Allgemein

Ganz normale alltägliche Dinge

Geposted Allgemein am Mai 10th, 2010 von Zarmina Penner – 3 Comments

In den letzten Wochen habe ich in Sachen Wohlbefinden einen kleinen Durchbruch geschafft und habe festgestellt, dass viele Wehwehchen und undefinierbare Ängste einfach mit falscher Ernährung zu tun haben. Im Prinzip keine weltbewegende Feststellung, aber für mich persönlich schon. Auch hier ist falsche Ernährung relativ, denn jeder Körper ist anders. Die Erkenntnis bei mir war, dass ich auf viele Nahrungsmitteln, vor allem in bestimmten Kombinationen, unterschwellig allergisch reagiere und so mich mit den besten Absichten quasi permanent in einem leicht krankhaften Zustand gehalten habe. Ich stelle fest, dass das Wohlbefinden sich von alleine einstellt, wenn man ganz normale alltägliche Dinge wie dreimal am Tag essen in richtigerweise tut. Eine Offenbarung.
Was wäre, wenn jeder von uns eine ganz persönliche und detaillierte Empfehlung zur richtigen Ernährung bekommen würde (und dies natürlich auch folgen würde). Wir würden schlagartig, eine Linderung in vielen unterschiedlichen Krankheiten, zum Beispiel chronische Kopfschmerzen, Depression oder Magen-Darm-Krankheiten, erzielen. Wir würden vielleicht sogar auf Dauer die Zahl der chronisch-kranken Menschen reduzieren und Heilung von akuten Krankheiten beschleunigen können. Davon bin ich überzeugt.

Schöne Grüße vom Isartor,
Zarmina Penner

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Nachhaltigkeit im Spa Betrieb – mal anders gesehen

Geposted Allgemein, Spa am Mai 4th, 2010 von Dagmar Rizzato – 2 Comments

Immer wieder interessant ist die Tatsache, dass wir uns in der Spa-Industrie dem Thema Wellness in geschriebenen wie auch gesprochenen Worten gerne widmen. Schade nur, dass Nachhaltigkeit offensichtlich sehr viel mehr betreffend Bau und Energie, denn Betrieb und Personal diskutiert wird. Nachfolgend ein paar Gedanken zum Thema “Nachhaltigkeit beim Qualitätsanspruch und Betrieb im Spa- und Wellnessbereich” mit ein paar Punkten zur Selbst-Reflexion:

1. Wann wurde in meinem Unternehmen das letzte mal ein Quality Check durchgeführt?

2. Gibt es in meinem Spa auch das in der Hotellerie übliche “morning meeting” in dem aktuelles zum Tag, Gästen, Abläufen besprochen wird?

3. Wann wurden meine Anwender im Spa das letzte Mal hinsichtlich der Einhaltung von Standards, Gastumgang als auch Gastorientierung geschult, bzw. deren Status erfasst?

4. Sind meine Qualitätsvorstellungen in Handbuch, Standards und internem Schulungskonzept dokumentiert, didaktisch als auch umsetzbar dargestellt?

5. Liegt mir ein Stärke- & Schwächeprofil aller meiner Mitarbeiter vor?

6. Kann ich klar benennen, was meine täglichen Führungs- und Leitungswerkzeuge des Spa Managements sind?

7. Wann wurden Ihre Gäste das letzte mal befragt, betreffend Aufenthalts-, Betreuungsqualität, Zufriedenheitsparameter?

8. Gibt es einen “Actionplan” zum Thema “Qualitätssteigerung” im Spa und wissen alle Mitarbeiter davon?

….bekanntlicher Weise ist die 8 die Zahl der Unendlichkeit. Diese Punkte lassen sich nahezu unendlich weiterführen. Nachhaltigkeit beginnt mit Selbstreflexion – in vielen Fällen, dazu möchte ich anregen und wünsche viel Erkenntnis und Freude am Aufarbeiten! Ganz im Sinne von Dr. Friedrich Assländer:

Veränderungen — Menschen müssen ihre geistige Komfortzone verlassen, das Vertraute, das Gewohnte, um etwas in ihrem Leben zu verändern. Das Neue ist risikobehaftet, es löst Unsicherheit aus. Deswegen wird es von den meisten Menschen vermieden. Die Bereitschaft für diesen Schritt kommt entweder aus einem großen Leidensdruck oder aus der Begeisterung für ein lohnendes Ziel. Diesen Schritt immer wieder zu wagen ist die einzige Möglichkeit, ein zufriedenes Leben zu führen.

Dagmar Rizzato

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Wer jammert, möge leben.

Geposted Allgemein, Medical Wellness am Mai 3rd, 2010 von Katarina Banach – 1 Comment

Die nachhaltigen Gedanken rund ums Wohlbefinden und seine Nuancen wurden schon lange vor uns ausgesprochen. Wem das Leben nicht schön genug erscheint, möge sich erinnern an Laotses:

Wer andere kennt, ist klug.
Wer sich selbst kennt, ist weise.
Wer andere besiegt, hat Kraft.
Wer sich selbst besiegt, ist stark.
Wer sich durchsetzt, hat Willen.
Wer sich genügen lässt, ist reich.
Wer seinen Platz nicht verliert, hat Dauer.
Wer auch im Tode nicht untergeht, der lebt.

(Tao Te King)

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Nachhaltiges Wohlbefinden, ganz persönlich

Geposted Allgemein am Mai 3rd, 2010 von Zarmina Penner – Be the first to comment

Wohlbefinden ist für jeden ganz unterschiedlich definiert. So unterschiedlich wie jeder Mensch anders ist. Der eine sieht Wohlbefinden eng geknüpft mit Gesundheit und allem, was dazu gehört. Für den anderen ist Wohlbefinden das intensive Ausüben eines Hobbys. Und für wiederum andere hat es mit einem regen Familienleben zu tun. Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten und in seiner aktuellen Lebensphase. Und das ist gut so. So sind wir Menschen und das wird sich nicht ändern. Die Definitionen von Lebensqualität und Wohlbefinden sind ganz nah beieinander. Für mich persönlich ist Wohlbefinden gleich eine robuste Gesundheit. Ein Zustand, in dem die geniale Natur selbst Wohlbefinden herstellen kann, auf ganz mühelose Weise. Der Wunsch und das Bestreben nach einem nachhaltigen Wohlbefinden –von mir aus betrachtet eine nachhaltige Gesundheit- ist ein ambitioniertes Ziel, aber durchaus im Rahmen des Möglichen, meine ich.

Im Markt der Gesundheit werden die Angebote nachhaltig erfolgreich werden, sein und bleiben, wenn sie a) eine authentisch-humanistische und empathische Sicht auf die Dinge haben, b) flexibel genug sind, individuelle Wünsche zu berücksichtigen und c) neben geschäftlichen Überlegeungen auch ein erhabenes altruistisches Ziel anstreben. Davon bin ich überzeugt.

Schöne Grüße vom Isartor,
Zarmina Penner

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Des Schönen bescheidener Bestand

Geposted Allgemein am Mai 2nd, 2010 von Katarina Banach – 1 Comment

Ich werde es mir gönnen, weil ich es mir wert bin. Egomanie? Weltfremdheit? Oder Lebensnähe? Unter erschwerten Bedingungen kommt meistens Sinnhaftiges zum Vorschein. Werthaltiges wird besonders wertvoll . Und oft kommen nicht erkannte Qualitäten zum Vorschein. Krisenstimmung, Zukunftsangst lassen so manche genussskeptische Stimmen aufkommen. Und Genießer werden des Selbstsüchtigen berüchtigt. Weil sie dem Luxus frönen. Und dieser ist in der Krisenzeit tabu. Verantwortungslos, leichtsinnig und überflüssig.

Diesen Zeitgenossen scheint jedoch der wahre Sinn des Genusses nicht bekannt. Da nicht nur von Freude und profundem Sachverstand begleitet – vielmehr wird im Genuss die Wahrnehmung geschärft, die Sinne verfeinert und Erfahrung reicher. Der Genießer trägt dazu bei, rare Kulturen zu bewahren und letztlich sichert er eine Entwicklung dessen, was geschätzt wird. Genuss lässt Menschen zusammen kommen, im Augenblick stehen zu bleiben und Zeit verkosten aus nächster Nähe. Genießer wissen, was Kultur ausmacht. Und schließlich, was auf Dauer Bestand haben wird.

Und wenn wir wieder mal in ein Luxus-Blütenbad eintauchen oder den Jahrgang 1940 seinem Gaumen schenken, so denken wir doch: Schön heißt naturnah. Menschlich und lebensnah, denn Schönheit ist, wenn wir zelebrieren, wer wir sind.

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Nachhaltiges Wohlbefinden

Geposted Allgemein, Reboot Wellness am April 26th, 2010 von Zarmina Penner – 12 Comments

Wo fängt man, den bereits vorhandenen Grad an Wohlbefinden zu steigern? Da wird jeder seinen eigenen Weg haben. Meine Erfahrung ist, dass der Weg dreistufig ist und in einer bestimmten Reihenfolge stattfinden muss. Wegen der Nachhaltigkeit vor allem. Kurze wohltuende Anwendungen und menschlicher Zuwendungen aller Art sind hilfreich, aber nicht wirklich nachhaltig. Die Wirkung verfliegt schnell. Nachhaltiges Wohlbefinden beginnt im Kopf, genauer gesagt im Geist. Sortieren und Ordnen aller Art ist der erste Schritt. Abwerfen von Ballasten. Platz für neue heilende Gedanken schaffen. Dafür braucht man Zeit. Es geht dann weiter mit dem Körper. Eigentlich genauso wie im Kopf: Den Körper sortieren lassen, Ballaste loswerden, Platz für heilende Nahrung schaffen. Das dritte Domain ist dann die Seele. Das Vorgehen ist anders, aber im Prinzip doch ähnlich, wobei wir viel zu schnell dabei sind, für fehlendes Wohlbefinden seelische Ursachen zu vermuten. Oft, sehr oft sogar meiner Ansicht nach, sind die anderen beiden Aspekte, also der Geist und der Körper, eher ursächlich beteiligt. Krankmachende Gedanken und krankmachendes Essen. Zugegebenermassen ist es nicht einfach, den persönlichen Weg zum Wohlbefinden zu finden. Umso wichtiger ist es so gesehen, jeden einzelnen Tag zumindest ein wenig dafür zu nutzen sich immer ein Stückchen mehr besser zu fühlen. Und wenn man im Geist nicht anfängt, blockiert der resolute Geist alle Bemühungen.

Schöne Grüße vom Isartor,
Zarmina Penner

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Ein Barometer für Wohlbefinden

Geposted Allgemein am April 19th, 2010 von Zarmina Penner – 1 Comment

Wohlbefinden wird uns immer und in jeder Lebenslage den richtigen Weg zeigen oder besser gesagt im Zustand des Wohlbefindens empfangen wir die besten Inspirationen. Motivation genug, meine ich, etwas für das Wohlbefinden zu tun.

Der erste Schritt zum Wohlbefinden ist die Selbst-Evaluation, eine Momentaufnahme. Fühle ich mich gerade wohl? Nehmen wir eine Skala von 1 bis 10. 10 ist der beste Wert. Dann fühlt man sich bombastisch, naja, wir wollen es nicht übertreiben. Wir fühlen eins mit allem um uns herum. Ein (warmes) Gefühl von Frieden, Leichtigkeit und wie gesagt, Verbundenheit.

Ist der Wert sagen wir mal unter 8, dann können wir auf die Suche gehen. Da gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, die uns die Natur beschenk hat, um uns zu reflektieren. Heute machen wir eine Blitzerhebung, den Augenbrauentest.

Sind die Augenbrauen beim Betrachten im Spiegel auf gleicher Höhe, dann ist das ein gutes Zeichen. Strahlen die Augen, dann gibt es nur wenig, was getan werden muss. Heh, sagen Sie? Was ist das denn? Nun ja, das habe ich vor einigen Jahren irgendwo gelesen. Ich weiß beim besten Willen nicht mehr wo. Gearbeitet habe ich damit und da ist sicher etwas dran.

Strahlende Augen stehen für Zuwendung. Man erhält oder man gibt sich ausreichend Zuwendung. Am besten beides. Die berühmte “Zeit für mich”.

Die rechte Augenbraue steht für die Liebe (Privatleben), die linke für Anerkennung (Berufsleben). Fehlt eine der beiden Emotionen oder ist nicht ausreichend vorhanden, dann steht die entsprechende Augenbraue tiefer, da das Gesicht durch das Fehlen der Emotion an der Seite weniger Spannung hat. Die Gesichtsseite hängt quasi. Fehlen beide Emotionn, dann sind beide Augenbrauen wieder auf gleicher Höhe jedoch tiefer, aber die Augen strahlen nicht. Dann ist die höchste Alarmstufe angelangt. Und wenn es wieder dem Menschen besser geht, dann verändert sich das Gesicht wieder zurück. Das Gesicht ist ein natürlicher Barometer.

Gibt ist hierfür wissenschaftliche Evidenz? Nö, nicht, dass ich wüsste. Weiß ich, ob da etwas dran ist? Yep.

Probieren Sie es einfach aus. Probieren geht über…

Schöne Grüße vom Isartor,
Zarmina Penner

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Was heißt Wellness überhaupt?

Geposted Allgemein am April 1st, 2010 von Frank Schnitzler – 3 Comments

Was verbindet man mit dem Wort Wellness? Ist alles Wellness, wo Wellness draufsteht? Zunächst mal ist das Wort leider abgenutzt, weil es so oft auch fälschlicherweise benutzt wird. Für mich ist Wellness Ruhe, angenehme Farben und Materialien, Service, Sauberkeit und kompetente Betreuung. Fachkundige Massagen, die meine Beweglichkeit ähnlich wie Sport erhalten und meine Durchblutung fördern, darauf stehe ich. Und wenn Schwimmen, Gesichtsbehandlungen sowie Maniküren und Pediküren möglich sind und diese an mir arbeitenden Menschen freundlich, fröhlich und kompetent sind, werde ich zum schnurrenden Kater.

Ein gutes Beispiel ist das Momentum Spa in Düsseldorf unter der Leitung von Tessa Wöber. Hier stimmt alles. Oder das Spa des Hotels Dolder in Zürich. Hier ist Wellness auch wirklich Wellness. Und alle Angestellten haben Dienstleistung verstanden.

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Eine dankbare Zielgruppe

Geposted Allgemein, Wellness Marketing am März 22nd, 2010 von Swen Laempe – 1 Comment

Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten und ihr Potential für das Wellness Marketing

Foto: © Robert Kneschke - Fotolia.com

Foto: © Robert Kneschke - Fotolia.com

Gluten, Laktose, Fruktose oder Histamin … es gibt viele Inhaltsstoffe in unseren Nahrungsmitteln, die manchen Menschen im wahrsten Sinne des Wortes „Bauchschmerzen“ bereiten. Und nicht nur das – wer an einer Unverträglichkeit dieser Stoffe leidet, muss bei Verzehr mit einer Vielzahl von Beschwerden rechnen: Gewichtsverlust, Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Hautreizung, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, u.v.m.

Urlaub trotz oder mit Zöliakie?

Da diese Intoleranzen nicht heilbar sind, hilft nur eine strikte Diät – ein lebenslanger Verzicht auf alle Speisen mit dem unverträglichen Inhaltsstoff.

Nehmen wir das Beispiel Zöliakie: eine Unverträglichkeit gegen das in vielen Getreidesorten vorkommende Gluten. Schon kleinste Mengen können den Körper langfristig schädigen. Daher gibt es für die Betroffenen – über 400 000 alleine in Deutschland – keinen spontanen Snack zwischendurch, kein unbeschwertes Dinner im Restaurant.

Viele Menschen mit Zöliakie scheuen sich, wegzufahren oder auszugehen – aus Angst, auf Unverständnis zu stoßen oder versehentlich falsche Lebensmittel zu sich zu nehmen. Umso dankbarer sind sie, wenn sie besondere Angebote finden, die ihnen ein garantiert glutenfreies Essen oder einen glutenfreien Urlaub ermöglichen! Gerade die Wellness-Branche, in der sich alles um körperliches Wohlbefinden und Genuss dreht, sollte auf diese Bedürfnisse eingehen.

Eine Marketing-Lücke?

In Ländern wie Österreich, Italien oder in Skandinavien sind Zöliakie-Betroffene schon längst als wichtige Zielgruppe identifiziert worden – einem Trend, dem Deutschland noch hinterherhinkt. Dabei zahlen sich spezielle Zöliakie-Angebote im Wellnessbereich aus. Das zeigen unsere eigenen Erfahrungen:

Seit August 2009 konnten wir für zwei Wellnesshotels in den Dolomiten 201 Conversions und eine Click-Through-Rate von 6,3% erreichen. Mit entsprechenden Kampagnen bei Google und Yahoo sowie Direct E-Mail Marketing an Zöliakie-Betroffene. Nur zur Orientierung: Ein CTR-Wert unter 1 ist schlecht, liegt er zwischen 1 und 3 gilt die Marketing-Maßnahme bereits als erfolgreich.

Ob es an der steigenden Zahl der Erkrankten oder am steigenden Bewusstsein für diese Erkrankungen liegt – die Nachfrage nach Angeboten für Menschen mit einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit wird in Zukunft steigen.

Sich darauf einzustellen lohnt sich: für die Betroffenen wie für die Anbieter!

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Der feine Sinn für Pitahaya©

Geposted Allgemein, Luxus Wellness am März 14th, 2010 von Katarina Banach – 3 Comments

pitahaya3“Sorge für den Luxus, und die Notwendigkeiten werden selbst Sorge für sich tragen,“ witzelte einst der Dandy Oscar Wilde. Leider versäumte er zu sagen, was Luxus ist. Sind es Trüffel aus dem Perigord oder etwa Valrhona Schokolade? Eine warme Decke auf dem Nordpol? Oder den frisch ersteigerten Picasso fußläufig heim zu tragen, da der persönliche Chauffeur gerade heute frei hat? Und überhaupt: was sollen wir vom Luxus halten? Ist es bloß Konsum? Oder eine der natürlichsten Sachen der Welt?

Im alltäglichen Gebrauch ist Luxus ein nicht essenzielles Ding, aber zielführend für Genuss und Komfort, etwas Kostbares oder schwer Erreichbares. Der Ursprung im Lateinischen mündet in Bedeutungen wie „Extravaganz“, „Pracht“ oder „Magnifizenz“. Aber es gibt auch Luxus im Sinne von „fern“ und „deplatziert“. Eine gängige Definition meint ganz einfach das, was sich die wohlhabenden 0,2 Prozent der Weltpopulation leisten können, etwa in einem Unter-Wasser-Restaurant zu dinieren und umgeben von Barracudas und Piranhas Sushi zu verspeisen. Oder eine Weltraumreise zu buchen.

Ist es aber doch nicht mehr als Geld und ausschweifende Lebensart?
Die Wirtschaftswoche schrieb einmal, Luxus sei ein Zustand des Bewusstseins und weniger des Portemonnaies. Es ist vielmehr die Freiheit von Verpflichtungen und Zwängen. Luxus bewusste Menschen zelebrieren nämlich ihr Leben als eine Kostbarkeit. Und pflegen ihre Unabhängigkeit, jeden Tag. Fern vom Trend, fern vom Mainstream, fern von jeglicher Autorität. Sie wenden sich von Dingen ab, sobald diese in den Allgemeingebrauch geraten oder gar selbstverständlich werden. Wenn jeder Kaviar ist, wird Knäckebrot zur Delikatesse.

Die Idee des „Auszukommen ohne“ hat eine ganze Industrie erschaffen: Tüchtige Manager besuchen Spas, um Trost vom bewegten Leben zu finden. Hier fließt die Zeit anders, ohne Handys, ohne Laptops, ohne Pflichten. Fasten-Weekends sollen für Reinigung der Sinne sorgen und helfen dem Geist, sich wieder zu sammeln. Nicht weniger begehrt sind Klosteraufenthalte, die in wenigen Tagen einen dazu bringen, über das wirklich Wichtige im Leben nachzudenken.

Ist nicht hier der wahre Sinn von Wellnessangeboten verborgen?

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