Wellness ist weiblich! Oder?

>> Fortsetzung des Artikels zu Limbic® Sales Beauty für echte Männer.

Ist sie der typische Wellness-Kunde?

Ist sie der typische Wellness-Kunde?

Nun wollen wir die letzten beiden limbischen Typen kennenlernen: die Bewahrer und die Unterstützer. Aus meiner Erfahrung sind diese im Verkaufsalltag schwieriger voneinander zu unterscheiden als andere limbische Typen. Denn bei beiden ist das gleiche Emotionssystem am stärksten ausgeprägt – die Balance.

Trotzdem gibt es Unterschiede: Während der Bewahrer zu Disziplin und Kontrolle neigt, hat der Unterstützer einen Hang zu Fantasie und Genuss. Der Erste greift bei geprüfter Qualität, bei Garantien und Produkten von Traditionsunternehmen zu. Den Zweiten locken nachhaltige Produkte, persönlicher Service und menschliche Unternehmensführung.

Der typische Wellness-Kunde

Balance, Fantasie und Genuss … bei diesen Schlagworten werden wir hellhörig. Sind alle Wellness-Liebhaber Unterstützer? Tatsächlich ist bei ihnen das Interesse für Wellness besonders stark ausgeprägt – eine Grundvoraussetzung dafür, dass ein Produkt gekauft oder ein Angebot gebucht wird. Zu den Unterstützern zählen etwa doppelt so viele Frauen wie Männer. Also ist Wellness weiblich! Oder etwa nicht?

Ganz so einfach macht unser Gehirn es uns nicht. Es gibt weitere Faktoren, die wir berücksichtigen müssen. Zum Beispiel das Geld: Dass mich ein Produkt interessiert, heißt nicht, dass ich es mir auch leisten kann. Es überrascht nicht, dass die Unterstützer die Gruppe mit dem geringsten Monatseinkommen sind, die mit dem höchsten die Performer. Zudem sprechen Luxus-Produkte aufgrund ihrer Exklusivität und Individualität eher Performer und Innovative an. Und die sind – ganz nebenbei – überwiegend männlich. Damit verlagert sich unsere Zielgruppe für das hochwertige Wellness-Segment.

Ein weiterer Faktor ist das Alter: Unser Bedürfnis nach bestimmten Werten und Emotionen wird von Hormonen beeinflusst – und die verändern sich im Laufe unseres Lebens. Das Verlangen nach Dominanz und Stimulanz sinkt, der Wunsch nach Balance steigt. Wollen wir eine junge Zielgruppe ansprechen, dürfen wir also nicht nur auf Balance setzen!

Der Mix machts

Der Weg zum Erfolg mit Limbic® Sales ist nicht, sich mit einer ganzen Branche pauschal auf einen limbischen Typen festzulegen. Es bedarf einer genauen Analyse der Ausstattung und des Repertoires des jeweiligen Wellness-Anbieters. Und eines darauf abgestimmten Angebots- und Werbe-Mixes.

Ein gutes Beispiel für eine gelungene Verkaufs-Strategie nach Limbic® Sales, wenn auch aus einem ganz anderen Bereich, ist die Firma Melitta – treffend geschildert in einem Artikel der TAZ. Sehenswert ist auch das Video von Dr. Hans-Georg Häusel, dem Begründer der Methode, aufgenommen von der Profilwerkstatt. Eine kritische Betrachtung des Neuromarketings finden Sie auf der Website „Marktforschung mit Neuromarketing“.

Wenn Sie weitere interessante Links zum Thema Limbic® Sales und Neuromarketing kennen, teilen Sie sie mit uns …

Ihr Swen Laempe

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  1. Katarina Banach sagt:

    Lieber Herr Laempe,
    gibt es denn überhaupt DIE Zielgruppe? DEN Kunden? DEN typischen Wellness-Kunden? Oder ist es nicht vielmehr in der Praxis die Frage nach meinem präferierten Marketing-Werkzeug? Mache ich mir als Anbieter nicht eher mein Umfeld, so wie es mir gefällt, damit ich meines Gleichen treffe? Was aber auch stets in Bewegung ist und Veränderungen unterliegt…

  2. Wolfgang Falkner sagt:

    Liebe Frau Banach,
    Sie haben Recht, DEN typischen Wellness-Kunden gibt es nicht. Würde es den geben, bräuchte man auch kein Marketing. Denn jeder Wellness-Anbieter wüsste mittlerweile sehr genau, wie er diesen richtig anspricht. Marketing ist meiner Meinung ein Versuch, das komplexe System “Kunde” zu fassen und zu verstehen. Und dafür ist es wichtig, Kategorisierungen vorzunehmen. Nur so nähert man sich der „Wahrheit“.

    Sie haben natürlich auch Recht, dass unsere Bedürfnisse Veränderungsprozessen unterliegen. Aber dennoch gibt es einige Grundbedürfnisse, menschlicher Natur, die durch die Evolution über einen sehr langen Zeitraum entstanden sind. Ob man diese allerdings je mit der ganzen Komplexität erfassen kann, ist zu bezweifeln. Die Methode „Limbic Sales“ ist sicher ein interessanter Weg und daher auch einen Versuch wert. Kritik ist natürlich auch hier angebracht.

  3. Swen Laempe sagt:

    Liebe Frau Banach, lieber Herr Falkner,

    ich freue mich über Ihre Kommentare und kann mich Herrn Falkner nur anschließen. Eine Marketingstrategie kann nie auf jedes einzelne Individuum abgestimmt sein. Wir müssen die Menschheit in Schubladen einordnen – so unschön das klingt – und auf gewisse Gruppen fokussieren, wenn wir ein Angebot erfolgreich vermarkten wollen. Und das sollte doch das Interesse jedes Wellness-Anbieters sein. Oder nicht?

    Limbic Sales ist eine Methode, eine solche Einteilung in Zielgruppen vorzunehmen. Ob sie die beste ist, sei dahingestellt. Aber eines ist sicher: Die Natur lügt nicht!

    Wem die vier limbischen Typen, die ich dargestellt habe, zu grob und stereotyp sind, der sei beruhigt: Dies sind nur die vier Haupt-Typen. Eine feinere Gliederung in sechs Gruppen – Performer, Abenteurer, Hedonisten, Genießer, Harmoniser, Traditionalisten und Disziplinierte – ist möglich. Und so kommen wir der Realität doch schon ein bisschen näher!

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