Wellness Gestaltung

Wohlbefinden

Geposted Reboot Wellness, Wellness Gestaltung am April 19th, 2010 von Zarmina Penner – 1 Comment

Wenn Sie mich fragen würden, was mein allererstes Ziel im Alltag ist oder wenn Sie mich fragen würden, was das höchste Ziel in meinem Leben ist, was über allen Zielen steht, dann würde ich sagen, das ist Wohlbefinden.

Vielleicht wären Sie dann insgeheim enttäuscht. Wohlbefinden, das klingt nicht klug oder sexy, eher banal. Eher nach bla bla. Gähn. Es gab Zeiten, da habe ich selbst so darüber gedacht.

Aber ich bleibe dabei. Wohlbefinden ist die Quelle für alles.

Aus diesem Gefühl  heraus ist alles möglich, denn dann ist die Verbindung mit der höchsten Quelle der  Inspiration  -wie auch immer wir sie nennen- hergestellt, der Zugang quasi freigeschaltet. Neue Gedanken entstehen, die verändernd wirken können, wenn es notwendig ist. Gedanken, mit denen man negative Situationen de-eskalieren, positive Situationen kreieren oder einfach neutrale Situationen geniessen kann. Ob im Privaten oder im Beruflichen. Wohlbefinden ist der Schlüssel.  Wohlbefinden ist ein Ausdruck von Gesundheit. Gesunder Körper, gesunde Seele und gesunder Geist. Wohlbefinden.

In meinen wöchentlichen Blogbeiträgen möchte ich mich mit Themen beschäftigen, die das Wohlbefinden optimieren.  Quasi meine tägliche Leidenschaft hier zum Ausdruck bringen, mit Ihnen teilen. In kleinen Anekdoten, Ideen und Beispielen.

Schöne Grüße vom Isartor,
Zarmina Penner

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Suchst Du Wellness, gehe in den Garten!

Geposted Wellness Gestaltung am März 9th, 2010 von Manuel Sauer – 5 Comments
Projektfoto von Terramanus Landschaftsarchitektur: Private Parkanlage
Projektfoto von Terramanus Landschaftsarchitektur: Privater Wellnessgarten

Es klingt verblüffend simpel und das ist es auch: Der perfekte Ort der Entspannung ist ein ansprechender Garten, denn er spiegelt den Wellnessgedanken in idealer Weise wieder.

Da der Mensch ein Teil der Natur ist, bleibt eine gepflegte, gesunde Naturumgebung für ihn der stärkste Indikator für wahre Harmonie und Sicherheit. Hier kommt Mensch zur Ruhe. Daher eignet sich das authentische Naturerlebnis auch in besonderem Maße, um ein starkes Wohlgefühl und tiefe Zufriedenheit zu schaffen.

Wie bei einer Indoor-Wellnessoase verlangt allerdings auch der Wellnessgarten ein hohes Maß an ästhetischer, bautechnischer aber auch gärtnerischer Detailqualität. So gestaltet wird dieses lebende Paradies seine auf feinste Sinnenswahrnehmungen sensibilisierten Besucher und Besucherinnen dann jedoch überzeugend bedienen, über viele Jahre und – in wechselndem Antlitz – zu jeder Jahreszeit.

Die Basis dafür ist immer ein zielgruppengerechtes und klug abgewogenes Nutzungskonzept. Formal kann der Wellnessgarten dann edel und exklusiv daherkommen, opulent wirken oder puristisch oder er kann auch einfach nur ein völlig unberührtes Naturbild in feinen Konturen nachzeichnen. Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie dieser wunderschöne Planet.

Doch dann ist dieses grüne Refugium vor allem nur noch eines: ein wunderschöner Garten… – findest Du nicht?

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Form follows Function???

Geposted Allgemein, Luxus Wellness, Medical Wellness, Spa, Wellness Gestaltung am März 3rd, 2010 von Joachim Hallwachs – 1 Comment

 

In dem Leittext der Themenübersicht ist mir dieser Satz aufgefallen.

Für die Wellness-Branche gilt die Formel „Form follows Function“.

Ist dies wirklich so?? Ich behaupte, Nein, dies kann nicht richtig sein.

Dieser Ansatz ist ebenso falsch wie „Function follows Design“.

Beides ist gleichermassen unrichtig.

Erfolgreiche Innenarchitektur muss beide Formeln auf gleich hohem Niveau umsetzen.

Dafür ein einfaches Beispiel:

Wenn ich für eine Treatment-Suite das unentbehrliche Nutzmöbel (Trolley oder Festeinbau) designe und dies wunderschön mache, jedoch die Funktion vernachlässige, wird dies die tägliche Arbeit der Mitarbeiter erschweren. Sie werden damit nie glücklich sein und dies auch nonverbal kommunizieren.

Wenn ich jedoch jede Schublade exakt in die richtige Position bringe, alle Einschübe auf die jeweiligen Produkte perfekt abgestimmt habe, das Möbel am Ende aussieht wie aus der Zahnarztpraxis (nichts gegen Zahnärzte, aber auch hier könnte man über die Gestaltung von Behandlungsräumen durchaus nachdenken) entsprungen, wird dies das Raumfeeling und Wohlgefühl des Gastes nicht positiv stimulieren.

Beide dieser Formeln müssen daher nicht nur auf gleich hohem Level erfüllt werden, sondern sie müssen vor allem dem Weg „Function and Design follows Emotion“ folgen. Wir entwickeln keine Produkte, wir verkaufen in der Hotellerie, in Thermen, in Day Spa`s Träume. Wir wollen unsere Klienten „glücklich“ machen.

Daher muss für den Innenarchitekten immer die erste Frage sein: „Für wen gestalte ich den Raum und welches Gefühl möchte ich in diesem Raum vermitteln“. Der Mensch steht im Mittelpunkt aller Planspiele, alles andere entwickelt sich dann daraus.

Gez. Joachim G. Hallwachs

 

Treatmentroom ASIA

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Ist gemütlich gut genug, um die Seele zu streicheln?

Geposted Allgemein, Luxus Wellness, Wellness Gestaltung am März 2nd, 2010 von Katarina Banach – 2 Comments
yi spa, berlin

yi spa, berlin

Lieber Herr Joehnk, auch ich gehöre zum besagten Genre, obwohl nicht praktizierend – habe mich dennoch stets und über alles Andere hinweg mit der feinstofflichen Seite und Mission der Architektur befasst. Insofern erlaube ich mir, Ihre Worte nicht auf meine Kappe zu nehmen. Architekten – und ich kennen einige davon – können heilend Herz und Seele öffnen und eine positive Wirkung erzeugen – Glück, Begeisterung, Harmonie, Anregung, Beruhigung, Fröhlichkeit, Spiritualität, Schönheit, Sinnlichkeit, Wohlbefinden. Eine sinnlose Architektur kann dagegen Schaden anrichten. Damit kommt sicherlich nicht nur der Innenraumgestaltung eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu, sondern zunächst dem Raum an sich in all seiner Resonanzform und Fähigkeit den bewegten menschlichen Körper aufzunehmen.

In der Tat ist der Moderne die Gemütlichkeit gründlich abhanden gekommen. Warme Materialien, stimmungs-volle Farben und atmosphärisch wirksames Licht einzusetzen, widerstrebt vielen Planern, denen modulare Ordnung wichtiger ist als jegliche Anmutungsqualität, die so genannte Gemütlichkeit. Es ist, wie wir wissen und Sie es, lieber Herr Joehnk auch umsetzen,  durchaus möglich, sinnlich anregendes Ambiente zu bauen, ohne Funktionalität oder „ehrliche“ Materialwirkung zu verleugnen. Fern von Kitsch und Kulissencharakter überflüssiger Dekoration, dafür aber authentisch, stimmungsvoll und atmosphärisch wirksam.

Das Wellness-Erlebnis basiert dabei auf dem ganzheitlichen sinnlichen und körperlichen Erleben eines atmosphärischen Zusammenhangs. Ein immer größer werdende Bedürfnis ist Geborgenheit. Dies ist sowohl räumlich als auch menschlich zu verstehen. Wellnessgäste suchen zwar ein Stress reduzierendes Ambiente, aber keinesfalls puristische Kälte. Viele Wellness- und Spa-Architekten haben in den vergangenen Jahren mit ihren Kreationen Extreme geschaffen. Als Antwort auf orientalischen Zuckerbäckerstil und übertriebene Erlebniswelten aus Gips und Pappmaché folgte minimalistisches Design ohne Herz und Atmosphäre – eben genauso wie plüschige Üppigkeit mit Luxus-Anspruch – keine Räume für das Wohlfühlen. Architektur, die heilsame Freiräume schafft oder gar dem inneren Wachstum Impulse verleiht – wo ist sie denn zu finden?

Und wie viel an sinnlichen Reizen ist nötig und wie viel ist genug?

Keine kühle Klinikatmosphäre, keine Reizüberflutung, die Stress verursacht, keine Traumwolke, die den Besuchern etwas vorgaukelt und nicht einhalten kann, was sie verspricht.

Dem Raum zu trauen, ihm sich anvertrauen, schafft Entspannung. Wie dies zu realisieren ist, ist die Kernfrage. Was ist also eine heilende Raumwirkung? Und gibt es Gesetzmäßigkeiten für die Relation Architektur /Wohlbefinden bzw. Gesundheit, eine quasi ästhetische Formel für Harmonie und Balance?

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Ist Gemütlichkeit peinlich?

Geposted Wellness Gestaltung am März 1st, 2010 von Lutz Hertel – 3 Comments

SPA Lounge im Hotel Ritter/ JOI-Design

Wir (JOI-Design) sind gestalterisch tätig für Wellnessanlagen, Restaurants und Hotels.
Von der Ausbildung her sind wir Innenarchitekten – aber oft steht unsere Arbeit im Widerspruch zu gängigem Architekten-Mainstream.
Architekten mögen es gerne schwarz / weiß kariert, sie suchen Bezugspunkte, versuchen fluchtende Linien zur Deckung zu bringen, reduzieren Form und Farbe bis zum weißen Würfel, betreiben Formalismus ohne auf Praktikabilität zu achten …. ?
Ist das der Grund, warum unser Terrain zunehmend an Generalunternehmer und planende Ausführungsbetriebe geht?
Haben Innen-Architekten generell eine Cool-Design-Macke, die sie per se disqualifiziert Bereiche zu gestalten, in denen sich Menschen wohl fühlen sollen?
Muss das „wahrhaftige, schöne, gute“ dem Architekten so gerne nachjagen immer entrückt, unnahbar sogar unterkühlt sein?
Ist Gemütlichkeit peinlich ????????????
Unter Architekten wird Behaglichkeit oft assoziiert mit Bierdunst geschwängerter Luft, thumber Volkstümelei, rustikalem Spießertum, … und noch schlimmerem.
Im Gegenzug sehen breite Teile der Bevölkerung die Architekten als Spinner im Elfenbeinturm, die menschenfeindliche Räume bauen – die eher an Schlachthäuser als an „Wohlfühlbereiche“ erinnern.
Vielleicht ist an Beidem etwas dran!
Möglicherweise denkt man bei „Architekt“ automatisch an die Stars der Szene, die vor allen Dingen bekannt würden durch Bürotürme in Stahl und Glas.
Unser Selbstverständnis ist jedoch ein Anderes:
Wir wollen mit unserem Design nicht Menschen erziehen, sondern wir wollen sie mit Atmosphäre umarmen. Menschen sollen sich in unseren Räumen wohl fühlen – insbesondere in der Freizeit und ganz speziell, wenn sie fast nackt, dem Raum schutzlos ausgeliefert sind.
Wellness-Gestaltung ist aus unserer Sicht auch ein Stück optischer Wellness. Wohlbefinden für das Auge. Wohlbefinden im Raum ist auch ein Stück Wohlbefinden für die Seele – und damit ein Kernthema des Wellnessgedankens, der ohne „gute“ Innenarchitektur nicht zu Ende gedacht ist!

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