Für das Mehr vom Leben

school of lifeEs gibt eine Akademie des Lebens. Mit der Aufgabe, Inspirationen fürs Leben zu geben, herauszufordern, zu provozieren, zu dazu anzuregen, über das Wesentliche nachzudenken. Ein Raum für Gedanken, Ideen und Erfahrungen mit anderen neugierigen, aufgeschlossenen Individualisten. Ein 0rt zum Innehalten und Reflektieren. Die großen Fragen des Lebens werden hier beantwortet, Lebenshilfe im besten Sinne gegeben, also: Wie geht es, das Leben weise und gut zu verbringen, inklusive Selbstverwirklichung, Gelassenheit und Verantwortung für eine bessere Welt
Ein hoher Anspruch bei einer eher bescheidenen Location: Ein netter, kleiner, Shop mitten im Herzen von London lehrt ein reges Bewusstsein. The School of Life, http://www.theschooloflife.com/

Es gibt einen Buchladen und eine Galerie. Sophie Howarth, Kuratorin der Tate Modern, gründete 2008 zusammen mit namhaften Autoren, Künstlern und Wissenschaftlern dieses Projekt, das kürzlich von Morgwn Rimel, einer cosmopolitischen Kreativen übernommen wurde. Für nur 30 Pfund kann man Kurse belegen in Sachen Liebe („Wie notwenig ist eine Beziehung“), Arbeit („Wie findet man den Job, den man liebt“), Politik („Wie geht man weise mit Geld um“), Selbst („Wie wird man cool“) und Familie („Die Kunst, gute Eltern zu sein“). Viele kluge Köpfe stecken hinter Angeboten wie Abendkurse, Ferien Retreats, Predigten, Conversation Dinners sowie Psychotherapie jenseits des Klinischen.

Es wäre eine Aufgabe par excellence für die Wellness-Branche, etwas Ähnliches auch hierzulande ins Leben zu rufen.

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  1. Mark Schmid-Neuhaus sagt:

    Es gab in Deutschland eine ähnliche Initiative: den Gesundheitspark im Münchner Olympiastadion. Entstanden aus dem Erbe der Olympischen Spiele und beflügelt von dem Geist durchaus realistischer sozialer Utopien der damaligen Zeit hat der Gesundheitspark neue Perspektiven für Gesundheitsförderung und Wellness in die Tat umgesetzt und gezeigt, wieviel Innovation umsetzbar ist. Seine Geschichte endete nach 34 Jahren im September 2006, weil auch das innovative Mischfinanzierungssystem ( 1/3 öffentliche Gelder + 1/3 Beiträge der Besucher + 1/3 Finanzierung durch die GKV = Gesetzliche Krankenversicherung ) aus Sparzwängen nicht weitergeführt werden konnte. Wellness für alle geht…das hat das “Modell Gesundheitspark” bewiesen. Allerdings müssen sich alle auch für ein solches Modell einsetzen und nicht nur erwarten, dass einem qualifizierte Angebote zum Nulltarif geliefert werden. Wenn die Kurse in der “Schule des Lebens” für 30 Pfund angeboten werden, frage ich mich: wie machen die das?

  2. Lutz Hertel sagt:

    Ich habe mir mal die Preise angesehen:
    Die Kurse sind einmalige Veranstaltungen von ca. 2 Stunden Dauer: 36 EUR.
    Die Wochenend-Veranstaltungen dauern zwei bis zweieinhalb Tage: 300 EUR
    Das psychologische Beratungsgespräch kostet pro Sitzung (55 Minuten) 90 EUR

    Wir bieten im Deutschen Wellness Verband Herzpatienten seit 1994 eine Schule des Lebens. Das Programm findet an einem Wochentag abends statt, 18 bis 22 Uhr. Es beinhaltet 90 Minuten Yoga, 60 Minuten gemeinsames Abendessen und 90 Minuten Gesprächskreis unter psychologischer Leitung. Kosten pro Abend pro Teilnehmer: 17,50 EUR. Es ist natürlich ein gemeinnütziges Projekt ohne jeglichen kommerziellen Hintergrund. Aber die betreuenden Fachexperten werden fair bezahlt. Dennoch nimmt kaum ein Patient dieses Angebot wahr. Ich frage mich schon seit zwanzig Jahren, wie man Menschen – mit oder ohne Krankheiten – auf den wirklichen Wellnessweg bringt, jenseits von passiven Behandlungen, Pillen, und Wunderversprechungen.

  3. Ich denke, es ist immer die Frage des Etiketts auf dem Produkt. “Gesund”, “Seniorengerecht”, “Präventiv”, “Anti-Stress” – sind nicht stylisch… man muss den Menschen am Kern seines persönlichen Snobismus packen. Dort, wo er sich gerne aufhält, wo er schön ist und glänzend – und nicht fehlerhaft, geschädigt, schwach. Es ist die Frage der richtigen Verpackung…

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