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Für das Mehr vom Leben

Geposted Allgemein am Mai 31st, 2010 von Katarina Banach – 3 Comments

school of lifeEs gibt eine Akademie des Lebens. Mit der Aufgabe, Inspirationen fürs Leben zu geben, herauszufordern, zu provozieren, zu dazu anzuregen, über das Wesentliche nachzudenken. Ein Raum für Gedanken, Ideen und Erfahrungen mit anderen neugierigen, aufgeschlossenen Individualisten. Ein 0rt zum Innehalten und Reflektieren. Die großen Fragen des Lebens werden hier beantwortet, Lebenshilfe im besten Sinne gegeben, also: Wie geht es, das Leben weise und gut zu verbringen, inklusive Selbstverwirklichung, Gelassenheit und Verantwortung für eine bessere Welt
Ein hoher Anspruch bei einer eher bescheidenen Location: Ein netter, kleiner, Shop mitten im Herzen von London lehrt ein reges Bewusstsein. The School of Life, http://www.theschooloflife.com/

Es gibt einen Buchladen und eine Galerie. Sophie Howarth, Kuratorin der Tate Modern, gründete 2008 zusammen mit namhaften Autoren, Künstlern und Wissenschaftlern dieses Projekt, das kürzlich von Morgwn Rimel, einer cosmopolitischen Kreativen übernommen wurde. Für nur 30 Pfund kann man Kurse belegen in Sachen Liebe („Wie notwenig ist eine Beziehung“), Arbeit („Wie findet man den Job, den man liebt“), Politik („Wie geht man weise mit Geld um“), Selbst („Wie wird man cool“) und Familie („Die Kunst, gute Eltern zu sein“). Viele kluge Köpfe stecken hinter Angeboten wie Abendkurse, Ferien Retreats, Predigten, Conversation Dinners sowie Psychotherapie jenseits des Klinischen.

Es wäre eine Aufgabe par excellence für die Wellness-Branche, etwas Ähnliches auch hierzulande ins Leben zu rufen.

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Wer jammert, möge leben.

Geposted Allgemein, Medical Wellness am Mai 3rd, 2010 von Katarina Banach – 1 Comment

Die nachhaltigen Gedanken rund ums Wohlbefinden und seine Nuancen wurden schon lange vor uns ausgesprochen. Wem das Leben nicht schön genug erscheint, möge sich erinnern an Laotses:

Wer andere kennt, ist klug.
Wer sich selbst kennt, ist weise.
Wer andere besiegt, hat Kraft.
Wer sich selbst besiegt, ist stark.
Wer sich durchsetzt, hat Willen.
Wer sich genügen lässt, ist reich.
Wer seinen Platz nicht verliert, hat Dauer.
Wer auch im Tode nicht untergeht, der lebt.

(Tao Te King)

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Des Schönen bescheidener Bestand

Geposted Allgemein am Mai 2nd, 2010 von Katarina Banach – 1 Comment

Ich werde es mir gönnen, weil ich es mir wert bin. Egomanie? Weltfremdheit? Oder Lebensnähe? Unter erschwerten Bedingungen kommt meistens Sinnhaftiges zum Vorschein. Werthaltiges wird besonders wertvoll . Und oft kommen nicht erkannte Qualitäten zum Vorschein. Krisenstimmung, Zukunftsangst lassen so manche genussskeptische Stimmen aufkommen. Und Genießer werden des Selbstsüchtigen berüchtigt. Weil sie dem Luxus frönen. Und dieser ist in der Krisenzeit tabu. Verantwortungslos, leichtsinnig und überflüssig.

Diesen Zeitgenossen scheint jedoch der wahre Sinn des Genusses nicht bekannt. Da nicht nur von Freude und profundem Sachverstand begleitet – vielmehr wird im Genuss die Wahrnehmung geschärft, die Sinne verfeinert und Erfahrung reicher. Der Genießer trägt dazu bei, rare Kulturen zu bewahren und letztlich sichert er eine Entwicklung dessen, was geschätzt wird. Genuss lässt Menschen zusammen kommen, im Augenblick stehen zu bleiben und Zeit verkosten aus nächster Nähe. Genießer wissen, was Kultur ausmacht. Und schließlich, was auf Dauer Bestand haben wird.

Und wenn wir wieder mal in ein Luxus-Blütenbad eintauchen oder den Jahrgang 1940 seinem Gaumen schenken, so denken wir doch: Schön heißt naturnah. Menschlich und lebensnah, denn Schönheit ist, wenn wir zelebrieren, wer wir sind.

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Der feine Sinn für Pitahaya©

Geposted Allgemein, Luxus Wellness am März 14th, 2010 von Katarina Banach – Be the first to comment

pitahaya3“Sorge für den Luxus, und die Notwendigkeiten werden selbst Sorge für sich tragen,“ witzelte einst der Dandy Oscar Wilde. Leider versäumte er zu sagen, was Luxus ist. Sind es Trüffel aus dem Perigord oder etwa Valrhona Schokolade? Eine warme Decke auf dem Nordpol? Oder den frisch ersteigerten Picasso fußläufig heim zu tragen, da der persönliche Chauffeur gerade heute frei hat? Und überhaupt: was sollen wir vom Luxus halten? Ist es bloß Konsum? Oder eine der natürlichsten Sachen der Welt?

Im alltäglichen Gebrauch ist Luxus ein nicht essenzielles Ding, aber zielführend für Genuss und Komfort, etwas Kostbares oder schwer Erreichbares. Der Ursprung im Lateinischen mündet in Bedeutungen wie „Extravaganz“, „Pracht“ oder „Magnifizenz“. Aber es gibt auch Luxus im Sinne von „fern“ und „deplatziert“. Eine gängige Definition meint ganz einfach das, was sich die wohlhabenden 0,2 Prozent der Weltpopulation leisten können, etwa in einem Unter-Wasser-Restaurant zu dinieren und umgeben von Barracudas und Piranhas Sushi zu verspeisen. Oder eine Weltraumreise zu buchen.

Ist es aber doch nicht mehr als Geld und ausschweifende Lebensart?
Die Wirtschaftswoche schrieb einmal, Luxus sei ein Zustand des Bewusstseins und weniger des Portemonnaies. Es ist vielmehr die Freiheit von Verpflichtungen und Zwängen. Luxus bewusste Menschen zelebrieren nämlich ihr Leben als eine Kostbarkeit. Und pflegen ihre Unabhängigkeit, jeden Tag. Fern vom Trend, fern vom Mainstream, fern von jeglicher Autorität. Sie wenden sich von Dingen ab, sobald diese in den Allgemeingebrauch geraten oder gar selbstverständlich werden. Wenn jeder Kaviar ist, wird Knäckebrot zur Delikatesse.

Die Idee des „Auszukommen ohne“ hat eine ganze Industrie erschaffen: Tüchtige Manager besuchen Spas, um Trost vom bewegten Leben zu finden. Hier fließt die Zeit anders, ohne Handys, ohne Laptops, ohne Pflichten. Fasten-Weekends sollen für Reinigung der Sinne sorgen und helfen dem Geist, sich wieder zu sammeln. Nicht weniger begehrt sind Klosteraufenthalte, die in wenigen Tagen einen dazu bringen, über das wirklich Wichtige im Leben nachzudenken.

Ist nicht hier der wahre Sinn von Wellnessangeboten verborgen?

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Ist gemütlich gut genug, um die Seele zu streicheln?

Geposted Allgemein, Luxus Wellness, Wellness Gestaltung am März 2nd, 2010 von Katarina Banach – 2 Comments
yi spa, berlin

yi spa, berlin

Lieber Herr Joehnk, auch ich gehöre zum besagten Genre, obwohl nicht praktizierend – habe mich dennoch stets und über alles Andere hinweg mit der feinstofflichen Seite und Mission der Architektur befasst. Insofern erlaube ich mir, Ihre Worte nicht auf meine Kappe zu nehmen. Architekten – und ich kennen einige davon – können heilend Herz und Seele öffnen und eine positive Wirkung erzeugen – Glück, Begeisterung, Harmonie, Anregung, Beruhigung, Fröhlichkeit, Spiritualität, Schönheit, Sinnlichkeit, Wohlbefinden. Eine sinnlose Architektur kann dagegen Schaden anrichten. Damit kommt sicherlich nicht nur der Innenraumgestaltung eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu, sondern zunächst dem Raum an sich in all seiner Resonanzform und Fähigkeit den bewegten menschlichen Körper aufzunehmen.

In der Tat ist der Moderne die Gemütlichkeit gründlich abhanden gekommen. Warme Materialien, stimmungs-volle Farben und atmosphärisch wirksames Licht einzusetzen, widerstrebt vielen Planern, denen modulare Ordnung wichtiger ist als jegliche Anmutungsqualität, die so genannte Gemütlichkeit. Es ist, wie wir wissen und Sie es, lieber Herr Joehnk auch umsetzen,  durchaus möglich, sinnlich anregendes Ambiente zu bauen, ohne Funktionalität oder „ehrliche“ Materialwirkung zu verleugnen. Fern von Kitsch und Kulissencharakter überflüssiger Dekoration, dafür aber authentisch, stimmungsvoll und atmosphärisch wirksam.

Das Wellness-Erlebnis basiert dabei auf dem ganzheitlichen sinnlichen und körperlichen Erleben eines atmosphärischen Zusammenhangs. Ein immer größer werdende Bedürfnis ist Geborgenheit. Dies ist sowohl räumlich als auch menschlich zu verstehen. Wellnessgäste suchen zwar ein Stress reduzierendes Ambiente, aber keinesfalls puristische Kälte. Viele Wellness- und Spa-Architekten haben in den vergangenen Jahren mit ihren Kreationen Extreme geschaffen. Als Antwort auf orientalischen Zuckerbäckerstil und übertriebene Erlebniswelten aus Gips und Pappmaché folgte minimalistisches Design ohne Herz und Atmosphäre – eben genauso wie plüschige Üppigkeit mit Luxus-Anspruch – keine Räume für das Wohlfühlen. Architektur, die heilsame Freiräume schafft oder gar dem inneren Wachstum Impulse verleiht – wo ist sie denn zu finden?

Und wie viel an sinnlichen Reizen ist nötig und wie viel ist genug?

Keine kühle Klinikatmosphäre, keine Reizüberflutung, die Stress verursacht, keine Traumwolke, die den Besuchern etwas vorgaukelt und nicht einhalten kann, was sie verspricht.

Dem Raum zu trauen, ihm sich anvertrauen, schafft Entspannung. Wie dies zu realisieren ist, ist die Kernfrage. Was ist also eine heilende Raumwirkung? Und gibt es Gesetzmäßigkeiten für die Relation Architektur /Wohlbefinden bzw. Gesundheit, eine quasi ästhetische Formel für Harmonie und Balance?

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Die Aliens kehren zurück…

Geposted Allgemein am Februar 6th, 2010 von Katarina Banach – Be the first to comment
mohn_blume_by_menumela

copyright menumela

Die imm cologne setzt jährlich die Wohnwelten von morgen in Szene. Dabei zeichnete sich deutlich die Tendenz ab, dass der neue Luxus nun Qualität heißt. Bewährtes wird verfeinert, pures Material betont, Handwerk perfektioniert, Traditionelles auf Glanz poliert. Die Konsumenten lassen sich Hochwertiges was kosten und setzen auf Natürlichkeit und Authentizität. Nachhaltig bedeutet langlebig, zeitlos, profund. Die Menschen werden sensibler für die Ressourcen dieser Welt und für Dinge, die Wert und Beständigkeit haben, so der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Möbelindustrie.

Ich habe noch ein wenig Zweifel, wenn ich den Kinosaal betrachte nach der Vorstellung des kinematographischen Meisterstücks „Avatar“: die hiesigen Aliens, die nach den 2,5 Stunden virtuellem Paradies auf ihren kaputten Planeten zurück kehren und einen Saustall an Tüten, Dosen, Pappbechern, Kekskrümmeln und Popcorn hinterlassen, der sich kaum in Worte fassen lässt, machen fassungslos. Ob die Menschen, die solche Filme machen, von einer anderen Welt kommen als die Menschen, die diese konsumieren? Nun, die Kehrtwende nach innen, zum Kern der Sache bedarf wohl anscheinend zunächst der Bereitwilligkeit einer Auseinandersetzung mit Identität und Sinn und diese fällt nicht vom Himmel. Ich frage mich nun, wie sich dies in unserem Metier widerspiegelt. Wo gibt es diese nachhaltigen Hotelkonzepte – Wellness findet ja heutzutage meistens in so genannten Wellnesshotels statt – die den Begriff Luxus neu definieren? Gibt es die Gäste, die dies nachfragen, Menschen, die damit etwas anzufangen wissen? Nicht aus der Laune heraus, sondern einer inneren Logik folgend. Und ruhig auch des pekuniären Eigengewinns willen, der aus dem erfolgreichen Versuch resultiert, die Nachhaltigkeit des physischen und seelischen Materials auf Kundenseite sicher zu stellen.

Denn, wie Mutter Theresa einst festzustellen vermochte: Wir fühlen uns wie ein Tropfen Wasser im Ozean. Aber der Ozean wäre ohne diesen Tropfen weniger.

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Unter der Oberfläche geht es weiter…

Geposted Luxus Wellness am Januar 17th, 2010 von Katarina Banach – 2 Comments
anja frers 3

copyright anja frers

Raoul Kroehl fragt: “Wenn Luxus aber den monetären Begriff darstellen soll, muss man sich bewusst werden, dass hier ein absolutes Nischenprodukt angeboten wird: für einen kleinen Personenkreis innerhalb der Bevölkerung, die sich den „Luxus“ einer Wellnessbehandlung auch leisten kann. Sollte sich Wellness hier nicht stärker demokratisieren, erreichbar für breitere Bevölkerungsschichten?”

Mit Luxus meine ich nicht unbedingt die käuflichen Angebote, die über Image und Preis eine Aura von kostspieliger Exklusivität verströmen. Ich sehe Luxus als einen Status des wachen Bewusstseins, als die Freiheit, seine Aufmerksamkeit Dingen zu widmen, die einem persönlich gut tun, vermeintlich aber eher in die Kategorie L`art pour l`art gehören. Ich meine eine persönliche Kompetenz, Sinnbezüge zu einer Essenz des Lebens herstellen zu können, die unter der Oberfläche von Dingen liegt. Persönliche Werte ausleben zu können. Und damit eine Wahrheit leben, die wiederum die Urquelle der Gesundheit darstellt.
Es braucht tatsächlich Zeit, um alles richtig zu genießen. Damit der Genuss auch wirklich fruchtet. Einen Tag ungestört in Muße zu verleben heißt, einen Tag lang ein Unsterblicher zu sein, nicht wahr?

Ihre
Katarina Banach

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Durch die Blume…

Geposted Luxus Wellness am Januar 16th, 2010 von Katarina Banach – Be the first to comment

amitae

an unseren Duftexperten, aber nicht nur:

Und was ist mit der edlen, sinnlichen Magie einer feinen Aromenkomposition? Über die Macht des Duftes mag niemand spotten, denn ist nicht hier insbesondere die ganz persönliche Art zu genießen verborgen? Aus einer Fähigkeit heraus, doch auf das Notwendige verzichten zu können, um sich das Überflüssige zu leisten… Ich bekenne mich voll und ganz dazu. Und mag sein, ist es der Innbegriff der Schwelle zwischen Luxus und Wellness.

Ich sehe es als Kostbarkeit einer feinfühligen Gesinnung. Denn wie entzückend ist der Duft in aller Überraschungskraft der täglichen Verwandlung und dies in Anbetracht des grenzenlosen Potenzials, das in uns schlummert und aus dem Moment schöpfen lässt. Eine Welt für sich. So ist aus der Güte ihrer pflanzlichen Größe eine Orchidee ein Zeichen für kultiviertes Wesen und Unsterblichkeit, da sie etwas verströmt, was jeder für sich einzufangen mag. Oder auch nicht. Und das macht den Unterschied. Zwischen Wellness und Real Wellness. Die Orchidee ist nämlich nicht nur schön und rein, sie erfüllt den Raum mit ihren Wonnen, ohne jemanden zu begünstigen. Und es liegt an mir, ob sie Anmut in mein Leben bringt, nicht aus einer Anstrengung heraus, nicht aus Profitgründen, sondern ganz einfach aus der Entzückung über ihre vorzügliche Wesensart heraus. Die mir zu Eigen wird. Und mit der Duftidee immer wieder ans Licht tritt.

Was würde uns alles fehlen ohne Blumen? Ohne Duft. Der etwa als Sinnbild für den besonderen Glanz des Luxus als Emotion für die Bewegung des Geistes zuständig ist. Verschwenderisch und gut. Verschwenderisch wie das Leben selbst. Dennoch ein Zeichen einer persönlichen Kultur von einem glücklichen SoSein.

Den Duft in die Hand zu nehmen und dabei die Blüte des Lebens atmen. Ist das nicht Wellness pur,  lieber Herr Schnitzler?

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Wellness & Luxus

Geposted Luxus Wellness am Januar 3rd, 2010 von Katarina Banach – 2 Comments

Luxus ist etwas, was niemand braucht aber viele begehren. Diesem Prinzip vermag eine nicht selten überheblich selbstgefällige Manier mancher so genannten Luxusmarke zu folgen. Doch wie viel Wahrheit ist tatsächlich darin enthalten? Welchen Luxus schöpfen wir gerne vom Leben, welche Begehrlichkeit wird greifbar und welche bleibt für immer eine lustvolle Verführung? Wie viel Sehnsucht des Unerfüllten ist glanzvoll genug, um einer Erfüllung nicht nachzueifern? Woher kommt denn die Motivation des wundersamen Rausches am persönlichen Luxusgenuss? Ist es die Gier, das pure Statusgehabe oder die zarte Connaissance des Stilvollen, etwa der Feinsinn des beflügelten Gemütes? Und wie viel von welcher Art Luxus ist lebenswichtig? Wieviel ist lebens-wert? Schließlich: was hat Luxus mit Wellness zu tun? Wie weit ist es vom Champagner im Blütenbad bis zu einem höheren Bewusstsein? Was ist ein wahrer Luxus? Dieser Frage möchte ich mich hier widmen, mit dem hoffnungsvollen Anspruch auf den – wenn auch flüchtigen – Genuss von den schönen Absichten der feinen Dinge des Lebens. Vielleicht entsteht etwas, das bleibt.

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