrscht eine hohe Variabilität in den Anforderungen, doch es kristallisieren sich immer mehr die Kompetenzfelder des Spa-Managers heraus, welche entscheidend sind aber oftmals fehlen: Personalmanagement, Controlling, Marketing, Qualitätsmanagement und (immer wieder) der Verkauf bzw. Beratung des Gastes.

Es reicht einfach nicht mehr aus, im Arbeitsmarkt diese Felder mit „Praxiserfahrung“ kompensieren zu  versuchen. Der Markt fordert diese Schlüsselqualifikationen, um die z.T. Millioneninvestitionen professionell und erfolgreich führen zu können.

Der größte Beschäftigungszweig für Spa-Manager ist die Hotellerie, welche sich mit Mitarbeiteraus- und Weiterbildung traditionell schwer tut. Von Ausnahmen abgesehen kauft man gerne am Markt Talente ein (wenn das Budget reicht), bildet selbst aber ungern weiter. Dennoch benötigt die Hotellerie eine deutlich höhere Qualifikation seiner Spa-Manager als sie bisher am Markt zu finden ist.

Die Fülle der oben beschrieben notwenigen Wissensfelder zeigt aber auch, dass hier keine kurzfristige Lösung reicht, sondern es generell darum geht, das Berufsbild des Spa-Managers zu definieren und die entsprechende Akzeptanz dafür bei den Arbeitgebern zu etablieren.

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Wieviel Wissenschaft braucht die Wellnessmassage? - Der Bachelorabschluss im Wellnessbereich

Beitrag der Kategorie Wellness Bildung am März 5th, 2010 von Christoph Hasenstab – Beitrag kommentieren

Es gibt sie schon, die Bachelorabschlüsse im Wellnessbereich. Im Augenblick werden sie im betriebswirtschaftlichen Zusammenhang, im SPA Management, angeboten. Wahrscheinlich kommen in den nächsten Monaten Bachelorabschlüsse im Anwendungsbereich hinzu, denn in angrenzenden Bereichen wie der Physiotherapie oder der Ergotherapie existieren sie bereits. Doch sind sie wirklich notwendig? Müssen Berufe im Gesundheitswesen durchgängig akademisiert und verwissenschaftlich werden?

Wellnessanwendungen

Pauschal beantworten lassen sich diese Fragen meines Erachtens nicht. Auf der Anwendungsebene im Bereich Massage und bei einfachen Bewegungsangeboten ist er in meinen Augen nicht notwendig. Berufe in denen der Schwerpunkt der Tätigkeit im „Handwerk“ liegt bedürfen keiner Akademisierung. Ich finde Sie in diesem Bereich unangebracht. Eine grundständige Berufsausbildung ist hervorragend geeignet den Bereich der oben genannten Wellnessanwendungen abzudecken.

Gesundheitsberatung

Anders sieht es im Bereich der Beratungsleistungen aus. In der Ernährungsberatung und der Wellness- und Gesundheitsberatung, in denen angewandte Psychologie eine Rolle spielt, in der ein sehr spezialisiertes Wissen notwendig ist, um fundiert zu arbeiten, halte ich einen Bachelorabschluss für durchaus überlegenswert. Hier würde er die Qualität sichern und heben, die wir derzeit bei einigen Angeboten im Beratungsbereich vermissen.

SPA Management

Ähnlich wie im Beratungsangebot halte ich auch im Management eine Qualifizierung auf Bachelorebene für sinnvoll. Es stellt sich lediglich die Frage ob das Studium speziell auf den SPA Bereich zugeschnitten sein muss oder ob ein allgemeines betriebswirtschaftliches Studium nicht ausreichend wäre?

Wissenschaft

Ungeachtet der praktischen Anwendungen fände ich es hoch interessant und spannend weit aus mehr wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema Wellness und Gesundheit durchzuführen und zu erhalten, um unser Wissen in diesem Bereich zu mehren. Hier braucht es die Akademisierung und hier ist sie notwendiger denn je.

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Form follows Function???

Beitrag der Kategorie Allgemein, Luxus Wellness, Medical Wellness, Spa, Wellness Gestaltung am März 3rd, 2010 von Joachim Hallwachs – 1 Kommentar

 

In dem Leittext der Themenübersicht ist mir dieser Satz aufgefallen.

Für die Wellness-Branche gilt die Formel „Form follows Function“.

Ist dies wirklich so?? Ich behaupte, Nein, dies kann nicht richtig sein.

Dieser Ansatz ist ebenso falsch wie „Function follows Design“.

Beides ist gleichermassen unrichtig.

Erfolgreiche Innenarchitektur muss beide Formeln auf gleich hohem Niveau umsetzen.

Dafür ein einfaches Beispiel:

Wenn ich für eine Treatment-Suite das unentbehrliche Nutzmöbel (Trolley oder Festeinbau) designe und dies wunderschön mache, jedoch die Funktion vernachlässige, wird dies die tägliche Arbeit der Mitarbeiter erschweren. Sie werden damit nie glücklich sein und dies auch nonverbal kommunizieren.

Wenn ich jedoch jede Schublade exakt in die richtige Position bringe, alle Einschübe auf die jeweiligen Produkte perfekt abgestimmt habe, das Möbel am Ende aussieht wie aus der Zahnarztpraxis (nichts gegen Zahnärzte, aber auch hier könnte man über die Gestaltung von Behandlungsräumen durchaus nachdenken) entsprungen, wird dies das Raumfeeling und Wohlgefühl des Gastes nicht positiv stimulieren.

Beide dieser Formeln müssen daher nicht nur auf gleich hohem Level erfüllt werden, sondern sie müssen vor allem dem Weg „Function and Design follows Emotion“ folgen. Wir entwickeln keine Produkte, wir verkaufen in der Hotellerie, in Thermen, in Day Spa`s Träume. Wir wollen unsere Klienten „glücklich“ machen.

Daher muss für den Innenarchitekten immer die erste Frage sein: „Für wen gestalte ich den Raum und welches Gefühl möchte ich in diesem Raum vermitteln“. Der Mensch steht im Mittelpunkt aller Planspiele, alles andere entwickelt sich dann daraus.

Gez. Joachim G. Hallwachs

 

Treatmentroom ASIA

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Ist gemütlich ist genug, um die Seele zu streicheln?

Beitrag der Kategorie Allgemein, Luxus Wellness, Wellness Gestaltung am März 2nd, 2010 von Katarina Banach – 1 Kommentar
yi spa, berlin

yi spa, berlin

Lieber Herr Joehnk, auch ich gehöre zum besagten Genre, obwohl nicht praktizierend – habe mich dennoch stets und über alles Andere hinweg mit der feinstofflichen Seite und Mission der Architektur befasst. Insofern erlaube ich mir, Ihre Worte nicht auf meine Kappe zu nehmen. Architekten – und ich kennen einige davon – können heilend Herz und Seele öffnen und eine positive Wirkung erzeugen – Glück, Begeisterung, Harmonie, Anregung, Beruhigung, Fröhlichkeit, Spiritualität, Schönheit, Sinnlichkeit, Wohlbefinden. Eine sinnlose Architektur kann dagegen Schaden anrichten. Damit kommt sicherlich nicht nur der Innenraumgestaltung eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu, sondern zunächst dem Raum an sich in all seiner Resonanzform und Fähigkeit den bewegten menschlichen Körper aufzunehmen.

In der Tat ist der Moderne die Gemütlichkeit gründlich abhanden gekommen. Warme Materialien, stimmungs-volle Farben und atmosphärisch wirksames Licht einzusetzen, widerstrebt vielen Planern, denen modulare Ordnung wichtiger ist als jegliche Anmutungsqualität, die so genannte Gemütlichkeit. Es ist, wie wir wissen und Sie es, lieber Herr Joehnk auch umsetzen,  durchaus möglich, sinnlich anregendes Ambiente zu bauen, ohne Funktionalität oder „ehrliche“ Materialwirkung zu verleugnen. Fern von Kitsch und Kulissencharakter überflüssiger Dekoration, dafür aber authentisch, stimmungsvoll und atmosphärisch wirksam.

Das Wellness-Erlebnis basiert dabei auf dem ganzheitlichen sinnlichen und körperlichen Erleben eines atmosphärischen Zusammenhangs. Ein immer größer werdende Bedürfnis ist Geborgenheit. Dies ist sowohl räumlich als auch menschlich zu verstehen. Wellnessgäste suchen zwar ein Stress reduzierendes Ambiente, aber keinesfalls puristische Kälte. Viele Wellness- und Spa-Architekten haben in den vergangenen Jahren mit ihren Kreationen Extreme geschaffen. Als Antwort auf orientalischen Zuckerbäckerstil und übertriebene Erlebniswelten aus Gips und Pappmaché folgte minimalistisches Design ohne Herz und Atmosphäre – eben genauso wie plüschige Üppigkeit mit Luxus-Anspruch – keine Räume für das Wohlfühlen. Architektur, die heilsame Freiräume schafft oder gar dem inneren Wachstum Impulse verleiht – wo ist sie denn zu finden?

Und wie viel an sinnlichen Reizen ist nötig und wie viel ist genug?

Keine kühle Klinikatmosphäre, keine Reizüberflutung, die Stress verursacht, keine Traumwolke, die den Besuchern etwas vorgaukelt und nicht einhalten kann, was sie verspricht.

Dem Raum zu trauen, ihm sich anvertrauen, schafft Entspannung. Wie dies zu realisieren ist, ist die Kernfrage. Was ist also eine heilende Raumwirkung? Und gibt es Gesetzmäßigkeiten für die Relation Architektur /Wohlbefinden bzw. Gesundheit, eine quasi ästhetische Formel für Harmonie und Balance?

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Wellness ist weiblich! Oder?

Beitrag der Kategorie Allgemein, Wellness Marketing am März 2nd, 2010 von Swen Laempe – 4 Kommentare

>> Fortsetzung des Artikels zu Limbic® Sales Beauty für echte Männer.

Ist sie der typische Wellness-Kunde?

Ist sie der typische Wellness-Kunde?

Nun wollen wir die letzten beiden limbischen Typen kennenlernen: die Bewahrer und die Unterstützer. Aus meiner Erfahrung sind diese im Verkaufsalltag schwieriger voneinander zu unterscheiden als andere limbische Typen. Denn bei beiden ist das gleiche Emotionssystem am stärksten ausgeprägt – die Balance.

Trotzdem gibt es Unterschiede: Während der Bewahrer zu Disziplin und Kontrolle neigt, hat der Unterstützer einen Hang zu Fantasie und Genuss. Der Erste greift bei geprüfter Qualität, bei Garantien und Produkten von Traditionsunternehmen zu. Den Zweiten locken nachhaltige Produkte, persönlicher Service und menschliche Unternehmensführung.

Der typische Wellness-Kunde

Balance, Fantasie und Genuss … bei diesen Schlagworten werden wir hellhörig. Sind alle Wellness-Liebhaber Unterstützer? Tatsächlich ist bei ihnen das Interesse für Wellness besonders stark ausgeprägt – eine Grundvoraussetzung dafür, dass ein Produkt gekauft oder ein Angebot gebucht wird. Zu den Unterstützern zählen etwa doppelt so viele Frauen wie Männer. Also ist Wellness weiblich! Oder etwa nicht?

Ganz so einfach macht unser Gehirn es uns nicht. Es gibt weitere Faktoren, die wir berücksichtigen müssen. Zum Beispiel das Geld: Dass mich ein Produkt interessiert, heißt nicht, dass ich es mir auch leisten kann. Es überrascht nicht, dass die Unterstützer die Gruppe mit dem geringsten Monatseinkommen sind, die mit dem höchsten die Performer. Zudem sprechen Luxus-Produkte aufgrund ihrer Exklusivität und Individualität eher Performer und Innovative an. Und die sind – ganz nebenbei – überwiegend männlich. Damit verlagert sich unsere Zielgruppe für das hochwertige Wellness-Segment.

Ein weiterer Faktor ist das Alter: Unser Bedürfnis nach bestimmten Werten und Emotionen wird von Hormonen beeinflusst – und die verändern sich im Laufe unseres Lebens. Das Verlangen nach Dominanz und Stimulanz sinkt, der Wunsch nach Balance steigt. Wollen wir eine junge Zielgruppe ansprechen, dürfen wir also nicht nur auf Balance setzen!

Der Mix machts

Der Weg zum Erfolg mit Limbic® Sales ist nicht, sich mit einer ganzen Branche pauschal auf einen limbischen Typen festzulegen. Es bedarf einer genauen Analyse der Ausstattung und des Repertoires des jeweiligen Wellness-Anbieters. Und eines darauf abgestimmten Angebots- und Werbe-Mixes.

Ein gutes Beispiel für eine gelungene Verkaufs-Strategie nach Limbic® Sales, wenn auch aus einem ganz anderen Bereich, ist die Firma Melitta – treffend geschildert in einem Artikel der TAZ. Sehenswert ist auch das Video von Dr. Hans-Georg Häusel, dem Begründer der Methode, aufgenommen von der Profilwerkstatt. Eine kritische Betrachtung des Neuromarketings finden Sie auf der Website „Marktforschung mit Neuromarketing“.

Wenn Sie weitere interessante Links zum Thema Limbic® Sales und Neuromarketing kennen, teilen Sie sie mit uns …

Ihr Swen Laempe

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Ist Gemütlichkeit peinlich?

Beitrag der Kategorie Wellness Gestaltung am März 1st, 2010 von Joehnk – 2 Kommentare

SPA Lounge im Hotel Ritter/ JOI-Design

Wir (JOI-Design) sind gestalterisch tätig für Wellnessanlagen, Restaurants und Hotels.
Von der Ausbildung her sind wir Innenarchitekten – aber oft steht unsere Arbeit im Widerspruch zu gängigem Architekten-Mainstream.
Architekten mögen es gerne schwarz / weiß kariert, sie suchen Bezugspunkte, versuchen fluchtende Linien zur Deckung zu bringen, reduzieren Form und Farbe bis zum weißen Würfel, betreiben Formalismus ohne auf Praktikabilität zu achten …. ?
Ist das der Grund, warum unser Terrain zunehmend an Generalunternehmer und planende Ausführungsbetriebe geht?
Haben Innen-Architekten generell eine Cool-Design-Macke, die sie per se disqualifiziert Bereiche zu gestalten, in denen sich Menschen wohl fühlen sollen?
Muss das „wahrhaftige, schöne, gute“ dem Architekten so gerne nachjagen immer entrückt, unnahbar sogar unterkühlt sein?
Ist Gemütlichkeit peinlich ????????????
Unter Architekten wird Behaglichkeit oft assoziiert mit Bierdunst geschwängerter Luft, thumber Volkstümelei, rustikalem Spießertum, … und noch schlimmerem.
Im Gegenzug sehen breite Teile der Bevölkerung die Architekten als Spinner im Elfenbeinturm, die menschenfeindliche Räume bauen – die eher an Schlachthäuser als an „Wohlfühlbereiche“ erinnern.
Vielleicht ist an Beidem etwas dran!
Möglicherweise denkt man bei „Architekt“ automatisch an die Stars der Szene, die vor allen Dingen bekannt würden durch Bürotürme in Stahl und Glas.
Unser Selbstverständnis ist jedoch ein Anderes:
Wir wollen mit unserem Design nicht Menschen erziehen, sondern wir wollen sie mit Atmosphäre umarmen. Menschen sollen sich in unseren Räumen wohl fühlen – insbesondere in der Freizeit und ganz speziell, wenn sie fast nackt, dem Raum schutzlos ausgeliefert sind.
Wellness-Gestaltung ist aus unserer Sicht auch ein Stück optischer Wellness. Wohlbefinden für das Auge. Wohlbefinden im Raum ist auch ein Stück Wohlbefinden für die Seele – und damit ein Kernthema des Wellnessgedankens, der ohne „gute“ Innenarchitektur nicht zu Ende gedacht ist!

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