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Grand Hotel und Kinder – das geht!

Geposted Wellness Trends am Mai 6th, 2010 von Franka Haenig – 2 Comments

Im Rahmen verschiedener Recherchen war ich vor kurzem in einigen wirklich ehrwürdigen Grand Hotels und siehe da. Das Alter der Gäste war nicht etwa konstant über 70. Zwischen all dem zum Teil sehr historischen Mobiliar wuselten Kinder in allen Altersklassen. Ich war wirklich überrascht. Vor allem auch davon, dass Kinder in diesen Hallen willkommen waren.

Das fand ich klasse. Es war einfach nett zu sehen, dass eine komplette Familie vom Enkel bis zur Oma morgens in den Frühstückssaal einmarschierte (später dann die Kids in den Kinderclub und die Mama in den Spa,  der Vater zum Fahrrad fahren und die Großeltern wohl zum Spazieren).

Die Knirpse hantierten dann auch ordentlich mit Gabel und Messer. Man hatte das Gefühl, es tat alles gut gemeinsam an einem stilvollen Ort ein paar entspannte Tage gemeinsam zu verbringen. Und das Hotel bot dazu allerlei.

Sicher, muss man, um in solchen Häusern zu logieren, auch das gewisse Kleingeld mitbringen. Doch mal kurz überschlagen, war es außerhalb der Saison doch machbar.

Ein wenig schade fand ich dann, dass ich in einer aktuellen Pressemitteilung von HRS lesen musste, dass doch das Gros der Gäste Kinder im Hotel nicht haben wollen.  Das finde ich dann schade, denn einerseits schreit jeder, dass wir zuwenig Kinder haben, gibt es dann welche im näheren Umfeld, stören sie wieder.

Mich haben sie nicht gestört, ganz im Gegenteil. Ich fand die Kombination aus Jung und Alt wunderbar. Und es ist klasse, das einige dieser Nobelhäuser erkannt haben, dass die Zukunft bei den kleinen Gästen liegt, die ja irgendwann mal größer werden.

Und übrigens Grand Hotels:  Irgendwie sind diese Häuser wieder schwer im Kommen. Und ich fand es auch klasse, in einem Hotel zu wohnen, was so viel Geschichte zu erzählen hat. Tradition, Stil und Klasse  gepaart mit modernem Service kommt zur Zeit gut an. Vielleicht sehnen sich die Menschen auch wieder stärker nach solchen Dingen.

Franka Hänig

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ITB – Feeling

Geposted Wellness Trends am März 15th, 2010 von Franka Haenig – 3 Comments

Mit vielen Eindrücken  zurück von der ITB, auf der das Thema Wellness immer mehr Raum einnimmt und Beachtung findet. Schön: Es herrschte eine positive Stimmung. das war vor einem Jahr nicht so. Überall wird (vorsichtig) investiert, der Service stärker ausgebaut und die Individualität des Hauses gestärkt. Die Krise scheint überwunden. Gab es ähnliche Erfahrungen von ITB-Besuchern?

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Think Green

Geposted Wellness Trends am März 6th, 2010 von Franka Haenig – Be the first to comment

In den letzten Monaten beschäftige ich mich vor allem mit dem Thema Green Spa.  Es ist erstaunlich, wie stark das Interesse an den Themen Ökologie und Nachhaltigkeit in der Ferienhotellerie zugenommen hat. Das ist sicherlich darauf zurückzuführen, dass man erkannt hat, wie wichtig der behutsamere Umgang mit den Ressourcen ist, und der Raubbau an der Natur mittel- und langfristig  allen schadet. Sicherlich liegt es auch daran, dass der Gesetzgeber „grüne“ Ansätze verfolgt und neue Spielregeln wie das Wärmeschutzgesetz aufgestellt hat, welches Bauherren bei Neubauten verpflichtet, diese teilweise mit erneuerbaren Energien zu beheizen oder Ersatzmaßnahmen zu ergreifen. Auch Hotels sind hier in der Pflicht. Und schließlich ist es auch der Verbraucher, der mit seiner Nachfrage nach nachhaltigen Konzepten im Hotel und Spa eine neue Richtung vorgibt.

Der sogenannte sanfte Tourismus, der verstärkt Rücksicht auf die Umwelt nimmt, ist mittlerweile weltweit auf dem Vormarsch. Man ist sich bewusst, dass viele negativen Auswirkungen des Massentourismus durch „grüne“ Ideen vermieden werden können. Dabei sind vor allem Spas und Wellnesshotels oft Vorreiter, bieten immer mehr nachhaltige Konzepte an. Einheitliche Kriterien für nachhaltiges Reisen und Spa-Angebote sind allerdings bislang nicht erkennbar.

Bewusst und lustvoll leben

Die treibende Kraft dieses grünen Trends sind die so genannten LOHAS (Lifestyle of Health and Substainability). Diese Menschen interessieren sich für Gesundheit, Spiritualität, Nachhaltigkeit und Ökologie, leben überlegt und bewusst und haben bei ihrem Handeln auch die Generationen von morgen im Blick.

44 % der Deutschen identifizieren sich mit diesem Trend, ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Ipsos und der Allianz. Besonders unter den Frauen (52 %) hat der Gedanke viele Anhänger. Standard für LOHAS ist übrigens Bio auf dem Frühstückstisch, Solarzellen auf dem Dach, netzfreie Umgebung beim Schlafen, Naturkosmetik für die Haut und gern auch das schicke Hybrid-Auto vor der Tür.

Grünes Licht weltweit

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein spielen weltweit selbst in Ländern wie z. B. Dubai eine Rolle und auch in Luxus-Hotels, wo man bislang für den Gast aus dem Vollen geschöpft hat, ist ein bewussteres Umgehen mit den natürlichen Ressourcen zu spüren.

Ganz aktuell steht dafür das neu eröffnete The Ritz-Carlton Charlotte im amerikanischen Bundesstaat North Carolina. Es geht als das erste umweltfreundliche Hotel der amerikanischen Luxushotelgruppe an den Start. Beim Bau des Hauses wurden alle Kriterien des „Leadership in Energy and Environmental Design“ (LEED®) Gold-Zertifikats des „US Green Building Councils“ eingehalten. LEED® zertifizierte Gebäude zeichnen sich durch besondere Nachhaltigkeit und ein effizientes Wasser-, Energie- und Materialaufbereitungssystem aus.
So wurde z. B. das Dach mit 18 000 Pflanzen zur Reduzierung des städtischen Wärme-Insel-Effektes bepflanzt. Die begrünte Fläche dämmt, reflektiert Hitze und mindert dadurch den Energieeinsatz für die Klimaanlage.

Und noch ein Beispiel aus der Ferne: Das Alila Villas Hadahaa ist das erste Resort auf den Malediven, das nach den Kriterien der „Green Globe Building, Planning and Design“ Zertifizierung erbaut wurde. Das Resort wurde so gestaltet, dass die Ressourcen des tropischen Klimas und die natürliche Umgebung bestens genutzt werden. Zudem wurde das „Gift-to-Share“ Programm ins Leben gerufen. Hier können Gäste für drei Hilfsprojekte spenden, die der einheimischen Bevölkerung zugute kommen.

Umweltfreundliche Alternativen bieten

Sicherlich werden Sie jetzt sagen, das ist alles schön und gut, aber schon allein der CO2-Ausstoß des Flugzeuges, das europäische Gäste zu ihrer Urlaubsdestination bringt, wiederspricht jeglicher Theorie von Umweltbewusstsein. Dazu darf ich Gordon Campbell Gray zitieren, der das ökologisch korrekte Carlisle Bay auf Antigua eröffnet hat: „Die Leute reisen sowieso dorthin. Deshalb bin ich da und biete ihnen die Möglichkeit, sich so umweltfreundlich wie möglich zu verhalten.

Die beiden im letzten Jahr eröffneten Alila-Häuser in Bali kann ich mir in den nächsten Tagen selbst anschauen. Besonders spannend finde ich bei diesen Resorts, dass der grüne Gedanke mit einem außergewöhnlich puristischen Design verknüpft wurde. Solche Verbindungen findet man in hiesigen Regionen doch eher selten.

Franka Hänig

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