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Spa-Manager: Super-Man oder Kompromiss?

Geposted Wellness Bildung am März 5th, 2010 von Raoul Kroehl – Be the first to comment

Der Spa-Manager steht im Anspruchsfeld zwischen Gast, Mitarbeiter und Direktion/Investor. Jede dieser drei Parteien stellt unterschiedliche Anforderungen und noch nie waren diese Anforderungen so hoch wie zur Zeit: Führungsstärke, Gastempathie, Zahlenverständnis, Konfliktlösungskompetent, Motivation etc. sind nur einige Stichworte.

Fragt man die Spa-Manager selbst nach den Schlüsselqualifikationen Ihres Berufes, erhält man ganz unterschiedliche Antworten – je nachdem, welche Position (z.B. Ketten- vs. Einzelhotel) dieser mit welchen Anforderungen (z.B. Therapie vs. Management) begleitet. Es herrscht eine hohe Variabilität in den Anforderungen, doch es kristallisieren sich immer mehr die Kompetenzfelder des Spa-Managers heraus, welche entscheidend sind aber oftmals fehlen: Personalmanagement, Controlling, Marketing, Qualitätsmanagement und (immer wieder) der Verkauf bzw. Beratung des Gastes.

Es reicht einfach nicht mehr aus, im Arbeitsmarkt diese Felder mit „Praxiserfahrung“ kompensieren zu  versuchen. Der Markt fordert diese Schlüsselqualifikationen, um die z.T. Millioneninvestitionen professionell und erfolgreich führen zu können.

Der größte Beschäftigungszweig für Spa-Manager ist die Hotellerie, welche sich mit Mitarbeiteraus- und Weiterbildung traditionell schwer tut. Von Ausnahmen abgesehen kauft man gerne am Markt Talente ein (wenn das Budget reicht), bildet selbst aber ungern weiter. Dennoch benötigt die Hotellerie eine deutlich höhere Qualifikation seiner Spa-Manager als sie bisher am Markt zu finden ist.

Die Fülle der oben beschrieben notwenigen Wissensfelder zeigt aber auch, dass hier keine kurzfristige Lösung reicht, sondern es generell darum geht, das Berufsbild des Spa-Managers zu definieren und die entsprechende Akzeptanz dafür bei den Arbeitgebern zu etablieren.

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