Allgemein

Wer jammert, möge leben.

Geposted Allgemein, Medical Wellness am Mai 3rd, 2010 von Katarina Banach – Be the first to comment

Die nachhaltigen Gedanken rund ums Wohlbefinden und seine Nuancen wurden schon lange vor uns ausgesprochen. Wem das Leben nicht schön genug erscheint, möge sich erinnern an Laotses:

Wer andere kennt, ist klug.
Wer sich selbst kennt, ist weise.
Wer andere besiegt, hat Kraft.
Wer sich selbst besiegt, ist stark.
Wer sich durchsetzt, hat Willen.
Wer sich genügen lässt, ist reich.
Wer seinen Platz nicht verliert, hat Dauer.
Wer auch im Tode nicht untergeht, der lebt.

(Tao Te King)

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Nachhaltiges Wohlbefinden, ganz persönlich

Geposted Allgemein am Mai 3rd, 2010 von Zarmina Penner – Be the first to comment

Wohlbefinden ist für jeden ganz unterschiedlich definiert. So unterschiedlich wie jeder Mensch anders ist. Der eine sieht Wohlbefinden eng geknüpft mit Gesundheit und allem, was dazu gehört. Für den anderen ist Wohlbefinden das intensive Ausüben eines Hobbys. Und für wiederum andere hat es mit einem regen Familienleben zu tun. Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten und in seiner aktuellen Lebensphase. Und das ist gut so. So sind wir Menschen und das wird sich nicht ändern. Die Definitionen von Lebensqualität und Wohlbefinden sind ganz nah beieinander. Für mich persönlich ist Wohlbefinden gleich eine robuste Gesundheit. Ein Zustand, in dem die geniale Natur selbst Wohlbefinden herstellen kann, auf ganz mühelose Weise. Der Wunsch und das Bestreben nach einem nachhaltigen Wohlbefinden –von mir aus betrachtet eine nachhaltige Gesundheit- ist ein ambitioniertes Ziel, aber durchaus im Rahmen des Möglichen, meine ich.

Im Markt der Gesundheit werden die Angebote nachhaltig erfolgreich werden, sein und bleiben, wenn sie a) eine authentisch-humanistische und empathische Sicht auf die Dinge haben, b) flexibel genug sind, individuelle Wünsche zu berücksichtigen und c) neben geschäftlichen Überlegeungen auch ein erhabenes altruistisches Ziel anstreben. Davon bin ich überzeugt.

Schöne Grüße vom Isartor,
Zarmina Penner

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Des Schönen bescheidener Bestand

Geposted Allgemein am Mai 2nd, 2010 von Katarina Banach – 1 Comment

Ich werde es mir gönnen, weil ich es mir wert bin. Egomanie? Weltfremdheit? Oder Lebensnähe? Unter erschwerten Bedingungen kommt meistens Sinnhaftiges zum Vorschein. Werthaltiges wird besonders wertvoll . Und oft kommen nicht erkannte Qualitäten zum Vorschein. Krisenstimmung, Zukunftsangst lassen so manche genussskeptische Stimmen aufkommen. Und Genießer werden des Selbstsüchtigen berüchtigt. Weil sie dem Luxus frönen. Und dieser ist in der Krisenzeit tabu. Verantwortungslos, leichtsinnig und überflüssig.

Diesen Zeitgenossen scheint jedoch der wahre Sinn des Genusses nicht bekannt. Da nicht nur von Freude und profundem Sachverstand begleitet – vielmehr wird im Genuss die Wahrnehmung geschärft, die Sinne verfeinert und Erfahrung reicher. Der Genießer trägt dazu bei, rare Kulturen zu bewahren und letztlich sichert er eine Entwicklung dessen, was geschätzt wird. Genuss lässt Menschen zusammen kommen, im Augenblick stehen zu bleiben und Zeit verkosten aus nächster Nähe. Genießer wissen, was Kultur ausmacht. Und schließlich, was auf Dauer Bestand haben wird.

Und wenn wir wieder mal in ein Luxus-Blütenbad eintauchen oder den Jahrgang 1940 seinem Gaumen schenken, so denken wir doch: Schön heißt naturnah. Menschlich und lebensnah, denn Schönheit ist, wenn wir zelebrieren, wer wir sind.

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Nachhaltiges Wohlbefinden

Geposted Allgemein, Reboot Wellness am April 26th, 2010 von Zarmina Penner – 11 Comments

Wo fängt man, den bereits vorhandenen Grad an Wohlbefinden zu steigern? Da wird jeder seinen eigenen Weg haben. Meine Erfahrung ist, dass der Weg dreistufig ist und in einer bestimmten Reihenfolge stattfinden muss. Wegen der Nachhaltigkeit vor allem. Kurze wohltuende Anwendungen und menschlicher Zuwendungen aller Art sind hilfreich, aber nicht wirklich nachhaltig. Die Wirkung verfliegt schnell. Nachhaltiges Wohlbefinden beginnt im Kopf, genauer gesagt im Geist. Sortieren und Ordnen aller Art ist der erste Schritt. Abwerfen von Ballasten. Platz für neue heilende Gedanken schaffen. Dafür braucht man Zeit. Es geht dann weiter mit dem Körper. Eigentlich genauso wie im Kopf: Den Körper sortieren lassen, Ballaste loswerden, Platz für heilende Nahrung schaffen. Das dritte Domain ist dann die Seele. Das Vorgehen ist anders, aber im Prinzip doch ähnlich, wobei wir viel zu schnell dabei sind, für fehlendes Wohlbefinden seelische Ursachen zu vermuten. Oft, sehr oft sogar meiner Ansicht nach, sind die anderen beiden Aspekte, also der Geist und der Körper, eher ursächlich beteiligt. Krankmachende Gedanken und krankmachendes Essen. Zugegebenermassen ist es nicht einfach, den persönlichen Weg zum Wohlbefinden zu finden. Umso wichtiger ist es so gesehen, jeden einzelnen Tag zumindest ein wenig dafür zu nutzen sich immer ein Stückchen mehr besser zu fühlen. Und wenn man im Geist nicht anfängt, blockiert der resolute Geist alle Bemühungen.

Schöne Grüße vom Isartor,
Zarmina Penner

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Ein Barometer für Wohlbefinden

Geposted Allgemein am April 19th, 2010 von Zarmina Penner – 1 Comment

Wohlbefinden wird uns immer und in jeder Lebenslage den richtigen Weg zeigen oder besser gesagt im Zustand des Wohlbefindens empfangen wir die besten Inspirationen. Motivation genug, meine ich, etwas für das Wohlbefinden zu tun.

Der erste Schritt zum Wohlbefinden ist die Selbst-Evaluation, eine Momentaufnahme. Fühle ich mich gerade wohl? Nehmen wir eine Skala von 1 bis 10. 10 ist der beste Wert. Dann fühlt man sich bombastisch, naja, wir wollen es nicht übertreiben. Wir fühlen eins mit allem um uns herum. Ein (warmes) Gefühl von Frieden, Leichtigkeit und wie gesagt, Verbundenheit.

Ist der Wert sagen wir mal unter 8, dann können wir auf die Suche gehen. Da gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, die uns die Natur beschenk hat, um uns zu reflektieren. Heute machen wir eine Blitzerhebung, den Augenbrauentest.

Sind die Augenbrauen beim Betrachten im Spiegel auf gleicher Höhe, dann ist das ein gutes Zeichen. Strahlen die Augen, dann gibt es nur wenig, was getan werden muss. Heh, sagen Sie? Was ist das denn? Nun ja, das habe ich vor einigen Jahren irgendwo gelesen. Ich weiß beim besten Willen nicht mehr wo. Gearbeitet habe ich damit und da ist sicher etwas dran.

Strahlende Augen stehen für Zuwendung. Man erhält oder man gibt sich ausreichend Zuwendung. Am besten beides. Die berühmte “Zeit für mich”.

Die rechte Augenbraue steht für die Liebe (Privatleben), die linke für Anerkennung (Berufsleben). Fehlt eine der beiden Emotionen oder ist nicht ausreichend vorhanden, dann steht die entsprechende Augenbraue tiefer, da das Gesicht durch das Fehlen der Emotion an der Seite weniger Spannung hat. Die Gesichtsseite hängt quasi. Fehlen beide Emotionn, dann sind beide Augenbrauen wieder auf gleicher Höhe jedoch tiefer, aber die Augen strahlen nicht. Dann ist die höchste Alarmstufe angelangt. Und wenn es wieder dem Menschen besser geht, dann verändert sich das Gesicht wieder zurück. Das Gesicht ist ein natürlicher Barometer.

Gibt ist hierfür wissenschaftliche Evidenz? Nö, nicht, dass ich wüsste. Weiß ich, ob da etwas dran ist? Yep.

Probieren Sie es einfach aus. Probieren geht über…

Schöne Grüße vom Isartor,
Zarmina Penner

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Was heißt Wellness überhaupt?

Geposted Allgemein am April 1st, 2010 von Frank Schnitzler – Be the first to comment

Was verbindet man mit dem Wort Wellness? Ist alles Wellness, wo Wellness draufsteht? Zunächst mal ist das Wort leider abgenutzt, weil es so oft auch fälschlicherweise benutzt wird. Für mich ist Wellness Ruhe, angenehme Farben und Materialien, Service, Sauberkeit und kompetente Betreuung. Fachkundige Massagen, die meine Beweglichkeit ähnlich wie Sport erhalten und meine Durchblutung fördern, darauf stehe ich. Und wenn Schwimmen, Gesichtsbehandlungen sowie Maniküren und Pediküren möglich sind und diese an mir arbeitenden Menschen freundlich, fröhlich und kompetent sind, werde ich zum schnurrenden Kater.

Ein gutes Beispiel ist das Momentum Spa in Düsseldorf unter der Leitung von Tessa Wöber. Hier stimmt alles. Oder das Spa des Hotels Dolder in Zürich. Hier ist Wellness auch wirklich Wellness. Und alle Angestellten haben Dienstleistung verstanden.

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Eine dankbare Zielgruppe

Geposted Allgemein, Wellness Marketing am März 22nd, 2010 von Swen Laempe – 1 Comment

Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten und ihr Potential für das Wellness Marketing

Foto: © Robert Kneschke - Fotolia.com

Foto: © Robert Kneschke - Fotolia.com

Gluten, Laktose, Fruktose oder Histamin … es gibt viele Inhaltsstoffe in unseren Nahrungsmitteln, die manchen Menschen im wahrsten Sinne des Wortes „Bauchschmerzen“ bereiten. Und nicht nur das – wer an einer Unverträglichkeit dieser Stoffe leidet, muss bei Verzehr mit einer Vielzahl von Beschwerden rechnen: Gewichtsverlust, Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Hautreizung, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, u.v.m.

Urlaub trotz oder mit Zöliakie?

Da diese Intoleranzen nicht heilbar sind, hilft nur eine strikte Diät – ein lebenslanger Verzicht auf alle Speisen mit dem unverträglichen Inhaltsstoff.

Nehmen wir das Beispiel Zöliakie: eine Unverträglichkeit gegen das in vielen Getreidesorten vorkommende Gluten. Schon kleinste Mengen können den Körper langfristig schädigen. Daher gibt es für die Betroffenen – über 400 000 alleine in Deutschland – keinen spontanen Snack zwischendurch, kein unbeschwertes Dinner im Restaurant.

Viele Menschen mit Zöliakie scheuen sich, wegzufahren oder auszugehen – aus Angst, auf Unverständnis zu stoßen oder versehentlich falsche Lebensmittel zu sich zu nehmen. Umso dankbarer sind sie, wenn sie besondere Angebote finden, die ihnen ein garantiert glutenfreies Essen oder einen glutenfreien Urlaub ermöglichen! Gerade die Wellness-Branche, in der sich alles um körperliches Wohlbefinden und Genuss dreht, sollte auf diese Bedürfnisse eingehen.

Eine Marketing-Lücke?

In Ländern wie Österreich, Italien oder in Skandinavien sind Zöliakie-Betroffene schon längst als wichtige Zielgruppe identifiziert worden – einem Trend, dem Deutschland noch hinterherhinkt. Dabei zahlen sich spezielle Zöliakie-Angebote im Wellnessbereich aus. Das zeigen unsere eigenen Erfahrungen:

Seit August 2009 konnten wir für zwei Wellnesshotels in den Dolomiten 201 Conversions und eine Click-Through-Rate von 6,3% erreichen. Mit entsprechenden Kampagnen bei Google und Yahoo sowie Direct E-Mail Marketing an Zöliakie-Betroffene. Nur zur Orientierung: Ein CTR-Wert unter 1 ist schlecht, liegt er zwischen 1 und 3 gilt die Marketing-Maßnahme bereits als erfolgreich.

Ob es an der steigenden Zahl der Erkrankten oder am steigenden Bewusstsein für diese Erkrankungen liegt – die Nachfrage nach Angeboten für Menschen mit einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit wird in Zukunft steigen.

Sich darauf einzustellen lohnt sich: für die Betroffenen wie für die Anbieter!

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Der feine Sinn für Pitahaya©

Geposted Allgemein, Luxus Wellness am März 14th, 2010 von Katarina Banach – Be the first to comment

pitahaya3“Sorge für den Luxus, und die Notwendigkeiten werden selbst Sorge für sich tragen,“ witzelte einst der Dandy Oscar Wilde. Leider versäumte er zu sagen, was Luxus ist. Sind es Trüffel aus dem Perigord oder etwa Valrhona Schokolade? Eine warme Decke auf dem Nordpol? Oder den frisch ersteigerten Picasso fußläufig heim zu tragen, da der persönliche Chauffeur gerade heute frei hat? Und überhaupt: was sollen wir vom Luxus halten? Ist es bloß Konsum? Oder eine der natürlichsten Sachen der Welt?

Im alltäglichen Gebrauch ist Luxus ein nicht essenzielles Ding, aber zielführend für Genuss und Komfort, etwas Kostbares oder schwer Erreichbares. Der Ursprung im Lateinischen mündet in Bedeutungen wie „Extravaganz“, „Pracht“ oder „Magnifizenz“. Aber es gibt auch Luxus im Sinne von „fern“ und „deplatziert“. Eine gängige Definition meint ganz einfach das, was sich die wohlhabenden 0,2 Prozent der Weltpopulation leisten können, etwa in einem Unter-Wasser-Restaurant zu dinieren und umgeben von Barracudas und Piranhas Sushi zu verspeisen. Oder eine Weltraumreise zu buchen.

Ist es aber doch nicht mehr als Geld und ausschweifende Lebensart?
Die Wirtschaftswoche schrieb einmal, Luxus sei ein Zustand des Bewusstseins und weniger des Portemonnaies. Es ist vielmehr die Freiheit von Verpflichtungen und Zwängen. Luxus bewusste Menschen zelebrieren nämlich ihr Leben als eine Kostbarkeit. Und pflegen ihre Unabhängigkeit, jeden Tag. Fern vom Trend, fern vom Mainstream, fern von jeglicher Autorität. Sie wenden sich von Dingen ab, sobald diese in den Allgemeingebrauch geraten oder gar selbstverständlich werden. Wenn jeder Kaviar ist, wird Knäckebrot zur Delikatesse.

Die Idee des „Auszukommen ohne“ hat eine ganze Industrie erschaffen: Tüchtige Manager besuchen Spas, um Trost vom bewegten Leben zu finden. Hier fließt die Zeit anders, ohne Handys, ohne Laptops, ohne Pflichten. Fasten-Weekends sollen für Reinigung der Sinne sorgen und helfen dem Geist, sich wieder zu sammeln. Nicht weniger begehrt sind Klosteraufenthalte, die in wenigen Tagen einen dazu bringen, über das wirklich Wichtige im Leben nachzudenken.

Ist nicht hier der wahre Sinn von Wellnessangeboten verborgen?

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Form follows Function???

Geposted Allgemein, Luxus Wellness, Medical Wellness, Spa, Wellness Gestaltung am März 3rd, 2010 von Joachim Hallwachs – 1 Comment

 

In dem Leittext der Themenübersicht ist mir dieser Satz aufgefallen.

Für die Wellness-Branche gilt die Formel „Form follows Function“.

Ist dies wirklich so?? Ich behaupte, Nein, dies kann nicht richtig sein.

Dieser Ansatz ist ebenso falsch wie „Function follows Design“.

Beides ist gleichermassen unrichtig.

Erfolgreiche Innenarchitektur muss beide Formeln auf gleich hohem Niveau umsetzen.

Dafür ein einfaches Beispiel:

Wenn ich für eine Treatment-Suite das unentbehrliche Nutzmöbel (Trolley oder Festeinbau) designe und dies wunderschön mache, jedoch die Funktion vernachlässige, wird dies die tägliche Arbeit der Mitarbeiter erschweren. Sie werden damit nie glücklich sein und dies auch nonverbal kommunizieren.

Wenn ich jedoch jede Schublade exakt in die richtige Position bringe, alle Einschübe auf die jeweiligen Produkte perfekt abgestimmt habe, das Möbel am Ende aussieht wie aus der Zahnarztpraxis (nichts gegen Zahnärzte, aber auch hier könnte man über die Gestaltung von Behandlungsräumen durchaus nachdenken) entsprungen, wird dies das Raumfeeling und Wohlgefühl des Gastes nicht positiv stimulieren.

Beide dieser Formeln müssen daher nicht nur auf gleich hohem Level erfüllt werden, sondern sie müssen vor allem dem Weg „Function and Design follows Emotion“ folgen. Wir entwickeln keine Produkte, wir verkaufen in der Hotellerie, in Thermen, in Day Spa`s Träume. Wir wollen unsere Klienten „glücklich“ machen.

Daher muss für den Innenarchitekten immer die erste Frage sein: „Für wen gestalte ich den Raum und welches Gefühl möchte ich in diesem Raum vermitteln“. Der Mensch steht im Mittelpunkt aller Planspiele, alles andere entwickelt sich dann daraus.

Gez. Joachim G. Hallwachs

 

Treatmentroom ASIA

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Ist gemütlich gut genug, um die Seele zu streicheln?

Geposted Allgemein, Luxus Wellness, Wellness Gestaltung am März 2nd, 2010 von Katarina Banach – 2 Comments
yi spa, berlin

yi spa, berlin

Lieber Herr Joehnk, auch ich gehöre zum besagten Genre, obwohl nicht praktizierend – habe mich dennoch stets und über alles Andere hinweg mit der feinstofflichen Seite und Mission der Architektur befasst. Insofern erlaube ich mir, Ihre Worte nicht auf meine Kappe zu nehmen. Architekten – und ich kennen einige davon – können heilend Herz und Seele öffnen und eine positive Wirkung erzeugen – Glück, Begeisterung, Harmonie, Anregung, Beruhigung, Fröhlichkeit, Spiritualität, Schönheit, Sinnlichkeit, Wohlbefinden. Eine sinnlose Architektur kann dagegen Schaden anrichten. Damit kommt sicherlich nicht nur der Innenraumgestaltung eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu, sondern zunächst dem Raum an sich in all seiner Resonanzform und Fähigkeit den bewegten menschlichen Körper aufzunehmen.

In der Tat ist der Moderne die Gemütlichkeit gründlich abhanden gekommen. Warme Materialien, stimmungs-volle Farben und atmosphärisch wirksames Licht einzusetzen, widerstrebt vielen Planern, denen modulare Ordnung wichtiger ist als jegliche Anmutungsqualität, die so genannte Gemütlichkeit. Es ist, wie wir wissen und Sie es, lieber Herr Joehnk auch umsetzen,  durchaus möglich, sinnlich anregendes Ambiente zu bauen, ohne Funktionalität oder „ehrliche“ Materialwirkung zu verleugnen. Fern von Kitsch und Kulissencharakter überflüssiger Dekoration, dafür aber authentisch, stimmungsvoll und atmosphärisch wirksam.

Das Wellness-Erlebnis basiert dabei auf dem ganzheitlichen sinnlichen und körperlichen Erleben eines atmosphärischen Zusammenhangs. Ein immer größer werdende Bedürfnis ist Geborgenheit. Dies ist sowohl räumlich als auch menschlich zu verstehen. Wellnessgäste suchen zwar ein Stress reduzierendes Ambiente, aber keinesfalls puristische Kälte. Viele Wellness- und Spa-Architekten haben in den vergangenen Jahren mit ihren Kreationen Extreme geschaffen. Als Antwort auf orientalischen Zuckerbäckerstil und übertriebene Erlebniswelten aus Gips und Pappmaché folgte minimalistisches Design ohne Herz und Atmosphäre – eben genauso wie plüschige Üppigkeit mit Luxus-Anspruch – keine Räume für das Wohlfühlen. Architektur, die heilsame Freiräume schafft oder gar dem inneren Wachstum Impulse verleiht – wo ist sie denn zu finden?

Und wie viel an sinnlichen Reizen ist nötig und wie viel ist genug?

Keine kühle Klinikatmosphäre, keine Reizüberflutung, die Stress verursacht, keine Traumwolke, die den Besuchern etwas vorgaukelt und nicht einhalten kann, was sie verspricht.

Dem Raum zu trauen, ihm sich anvertrauen, schafft Entspannung. Wie dies zu realisieren ist, ist die Kernfrage. Was ist also eine heilende Raumwirkung? Und gibt es Gesetzmäßigkeiten für die Relation Architektur /Wohlbefinden bzw. Gesundheit, eine quasi ästhetische Formel für Harmonie und Balance?

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