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Das war das 1. SpaCamp in Bad Reichenhall – ein ausführlicher Nachbericht

Geposted Allgemein, Wellness Marketing am Oktober 22nd, 2010 von Wolfgang Falkner – Be the first to comment

logo_spacamp_final_rgbSpaCamp 2010 (www.spacamp.de) – Das erste BarCamp zum Thema „Wellness, Spa und Gesundheit“ fand vom 2.-3. Oktober 2010 im Traditionshotel Axelmannstein in Bad Reichenhall im Berchtesgadener Land mit rund 110 Teilnehmern statt. Die Ziele, vielfältige Zukunftsthemen aus Spa, Wellness und Gesundheit gemeinsam diskutieren, sich vernetzen und bestehendes kritisch hinterfragen. Nicht Lösungen vorgeben, sondern zum Nachdenken anregen. Daraus entstehen durch Kreativität Werte, die wir heute so notwendig brauchen um uns nachhaltig zu positionieren. Es freut mich sehr, dass diese Idee in Zusammenarbeit mit der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH auf einen sehr fruchtbaren Boden viel.

Auf unserer Facebook-Seite finden Sie eine Vielzahl an Fotos von der Veranstaltung!

Bewertung der Themenvorschläge

Bewertung der Themenvorschläge

Das Besondere am SpaCamp

Das SpaCamp ist, wie andere BarCamps auch, kein Kongress im klassischen Sinne. Hier wird die Idee der offenen Veranstaltung mit dem Thema Spa-, Wellness- und Gesundheit verbunden. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sind aufgefordert, selbst Themen online vorzuschlagen und die eingereichten Themen direkt vor Beginn der Veranstaltung zu bewerten. Im Gegenzug zu anderen BarCamps wird mit Punkten auf einer für alle sichtbaren Pinnwand bewertet, um das Ergebnis besser nachvollziehen zu können. Die Punkteanzahl entscheidet, welche Session in welchem Raum, zu welcher Zeit stattfindet. Diese Vorgangsweise stellt sicher, dass erstens nicht nur klassische Themen auf den Tisch kommen, sondern auch sehr aktuelle Randthemen mit Innovationspotenzial, zweitens die Vorträge so wenig Eigenwerbung wie möglich enthalten und drittens auch junge, motivierte Experten eine Chance zur Präsentation von mutigen Ideen haben. All das Zusammen sichert die notwendige Vielfalt, die von den Teilnehmern sehr gut aufgenommen worden ist. Neben etablierten Spa-Beratern, Tourismus- und Social-Media-Experten und Hoteliers, hatten wir einen Philosophen, einen Klang-Experten, eine Psychologin, eine Diplomandin des MCI und einen Chemiker als Referenten. Mehr zu den Inhalten das SpaCamps finden Sie weiter unten.

Klarerweise haben neue Kommunikationsinstrumente wie das Internet, im speziellen Social Media bei dieser sehr offenen Veranstaltung eine große Bedeutung. Über die Website www.spacamp.de, konnten sich die Teilnehmer direkt anmelden und Themenvorschläge einreichen. Über die Facebook-Seite www.facebook.com/spacamp konnte während der Veranstaltung fleißig gepostet. Darüber hinaus stand ein eigener Hashtag #spa10 sowie eine Twitterwall zur Verfügung.

Festsaal Axelmannstein

Festsaal Axelmannstein

Die Sessions

Nachdem die Teilnehmer Ihre Bewertung am Samstag zu Beginn der Veranstaltung abgegeben hatten (ca. 30 trafen sich schon zum Austausch an der Bar am Freitag, Abend – Stichwort „BarCamp“), hatte jeder Teilnehmer nach eine kurzen Einführung die Gelegenheit, sich mit drei sogenannten Tags (Schlagworten) vorzustellen. Das lockert nicht nur auf, sondern fördert die Kommunikation untereinander. Dann ging es auch schon los mit den ersten beiden von insgesamt 19 Sessions – in 3 Raumen und zwei Tagen. Alle Unterlagen zu den sehr vielfältigen Sessions finden Sie hier.

Den Beginn machte Sylvia Glückert von WellConsult mit Ihrem Thema „Quo Vadis Spa“. Sie präsentierte Trends und deren Auswirkung auf die Spa-Industrie – ein gelungener Überblick für den Start. Parallel dazu stellte Maria-Christina Kerschbaumer, die Trägerin des Wissenschaftspreis 2009 der Wirtschaftskammer Tirol im Parksalon ein Kriterienmodell vor, welches eine transparente und nachvollziehbare Bewertung der Qualität eines Wellnesshotels an den Kontaktpunkten mit dem Wellnessgast ermöglicht.

In der nächsten Session, um 11.00 Uhr wurde von Uwe Brandweiner, dem Chemiker der Pure Green Brands GmbH die aktuelle Spa-Kosmetik einer sehr kritischen Prüfung unterzogen. Ist dort, wo Naturkosmetik draufsteht, auch tatsächlich Natur drinnen? Wie weit geht die Kosmetikindustrie, um den Absatz ihrer Produkte zu steigern? Florian Bauhuber von der Tourismuszukunft ging in seiner sehr kommunikativen Parallel-Session auf die Chancen und Risiken im Umgang mit Facebook für die Wellness-Branche ein.

Die Sessions

Die Sessions

Ab 12.00 standen wegen dem großen Andrang an Themenvorschlägen drei sehr interessante, wie unterschiedliche Themen am Programm. So sprach die ORF Radio Wien-Psychologin Dr. Julia Umek, darüber, dass Vitalität, Glück und Wohlbefinden im Kopf beginnt. Von der philosophischen Seite betrachtete der Philosoph David Lang vom ifz, dem internationales Forschungszentrum für soziale und ethische Fragen in Salzburg das Thema „Gesund Denken“. Ist Philosophie eine Ergänzung im Wellness Angebot? Der Philosoph im Wellness-Hotel eine anregende Massage für das Denken? Als Hobbymusiker freut es mich besonders, dass auch das Thema „Klang & Wellness“ behandelt wurde. Norbert Schafflinger von Vitadesign, entführte mit seiner bewusst analogen Präsentation aus Kassettenrekorder, Overheadprojektor und der eigenen Darbietung auf selbstgebauten Klanginstrumenten in die Welt der unterbewussten Entspannung. Klang bietet, belegt durch neueste Erkenntnisse der Hirnforschung, die Möglichkeit, eine Wandlung in unser Leben zu bringen – ein möglicher Ausweg aus einer hochtechnisierten Gerätemedizin und einer durch Stress belasteten Lebensweise.

Nach dem Mittagessen ging es auch schon wieder flott weiter. Raoul Kroehl von Spa eMotion ließ hinter die Kulissen von erfolgsorientiertem Yield-Management im Spa blicken. Nicht nur interessant für Fluggesellschaften. Parallel dazu stellte Roland Fricke, Blogger der ersten Stunde und Inhaber des Wellnessreise-Veranstalters beauty24.de, ein interessantes Konzept vor, Kunden zu motivieren, sich als authentische und damit glaubwürdige Wellness-BotschafterInnen zu versuchen.

Um 15.00 Uhr ließ schließlich der Praxisbericht des Gesundheitszentrums Lanserhof aufhorchen. Dr. Chrisoph Netzer und Katharina Ditz stellten den Wertewandel der Gesellschaft als Chance für Entwicklung und Wachstum am Beispiel des interdisziplinären Konzepts am Lanserhof vor – von der F.X. Mayr Kur zum Lans_Med_Concept. Ein gutes Beispiel dafür, dass es sich langfristig lohnt, einen mutigen, konsequenten und visionären Weg zu gehen. Besonders interessant: Es wird nicht nur die Erlebniswelt des Gastes, seine Bedürfnisse und Wünsche hinterfragt, sondern auch jene des Mitarbeiters. Erst wenn beide im Einklang sind, stellt sich das „Lanserhof-Feeling“ ein. Dass es sich lohnt, vermehrt auf die Bedürfnisse von Frauen in den Wechseljahren einzugehen, zeigte Sonja Schiff mit „Hot Flushes und Lebenslust“ – Angebotspakete für Frauen in den Wechseljahren.

Nach einer kurzen, gemeinsamen Entspannungs- und Bewegungseinlage mit Margot Zeitvogel, von der Sport & Gesundheitspraxis WET`n DRY ging es schließlich in die letzte Runde. Es freut mich sehr, dass die Teilnehmer meinen Themenvorschlag mit vielen Punkten bewerteten, obwohl ich eigentlich Mit-Organisator war. In „Marketing für Menschen – Wohlbefinden beginnt bei der Kommunikation“ habe ich (Wolfgang Falkner) versucht, die Bedürfnisse von Wellness-Gästen anhand von verschiedenen Modellen zu eruieren und davon Regeln für ein „Authentisches Marketing“ abzuleiten – mit ethischer, also auch wirtschaftlicher Bedeutung. Im Raum B stellt Ingrid Priebe ein alpines Gesundheitskonzept mit authentisch präventiven Behandlungs- und Lehrmethoden im Alpenraum vor – der treffende Name: „AlmYURVEDA“.

Salzmenü im Axelstüberl

Salzmenü im Axelstüberl

Ein Rahmen, der zum Austausch einlädt

Wie bei BarCamps üblich, wurde am Ende des ersten Tages noch eine Abschlussrunde eingeläutet, wo alle Teilnehmer die Möglichkeit hatte, wertvolles Feedback zu geben. Mit “Musik zum Atmen” führt ein kleines Ensemble der Bad Reichenhaller Philharmonie (Flöte, Geige, Cello, Klavier) schließlich über in das wohlverdiente, gemütliche Rahmenprogramm.

Das Highlight: das Salz-Menü im typisch bayerischen Ambiente im Axel-Stüberl, das sich die meisten Teilnehmer nicht entgehen lassen wollten. Der Koch Heiko Triller vom Axelmannstein setzte exklusive Köstlichkeiten, wie Tatar vom Rinderfilet, Kressesüppchen mit gebackener Weißwurst, Geschmorter Rinderbraten mit Lauchzwiebeln, Obozda und Bayrischer Hüttenkäse mit vier verschiedenen Salz-Kreationen gekonnt in Szene.

Diskussionen im Workshopsaal

Diskussionen im Workshopsaal

Sonntag – das SpaCamp geht weiter …

Am zweiten Tag des SpaCamps waren trotz des schönen Wetters immer noch viele Teilnehmer motiviert, Wissenswertes mit nach Hause zu nehmen und angeregt mitzudiskutieren. Und das Ausharren hat sich auch gelohnt. So zeigte Regina Stocker, die Direktorin des Hotels Erzherzog Johann in Bad Aussee, mit „Alpenluft trifft Rosenduft“, wie die Geschichte des Erzherzogs Johann von Österreich und seiner Anna mit viel Liebe zum Detail und Einfühlungsvermögen im gesamten Haus zum Leben erweckt worden ist. Vom Brauchtum, über die Themenbalkone bis zur eigenen Spa-Marke „Echt Johann“. Frau Stocker: „Sie ist das Versprechen an unsere Gäste, individuelles Service, Herzlichkeit & Kompetenz, Natürlichkeit & Echtheit in Materialien und im Umgang mit den Menschen vorzufinden“. Robert Ranzi von der Tiroler Zukunftsstiftung erläuterte anhand der eigenen Praxis, wie man es mit Hilfe des WellnessClusters geschafft hat, öffentliche und private Interessen zu bündeln, um gemeinsam stärker aufzutreten.

Günther Pöllabauer von der TAC Informationstechnologie GmbH präsentierte als nächstes, wie man mit Reservierungssysteme und neue Technologien den Umsatz steigern und die meist sehr komplexen Abläufe im Spa optimieren kann.  Parallel stellte Waldemar Steinmetz, von Wellmotion ein interessantes Konzept für temporäre Spa-Einheiten vor, um zusätzlichen Bedarf an Wellness-Flächen z.B. im Winter flexibel decken zu können.

Den Abschluss des SpaCamps bildete schließlich die Session von Stephan Koehl, dem Geschäftsführer der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH. Er schilderte sehr bildhaft, was eine Social Media Strategie am Fallbeispiel Spa-/Gesundheitstourismus alles leisten muss und gab wertvolle Einblicke in die tägliche Arbeit mit Blogs, Bewertungsplattformen, Facebook, Twitter und Co. Jan von Werthern, stellte parallel mit dem Salzheilstollen Berchtesgaden ein lokales Unikat vor. Um es mit den Worten des Geschäftsführers zu sagen: „Es ist wunderbar sich selbst wieder zu entdecken, in einer Zeit in der wir von Termin zu Termin hetzen, immer häufiger abhängig werden von dem, was andere nur sagen. Der Salzheilstollen hilft in diese Entspannung einzusteigen durch seinen Schutz vor Außenwelteinflüssen, 800 Meter tief im Berg, inmitten eines Salzstockes, der dort seit 250 Millionen Jahren ruht.“ – ein sehr schöner Gedanke am Ende eines ereignisreichen ersten SpaCamps im Jahr 2010 in Bad Reichenhall, voller Themenvielfalt, interessanten Menschen und vielen neuen Ideen, die nur darauf warten mutig in die Tat umgesetzt zu werden.

Networking beim SpaCamp

Networking beim SpaCamp

Ausblick: SpaCamp 2011

Wir freuen uns sehr und sind auch etwas stolz, dass eine so große Anzahl an qualifizierten und motivierten Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus ganz Österreich und Deutschland bei dieser ersten Veranstaltung dieser Art dabei mit dabei waren. Noch mehr freuen wir uns über das sehr positive Feedback auf breiter Basis und dem Wunsch, das SpaCamp auch im nächsten Jahr wieder besuchen zu wollen. Und noch mehr freuen wir uns über das sehr offene, konstruktive und herzliche Miteinander. All das bestärkt uns, schon jetzt an die 2. Auflage des Spa Camps im Jahr 2011 zu denken, um den erfolgreich eingeschlagenen Weg auch weiter zu gehen.

Zum Schluss möchte ich noch Danke sagen! Und zwar der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH, im speziellen Barbara Zwanzleitner und Stephan Koehl für das Vertrauen in die Idee und die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Natürlich auch allen anderen, die zum Gelingen beigetragen haben, wie Sponsoren, Vortragende. Ein besonderer Dank gilt meiner Frau Katia für die Unterstützung und die viele Geduld.

Bis zum Herbst im nächsten Jahr. Der Beginn der Anmeldungsmöglichkeit wird auf www.spacamp.de und auf www.facebook.com/spacamp gepostet.

Wolfgang Falkner

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Wellness & Web 2.0:
Teil 3 – Strategie & Organisation

Geposted Wellness Marketing am Mai 10th, 2010 von Wolfgang Falkner – 3 Comments

Dass das Thema Social-Media bzw. Web 2.0 wichtig ist, habe ich bereits im ersten Teil erläutert. Die wichtigsten Argumente sind: Stärkung der Kundenloyalität, Möglichkeiten der Empfehlung bieten, neue Kunden gewinnen, die mit herkömmlichen Werbemaßnahmen nur schwer zu erreichen sind.

Social-Media ist nicht nur eine technische Errungenschaft basierend auf dem Internet, sondern unterstützt und begleitet einen sozialen Wandel. Die Menschen nehmen nur noch jene Information auf, die für sie nützlich ist. Das ist natürlich schlecht für klassische und laut schreiende Werbung von oben nach unten. Aber ausgezeichnet für gute Inhalte und Angebote, über die sich die Konsumenten freiwillig und gerne austauschen.

Ist das Angebot nicht gut, kann der Schuss durch Social Media nach hinten los gehen. Allerdings ist eine Nichtbeteiligung auch nicht ratsam. Denn Gespräche über Ihr Angebot finden auch ohne Sie online statt, ob Sie das wollen oder nicht. Am besten Sie testen das gleich mal mit  Google-Alerts oder auch Twitter. Was sagt das Internet über Ihre Firma, Produkte oder Marken?

Mit Social-Media haben Sie die Möglichkeit, sich in diesen Gesprächen proaktiv und präventiv zu beteiligen. D.h. Sie können sehr schnell reagieren und dabei Marktforschung betreiben. Fast schon nebenbei kommunizieren Sie Ihren Content (Inhalte nicht Werbung!) auf Augenhöhe.

Verfügt das Unternehmen über eine Social-Media-freundliche Organisation, was im Wesentlichen heißt, dass eine Kultur des Teilens und der Offenheit vorhanden ist, kann eine Strategie entwickelt werden. Diese hängt natürlich sehr stark vom Ziel ab, dass das Unternehmen erreichen möchte und natürlich auch von seiner Zielgruppe. Ein Ziel von Social-Media ist die Online-Reputation. Sie wollen, dass im Internet gut über Ihr Unternehmen gesprochen wird, was zwangsläufig zu Empfehlungen führt.

Eine Social-Media-Strategie enthält folgende Bestandteile: Welche Kanäle werden mit welchen Botschaften bedient? Wer sind die Verantwortlichen und was sind die Regeln? Eine Facebook-Fansite ist ein guter Anfang aber noch keine Strategie. Facebook ist bestenfalls ein Teil dieser Strategie. Auf jeden Fall sollte man sich als Wellness- und Spa-Betrieb neben Facebook, Twitter, YouTube, Blogs, Flickr genauer anschauen. Wichtig ist, dass diese Technologien miteinander effizient vernetzt sind.

Ich persönlich nutze Twitter als zentrale Kommunikationsplattform. Die Kurznachrichten (Tweeds) werden vollautomatisch in meinem Facebook-Profil sowie in meinen Blog und auf meiner Website verteilt. So kann jede Person, egal welchen Kanal sie bevorzugt auf diesen Beitrag reagieren. 1:1 Kommunikation eben! Das schafft Glaubwürdigkeit und Vertrauen, was schließlich zu Empfehlungen führt.

Jeder Hotelier, jeder Spa-Betreiber und jeder Geschäftsführer einer Therme wird mir zustimmen, wenn ich sage, dass Empfehlungen überaus wichtig sind. Social-Media bieten Empfehlungsmarketing mit einer ungeheuren Effizienz auf globaler Ebene. Aus Mund-Propaganda wird Welt-Propaganda!

Wer sich für eine maßgeschneiderte Social-Media-Strategie interessiert, kann mich gerne kontaktieren. Eine interessante Veranstaltung in diesem Zusammenhang ist das erste SpaCamp in Bad Reichenhall im Oktober – Motto: „Alpensalz trifft Web 2.0.“

Schöne Grüße aus Salzburg!
Wolfgang Falkner

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Wellness & Web 2.0
Teil 2: Das Phänomen Facebook

Geposted Wellness Marketing am April 12th, 2010 von Wolfgang Falkner – 3 Comments

Mit weltweit 400 Millionen Benutzern (Deutschland 7,6 Mio. und Österreich 1,65 Mio.) hat sich Facebook im sechsten Jahr seines Bestehens zur wichtigsten Social-Media-Plattform entwickelt. Die Userzahlen steigen täglich und die Benutzer haben sich an Facebook gewöhnt – manche können gar nicht mehr ohne leben. Der Tourismus und die Hotellerie haben das Potential erkannt – immer mehr nutzen das Tool sehr erfolgreich, viele haben aber noch große Berührungsängste. Die Meinungen gehen weit auseinander.

Facebook – ein Phänomen oder logische Entwicklung?

Im Facebook-Zusammenhang wird gerne „Barack Obama“ erwähnt. In seinem Wahlkampf hat er das erste Mal die große Bedeutung von Web 2.0-Maßnahmen, allem voran Facebook als Motor für seinen Wahlkampf erkannt und auch genutzt. Ohne Zweifel hat er damit eine breite Masse mobilisieren können, weil er damit einfach sehr nahe am potentiellen Wähler war. Gab es eine Neuigkeit, wussten davon sofort 3,5 Mio. Fans (stand 2008 – jetzt hat Obama 8 Mio.). Zur Obama-Fansite.

Der Autor des Buches „Socialnomics“ erklärt den Erfolg von Facebook und ähnlichen Plattformen damit: „Es ist wichtiger, was man Nachbar denkt, als das, was Google denkt.“ Eigentlich keine neue Erkenntnis. Mundpropaganda war schon immer wichtig. Zweifelsohne, Google ist ein wichtiges Werkzeug geworden, um etwas schnell zu finden oder, um mir einen Marktüberglick zu verschaffen. Doch wenn es darum geht, wichtige Entscheidungen zu treffen, vertraut man dann doch lieber den Meinungen des befreundeten Kollegen. Facebook ist sozusagen, das logische auf Internettechnologie aufbauende Werkzeug, um Beziehungen zu pflegen und Meinungen auszutauschen. Der Vorteil: Ich kann die Meinungen von vielen auf einmal einholen – das spart Zeit und Energie. Facebook hat bereits Google überholt. ; )

Das Prinzip ist einfach

Nicht nur Personen können eigene Seiten, ein sogenanntes Profil anlegen, sondern auch Unternehmen oder Organisationen. Dabei handelt es sich dann um „Fan-Seiten“. Jeder der ein Profil sein eigen nennt, kann ab sofort ein Fan davon werden. Der Vorteil für den Betreiber: alle Fans können praktisch mit einem Click gleichzeitig informiert werden. Sie tauschen sich aus, geben Kommentare und Empfehlungen ab. Darüber hinaus kann ich als Betreiber einer Fan-Seite nicht nur brandaktuelle Infos online stellen, sondern auch Themen diskutieren. Das nennt sich dann Crowdsourcing.

Es geht ums Teilen!

Möchte ich Facebook effektiv für mein Unternehmen nutzen,  muss ich mich von klassischem Werbedenken verabschieden. Ein Sender hat nicht mehr viele Empfänger. Sondern viele Sender haben viele Empfänger. Das Hotel, das Spa, die Therme stellt lediglich die Plattform zur Verfügung. Was darauf passiert, kann der Anbieter nur beschränkt kontrollieren. Ich muss mich also auf eine offene, dialogorientierte Kommunikation mit meinen Interessenten einlassen. Das fordern die Konsumenten auch heute. Unternehmen, die glauben, auch in Zukunft von oben herab zu kommunizieren, werden auf Dauer Kunden verlieren. Unternehmen, die sich bewusst entscheiden, auf Augenhöhe zu kommunizieren, werden Kunden, sogar treue Kunden, gewinnen.

Wellness-Facebook-Beispiele

Damit man Fans gewinnt, muss man aktiv sein und gute Inhalte bieten, die Menschen bewegen. Für das Berchtesgadener Land haben wir ein Facebook-Personality-Quiz realisiert, indem man spielerisch seinen Wellness-Typ bestimmen kann. Dazu kann man Freunde einladen oder andere Menschen vom gleichen Typ kennen lernen. Und welcher Wellness-Typ sind Sie?

Klarerweise ist beim Thema Facebook auch Kritik angebracht. Darauf möchte ich aber hier nicht näher eingehen. Infos dazu finden Sie auf folgender Wikipedia-Seite. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Erfahrungen mit Facebook.

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Wellness & Web 2.0
Teil 1: Was ist Web 2.0?

Geposted Wellness Marketing am März 8th, 2010 von Wolfgang Falkner – 2 Comments
Web 2.0 - Beispiele

Web 2.0 - Beispiele

Web 2.0, Social Web, Social Networks – Begriffe, die im Tourismus, Marketing und Internet in letzter Zeit sehr häufig verwendet werden – doch was bedeuten sie? Leider gibt es keine allgemeingültige Definition. Auf jeden Fall kann man von einer grundlegen Weiterentwicklung des Konzepts Internet sprechen -  hin zur eigentlichen Vision des Internet-Erfinders Tim Berners-Lee. Manche sprechen sogar von einer Revolution des Marketings. Weg vom Monolog Unternehmen > Kunden hin zum wirklichen Dialog. Das Besondere an der Version 2.0: jeder kann mitmachen und sich beim Aufbau des Webs beteiligen. Mit all seinen Chancen und Risiken – Stichwort kollektive Intelligenz.

Diese Entwicklung zahlreicher Web 2.0 Tools zwingt die Unternehmer und auch die Marketingmenschen zum umdenken. Klassische Werbeaktionen, wie Inserate oder Banner verlieren an Bedeutung – zumindest bei der Urlaubsplanung. Das Vertrauen der Gäste in die Werbeindustrie ist gesunken. Was der Reiseanbieter vorschlägt ist zuwenig für eine Entscheidung. Wichtig sind vor allem Bewertungen andere Gäste und was Freunde und Bekannte in Social Media Plattformen empfehlen. Web 2.0 ist also deswegen so erfolgreich, weil es den Bedürfnissen nach Transparenz und Glaubwürdigkeit entgegenkommt. Ich denke, das ist auch im Sinne der Wellnessbewegung.

Facebook, Blogs und Co.

Es gibt unzählige Web 2.0-Anwendungen. Eine der ersten war wohl Wikipedia, die nach nur 7 Jahren der Brockhaus-Enzyklopädie den Rang abgelaufen hat. Für Tourismus, Hotelerie und Wellness sind folgende Tools von Bedeutung.

Bewertungsplattformen wie Holidaycheck oder Tripadvisor ermöglichen authentische Bewertungen von Gästen und sollen auf jeden Fall in die eigene Website als Argument eingebaut werden (vorausgesetzt, die Bewertungen passen auch).

Mit einem Blog zeigen Sie Kompetenz bei einem bestimmten Thema und bieten Lesern die Möglichkeit eigene Kommentare zu posten, um Diskussionen anzuregen. Ein Blog kann auch durch mehrere Personen gemeinsam betreut werden. Ein Beispiel dafür ist der Jubiläumsblog des Deutschen Wellnessverbandes. Aber auch Hotels, Thermen oder Tourismusverbände betreiben mittlerweile eigene Blogs. Dort kann z.B. die Spa-Leiterin die Behandlungstipps der Woche präsentieren und Wirkungsweisen erklären oder der Chef des Hauses über seine Schneeschuh-Wandertour mit seinen Gästen berichten.

Die Social-Network Plattform Facebook ist wohl aktuell das prominenteste Beispiel für Web 2.0. Der Vorteil: Jeder kann sehr einfach und intuitiv Inhalte mit seinen Freunden teilen – z.B. Bilder, Veranstaltungshinweise, Einladungen zu Fanseiten usw. Im nächsten Teil werde ich das Phänomen Facebook näher beleuchten. Aber auch mit Twitter, Flickr und YouTube sollte man sich beschäftigten.

Fazit

Wichtig für den Erfolg ist, dass alle diese Technologien durch eine Strategie geregelt und miteinander vernetzt sind. Klarerweise sollte man sich, bevor man diese Tools nutzt, ganz genau überlegen, welche Inhalte man teilen möchte und wer die Verantwortung für die regelmäßige Online-Redaktion übernehmen kann. Der Aufwand dafür sollte nicht unterschätzt werden – doch es führt kein Weg vorbei!

Ich freue mich auf Ihre Erfahrungen, Beispiele und Ergänzungen zum Thema Web 2.0.

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Zwischen Sinn und Sinnlichkeit

Geposted Wellness Marketing am Februar 8th, 2010 von Wolfgang Falkner – Be the first to comment
Hochkoenig

(C) Hotel Übergossene Alm

Ich möchte in diesem Blog kurz auf die letzten Beiträge von Frau Banach, Herrn Dreckmann und Herrn Laempe eingehen, da diese in eine ähnliche Richtung gehen.

Vielen Dank Frau Banach, mit Ihrem sehr eindrucksvollen und aktuellen Filmbeispiel “Avatar” treffen Sie den Nagel auf den Kopf. Es scheint wirklich so, als ob wir Menschen einen großen Unterschied zwischen virtueller und realer Welt machen. Auch wenn die Botschaft noch so eindeutig ist und die negativen Folgen für unsere reale Welt erkennbar sind, bleiben wir davon dennoch unbeeindruckt.

Schön verpackt

Offensichtlich haben wir Menschen gelernt, dass all das, was schön verpackt präsentiert wird, nichts mit der Realität zu tun hat, und getrost ausgeblendet werden kann – wie ein Werbebanner-Blocker im Internet. Sinnlichkeit hat heute nicht unbedingt etwas  mit Sinn zu tun. Bei einer wahnsinnigen Zahl von täglichen Werbebotschaften ist es aber auch kein Wunder, dass der Mensch Strategien entwickelt, damit umzugehen.

Geschichten erzählen

Ich finde den Weg, den der Film „Avatar“ beschreitet, aber dennoch richtig. Also mit einer Geschichte sanft und subtil aufrütteln, auch wenn sich der Erfolg vielleicht nicht sofort bei einer breiten Masse einstellen mag. Nur so können wir Wellness als Lebensphilosophie, die auf nachhaltigen Werten beruht, etablieren.

Wenn wir wollen, dass Wellness als Lebensphilosophie verstanden wird, müssen wir unseren Kunden wieder als Menschen und nicht als Zielgruppen sehen. Mit seinen Schwächen und seinen Stärken. Ihn an der Hand nehmen und ihm Hilfestellung bieten – keine Patentrezepte und keine Lösungen! Wenn wir auch selbst wieder mehr auf unser Herz als auf unseren Verstand hören, werden wir neue Konzepte entwickeln, um das Vertrauen der Gäste wieder zu erlangen. Ich weiß, das ist ein langer und vielleicht mühsamer Weg, aber sicher ein guter Weg!

Wertbasierende Wellness-Philosophie – ein Beispiel

Konkret kann ich mit einem Beispiel aus meiner eigenen Schublade aufwarten: Für das Wellness-Hotel „Übergossene Alm“ in Dienten am Hochkönig (SalzburgerLand) wurde eine Signature-Treatments-Kollektion entwickelt, die auf der Sage von der Übergossenen Alm gründet. Diese Geschichte wurde in eine zeitgemäße Wellness-Philosophie mit Werten transformiert und darauf die Spa-Zeremonien und -Produkte abgestimmt. Gerade im Spa bietet sich uns die perfekte Möglichkeit, Geschichten nachhaltig erlebbar und erlernbar zu machen.

Weitere Infos zur Hochkönig Spa Collection

Ich freue mich über weitere Kommentar und Beispiele!

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Authentisches Marketing für Spa, Wellness & Gesundheit

Geposted Wellness Marketing am Januar 13th, 2010 von Wolfgang Falkner – Be the first to comment
st_foto_anwendung

Fotokonzept "Sonnen-Therme" Eging a. See

Die Menschen sind heute mit oberflächlicher Werbung weder zu beindrucken noch damit einverstanden. Sie sind kritisch und zugleich mündig geworden und haben eine gewisse Werberesistenz entwickelt. Hier fällt immer wieder der Begriff der „LOHAS“. Die Konsumenten erwarten zu recht von den Anbietern Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit – Authentizität eben. Produkte und Dienstleistungen müssen halten, was in Hochglanzbroschüren versprochen wird. Das gilt besonders für die Branche Wellness und Gesundheit. Wer legt schon gerne Körper, Geist und Seele in die Hände eines Dienstleisters, dem man nicht zu 100% vertrauen kann? Dem es eigentlich nur um mein Geld geht?

Zwei Dinge sind entscheidend: Das Angebot und das Marketing. Diese beiden Bereiche wurden in den letzten Jahren allzu gerne als etwas Eigenständiges betrachtet, wobei sie doch untrennbar zusammengehören. Einerseits wurden minderwertige Angebote mit Hochglanz-(Schein)-Werbung vermarktet, um einen höheren Preis zu rechtfertigen. Andererseits wurden eigentlich gute Angebote unter Wert verkauft, weil das Marketing nicht professionell genug war. D.h. die Zielgruppe erfuhr nicht oder ungenügend vom Wert des Angebotes. Authentisches Marketing bedeutet, dass das Angebot mit dem Marketing perfekt übereinstimmt. Dazu muss man das Angebot verstehen, was externe, nicht spezialisierte Marketing- und Werbeagenturen oft nicht leisten können.

6 Grundsätze sind meiner Meinung nach notwendig für authentisches Marketing. Sie sind sozusagen der Schlüssel zum Wellness-Gast. Diese möchte ich hier gerne zur Diskussion stellen:

  1. Das Angebot, bestehend aus Anwendungen, Zeremonien und Produkten, aber auch das Ambiente / Architektur und die Infrastruktur passen perfekt zum Wellness-Thema und der Wellness-Philosophie ((möglichst) ursprünglich und echt) und ist daher einzigartig (authentisch).
  2. Das Angebot ist ganzheitlich und ein Erlebnis für Körper, Geist und Seele. “Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile”.
  3. Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sind Teil der Wellness-Philosophie: Z.B. Naturkosmetik, die fair hergestellt und gehandelt wird.
  4. Auch der Marketing-Mix ist ganzheitlich und “berührt” die Gäste in allen Phasen der Loyalität – von der Gästegewinnung bis zur Stammgästebindung.
  5. Die Kommunikation ist motivierend, die Werbung aufrichtig. Versprechen werden eingelöst und übertroffen. 6
  6. Die MitarbeiterInnen sind mit Tugenden wie Achtsamkeit, Mitgefühl und Hingabe ausgestattet. Der Chef ist Vorbild.

Beispiele und weitere Infos zu diesen Grundsätzen finden Sie auf meiner Website unter www.derfalkner.com oder im Fachtext auf www.wellnessverband.de unter Infodienste.

Die Aufgabe eines Wellness- und Gesundheitsanbieters (Wellness-Hotel, Therme, Spa, Gesundheitszentrum usw.) ist es, den Gast glaubhaft an der Hand zu nehmen und ihn bei der Suche zu sich selbst zu begleiten, ihn zu motivieren – in körperlicher, geistiger und spiritueller Hinsicht. Unsere Aufgabe als Berater oder Agentur ist es diese Anbieter zu unterstützen, Ideen zu entwickeln, die Menschen „berühren“, „bewegen“ und „bezaubern“. Mit dem Ziel, die Menschen zu einem nachhaltig gesünderen Lebensstil zu motivieren.

Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

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