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Spezielle Studienrichtung Spa-Management?

Geposted Wellness Bildung am Mai 14th, 2010 von Peter Susat – Be the first to comment

Zum Artikel „Wie viel Wissenschaft braucht die Wellnessmassage?“ – Der Bachelorabschluss im Wellnessbereich – möchte ich folgendes anmerken:

Schwerpunktsetzung im Dienstleistungsbereich

Christoph Hasenstab ist in Bezug auf die Sinnhaftigkeit einer wissenschaftlichen Qualifi-zierung im Spa-Managementbereich zuzustimmen. Hinsichtlich seiner Fragestellung, ob das Studium speziell auf den Spa-Bereich zugeschnitten sein müsse oder ob ein allgemeines betriebswirtschaftliches Studium nicht ausreichend wäre, neige ich dazu, zumindest eine Schwerpunktsetzung im Dienstleistungsbereich im Studium vorzusehen. Dem steht nicht entgegen, dass zunächst allgemeine betriebswirtschaftliche Grundlagen, die für jedes Unternehmen gelten, vermittelt werden sollten.

Spezielle Anforderungen im Personalmanagement

Da an die Kundenorientierung im Dienstleistungsbereich – und hier ganz speziell im Spa-Bereich – sehr spezielle Anforderungen zu stellen sind, müssten die Bereiche Personal-Management und Marketing in besonderer Weise aufbereitet werden. Auch die Einkaufs- und Verkaufspolitik hat eine Reihe von Sonderaspekten im Spa-Bereich zu berücksichtigen. Darüber hinaus hat die Standortpolitik vielfältige Spezialfacetten, die über den Erfolg eines Spa mitentscheiden, zu berücksichtigen, und die die Ansprüche im allgemeinen BWL-Studium, wo es vielfach überwiegend um Sachprodukte geht, nicht unbedingt im Fokus haben.

Personalmanagement

Beispielsweise liegen die Anforderungen an das Personalmanagement wegen der größtmöglichen Nähe zum Kunden in sehr hohem Maße in der Rekrutierung von Mitarbeitern mit einer besonderen Kombination von Fähigkeiten wie Einfühlsamkeit, Sach-, Methoden-, Sozial- und Atmosphäreherstellungskompetenz, ohne den Anspruch, wirtschaftlich zu arbeiten, aus dem Auge zu verlieren.

Marketing, Einkaufs- und Verkaufspolitik

Im Marketingbereich  gibt es bei der Produkt- und Konditionenpolitik vor allem regionale und kundengruppenspezifische Besonderheiten zu beachten. Dies gilt gleichermaßen für die Einkaufs- und Verkaufspolitik, vor allem im Crosssellingsbereich in Spa-Hotels, wo subtilere Verkaufsstrategien erfolgversprechend sind, die sich von der bunten und manchmal schreien-den Aufdringlichkeit im Einzelhandel unterscheiden müssen.

Neue Betriebslehre „Spa-Management“

Neben den traditionellen speziellen Betriebswirtschaftslehren wie z. B. Industriebetriebslehre, Handelsbetriebslehre, Bankbetriebslehre oder Hotel- und Tourismusmanagement würde durchaus auch eine Spezialisierung wie Spa-Management die Chance bieten, viele besondere Aspekte dieser noch jungen Betriebswirtschaft zu berücksichtigen.

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Fachkompetenz oder Gewinnmaximierung bei Wellnessaus- und -weiterbildungen

Geposted Allgemein, Wellness Bildung am Januar 25th, 2010 von Peter Susat – 1 Comment

Die Anzahl von Wellnessaus- oder -weiterbildungen an einem oder mehreren Wochenenden oder an wenigen Tagen nimmt ständig zu. Es geht dabei um vielfältige Wellnessthemen wie Massagen, Entspannungstechniken, alle Arten von Yoga, aber auch um Pilates, Rückenschule oder Nordic Walking etc. Die Gebühren für diese Lehrgänge verhalten sich häufig umgekehrt proportional zur Unterrichtsqualität und Anzahl der Gesamtunterrichtsstunden.

 Gutgläubigkeit und Vertrauensseligkeit

 Dabei kennt die Gutgläubigkeit und Vertrauensseligkeit vieler Teilnehmer zum Teil keine Grenzen.  Häufig werden erst Erkundigungen über die Verwendbarkeit von Zertifikaten eingezogen, wenn die Unbrauchbarkeit der Bescheinigungen durch Ablehnung in der Praxis festgestellt und erkannt wurde und wie unzureichend die Lernzuwächse sind.

 Fehlende Standards und Aus- bzw. Weiterbildungsordnungen

 Ein wesentlicher Grund für derlei Unkenntnis liegt in fehlenden Standards und Weiterbildungsordnungen von offizieller oder anderer kompetenter Seite. Es fehlen sowohl hinreichend definierte fachliche Kompetenzen und Kompetenzstufen als auch zugeordnete Abschlussbezeichnungen, die Akzeptanz in der Praxis finden könnten. Hier tut sich ein Aufgabenfeld auf für Experten, denen die geordnete Weiterentwicklung von Qualität von Wellnessaus- und weiterbldung am Herzen liegt.

 Ansatzpunkte für Strukturen

 Fragen, die sich hier stellen, sind: Wo sind Ansatzpunkte für mehr Strukturen im Wellnessbereich? Welche Institutionen werden benötigt oder sollten angesprochen werden?  Welche Fachleute sind die richtigen Ansprechpartner? Oder sucht sich Wellness ohne fremde Einwirkung allein den besten Weg? Regulieren etwa Angebot und Nachfrage die zukünftige Qualität auch ohne Gestaltung von außen?

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