Eine dankbare Zielgruppe

Beitrag der Kategorie Allgemein, Wellness Marketing am März 22nd, 2010 von Swen Laempe – 1 Kommentar

Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten und ihr Potential für das Wellness Marketing

Foto: © Robert Kneschke - Fotolia.com

Foto: © Robert Kneschke - Fotolia.com

Gluten, Laktose, Fruktose oder Histamin … es gibt viele Inhaltsstoffe in unseren Nahrungsmitteln, die manchen Menschen im wahrsten Sinne des Wortes „Bauchschmerzen“ bereiten. Und nicht nur das – wer an einer Unverträglichkeit dieser Stoffe leidet, muss bei Verzehr mit einer Vielzahl von Beschwerden rechnen: Gewichtsverlust, Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Hautreizung, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, u.v.m.

Urlaub trotz oder mit Zöliakie?

Da diese Intoleranzen nicht heilbar sind, hilft nur eine strikte Diät – ein lebenslanger Verzicht auf alle Speisen mit dem unverträglichen Inhaltsstoff.

Nehmen wir das Beispiel Zöliakie: eine Unverträglichkeit gegen das in vielen Getreidesorten vorkommende Gluten. Schon kleinste Mengen können den Körper langfristig schädigen. Daher gibt es für die Betroffenen – über 400 000 alleine in Deutschland – keinen spontanen Snack zwischendurch, kein unbeschwertes Dinner im Restaurant.

Viele Menschen mit Zöliakie scheuen sich, wegzufahren oder auszugehen – aus Angst, auf Unverständnis zu stoßen oder versehentlich falsche Lebensmittel zu sich zu nehmen. Umso dankbarer sind sie, wenn sie besondere Angebote finden, die ihnen ein garantiert glutenfreies Essen oder einen glutenfreien Urlaub ermöglichen! Gerade die Wellness-Branche, in der sich alles um körperliches Wohlbefinden und Genuss dreht, sollte auf diese Bedürfnisse eingehen.

Eine Marketing-Lücke?

In Ländern wie Österreich, Italien oder in Skandinavien sind Zöliakie-Betroffene schon längst als wichtige Zielgruppe identifiziert worden – einem Trend, dem Deutschland noch hinterherhinkt. Dabei zahlen sich spezielle Zöliakie-Angebote im Wellnessbereich aus. Das zeigen unsere eigenen Erfahrungen:

Seit August 2009 konnten wir für zwei Wellnesshotels in den Dolomiten 201 Conversions und eine Click-Through-Rate von 6,3% erreichen. Mit entsprechenden Kampagnen bei Google und Yahoo sowie Direct E-Mail Marketing an Zöliakie-Betroffene. Nur zur Orientierung: Ein CTR-Wert unter 1 ist schlecht, liegt er zwischen 1 und 3 gilt die Marketing-Maßnahme bereits als erfolgreich.

Ob es an der steigenden Zahl der Erkrankten oder am steigenden Bewusstsein für diese Erkrankungen liegt – die Nachfrage nach Angeboten für Menschen mit einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit wird in Zukunft steigen.

Sich darauf einzustellen lohnt sich: für die Betroffenen wie für die Anbieter!

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ITB – Feeling

Beitrag der Kategorie Wellness Trends am März 15th, 2010 von Franka Haenig – 4 Kommentare

Mit vielen Eindrücken  zurück von der ITB, auf der das Thema Wellness immer mehr Raum einnimmt und Beachtung findet. Schön: Es herrschte eine positive Stimmung. das war vor einem Jahr nicht so. Überall wird (vorsichtig) investiert, der Service stärker ausgebaut und die Individualität des Hauses gestärkt. Die Krise scheint überwunden. Gab es ähnliche Erfahrungen von ITB-Besuchern?

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Virtuelles Wellness am Monitor

Beitrag der Kategorie Wellness Marketing am März 15th, 2010 von Sylvia Dinter – Beitrag kommentieren

In der Wellness-Branche gibt es den Trend hin zu nachhaltigen Materialien, schönen Formen und hochwertigen Produkten für den haptischen Genuß. Doch so wichtig wie die „Elemente zum Anfassen“ für den Besucher auch sein mögen: Hinter den Kulissen werden immer mehr Entscheidungen an Computer-Monitoren getroffen, ganz ohne „Anfassen“. Zwei aktuelle Beispiele machen deutlich, wie wichtig die IT auch für unsere Branche geworden ist. Nehmen wir zum Beispiel die MediMouse® aus der Schweiz, die in Deutschland durch die Lucamed International vertrieben wird. Mit diesem kleinen High-Tech-Helfer wird schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen die Wirbelsäule vermessen. So können Fehlstellungen der Wirbel aufgedeckt und sogleich die richtigen Übungen und Anwendungen vorgeschlagen werden. Und das macht – schöne neue Welt – die Software der MediMouse am Computer von ganz allein!

Was für Physiotherapeuten oder Mediziner kein Problem ist, dürfte für so manchen Kollegen aus der Wellness-Branche nicht zum Alltag gehören. Dank des MediMouse-Programms können nun aber auch Wellness-Studios und Fitness-Anlagen vorgefertigte Übungsserien für die Rückengesundheit anbieten und sich somit eine wichtige gesundheitliche und präventive Kompetenz aneignen. Zudem können die Vorschläge auch durch Bilder – eigene oder vorgefertigte – bereichert und der Übungsplan an jedem handelsüblichen Drucker sogleich ausgedruckt werden. Eigenes Logo drauf, fertig ist der professionelle virtuelle Übungsplan. Die neue Technik macht´s möglich!

Angesichts der Vielfalt der Studios und Angebote gibt es noch weitere Sensationen, die dank der Computer möglich sind. So erlaubt das neue Fitness- und Präventions-Portal www.evivi.de, von dem ich schon eine Vorab-Version testen durfte, ab April 2010 den Vergleich von Fitness/Wellness-Studios im eigenen Wohn- oder Arbeitsumfeld oder an einem beliebigen Ort anhand bestimmter, individueller Kriterien. So kann ich in Zukunft mit www.evivi.de meine Anlage nach Anzahl der Saunen, Anwendungen oder der Kurse, nach Gesamtgröße oder nach der Spezialisierung der Personal Trainer auswählen. Das erspart die lange Suche beispielweise nach versteckten Kursplänen oder unverständlichen Preisen, da bei evivi alle Informationen übersichtlich angezeigt werden. Bis zu drei beliebige Fitness- und Wellness-Anlagen lassen sich kostenfrei im Internet abrufen und vergleichen.

Und die Anbieter? Diese können sich kostenfrei eintragen und erscheinen dann in der Vergleichssuche und im Index von evivi neben den anderen Studios. Oder sie entscheiden sich für die Premium-Mitgliedschaft und werden dann bevorzugt gelistet, mit Logo- und Fotoeinbindung. Wie auch immer sich die Betreiber aber entscheiden: Sie können von der neuen Übersichtlichkeit am PC profitieren und werden schneller von der richtigen Zielgruppe gefunden. So macht das Training dann wieder mehr Spaß – an richtigen Geräten, versteht sich.

Wellnessangebote und -Feeling auch ohne „Human Touch“? Wo liegen die Stärken und Schwächen der virtuellen Angebote und Möglichkeiten?

Sylvia Dinter

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Der feine Sinn für Pitahaya©

Beitrag der Kategorie Allgemein, Luxus Wellness am März 14th, 2010 von Katarina Banach – 3 Kommentare

pitahaya3“Sorge für den Luxus, und die Notwendigkeiten werden selbst Sorge für sich tragen,“ witzelte einst der Dandy Oscar Wilde. Leider versäumte er zu sagen, was Luxus ist. Sind es Trüffel aus dem Perigord oder etwa Valrhona Schokolade? Eine warme Decke auf dem Nordpol? Oder den frisch ersteigerten Picasso fußläufig heim zu tragen, da der persönliche Chauffeur gerade heute frei hat? Und überhaupt: was sollen wir vom Luxus halten? Ist es bloß Konsum? Oder eine der natürlichsten Sachen der Welt?

Im alltäglichen Gebrauch ist Luxus ein nicht essenzielles Ding, aber zielführend für Genuss und Komfort, etwas Kostbares oder schwer Erreichbares. Der Ursprung im Lateinischen mündet in Bedeutungen wie „Extravaganz“, „Pracht“ oder „Magnifizenz“. Aber es gibt auch Luxus im Sinne von „fern“ und „deplatziert“. Eine gängige Definition meint ganz einfach das, was sich die wohlhabenden 0,2 Prozent der Weltpopulation leisten können, etwa in einem Unter-Wasser-Restaurant zu dinieren und umgeben von Barracudas und Piranhas Sushi zu verspeisen. Oder eine Weltraumreise zu buchen.

Ist es aber doch nicht mehr als Geld und ausschweifende Lebensart?
Die Wirtschaftswoche schrieb einmal, Luxus sei ein Zustand des Bewusstseins und weniger des Portemonnaies. Es ist vielmehr die Freiheit von Verpflichtungen und Zwängen. Luxus bewusste Menschen zelebrieren nämlich ihr Leben als eine Kostbarkeit. Und pflegen ihre Unabhängigkeit, jeden Tag. Fern vom Trend, fern vom Mainstream, fern von jeglicher Autorität. Sie wenden sich von Dingen ab, sobald diese in den Allgemeingebrauch geraten oder gar selbstverständlich werden. Wenn jeder Kaviar ist, wird Knäckebrot zur Delikatesse.

Die Idee des „Auszukommen ohne“ hat eine ganze Industrie erschaffen: Tüchtige Manager besuchen Spas, um Trost vom bewegten Leben zu finden. Hier fließt die Zeit anders, ohne Handys, ohne Laptops, ohne Pflichten. Fasten-Weekends sollen für Reinigung der Sinne sorgen und helfen dem Geist, sich wieder zu sammeln. Nicht weniger begehrt sind Klosteraufenthalte, die in wenigen Tagen einen dazu bringen, über das wirklich Wichtige im Leben nachzudenken.

Ist nicht hier der wahre Sinn von Wellnessangeboten verborgen?

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Warum braucht Wellness neue Namen

Beitrag der Kategorie Reboot Wellness am März 13th, 2010 von Juergen Woldt – 1 Kommentar

Erstmalig beworben habe ich Wellness als Unternehmer bei der Eröffnung meines do it Bewegungsstudios im Jahr 1982 unter dem Slogan „Wohlbefinden für Dich und Deinen Körper“. So war es niedergeschrieben in meinem Eröffnungsprospekt, der an alle niedergelassenen Haushalte der Umgebung ging und gute Resonanz erzeugte.  Mit dieser Aussage zu Wellness wurde schon damals deutlich, dass der Körper nur ein Teil von mir ist, der andere Teil ist etwas, was unabhängig von meinem Körper existiert. Die WHO benannte dieses Gesamtgebilde in der Ottawa Charta „psychosoziales Wohlbefinden“.

Seit 1982 ließ mich der Gedanke nicht mehr los, dass es neben dem Wohlbefinden resultierend aus körperlichen Ertüchtigung auch eines geben muss, das unabhängig davon existent ist.

In den 90er Jahren wurde mir klar, dass Wellness nicht Wohlbefinden bedeutet, sondern das Wellness viel umfänglicher und vielschichtiger betrachtet werden muss, nämlich als ein Lebenskunstkonzept. Gemeint ist damit, die Kunst wie Menschen individuell im Alltag Fähigkeiten entwickeln mit Herausforderungen so umzugehen, dass sie ihr Leben im Sinne eines Kohärenzgefühls genießen können.

Gestatten Sie mir noch mal einen Rückblick: Im  Jahre 1986 wurde in Ottawa in der Charta der WHO ganz offiziell ein Gesundheitsförderungsgedanke verabschiedet. Dort heißt es, Gesundheitsförderung umfasst Maßnahmen und Aktivitäten, mit denen die Stärkung der Potentiale der Menschen erreicht werden soll. Weiter heißt es, Gesundheit wird durch den Menschen selbst geschaffen, dort wo er spielt, lernt, arbeitet, liebt und lebt.

Angesprochen wird hier also eine Handlungskompetenz des Menschen. Das „richtige“ für sich im Alltag zu finden und das „richtige“ im Alltag zu tun.

Bis heute sind sich einige Experten einig, dass sich Wellness auf die gesunde Lebensweise von Menschen bezieht.

Selbst die Mehrheit der Bevölkerung glaubt heute, dass Wellness nicht ein Produkt ist, sondern vielfältige Dimensionen von Lebensqualitäten beinhaltet.

Persönlich beschäftigt mich seit 30 Jahren die Frage, wie der Mensch Wellness für sich persönlich spüren und erleben kann. Mittlerweile bin ich fündig geworden. Meine Sichtweisen und praktischen Konzepte vermittle ich in Fortbildungen in unserer do it Wellnessakademie.

Viele Jahre lang waren meine Frau und ich Einzelkämpfer in der Bildungslandschaft der Wellnessanbieter, was die Vertretung und Ausrichtung unserer Wellness- und Gesundheitsphilosophie anging. Wir blieben uns all die Jahre treu, ließen uns nicht verzwecken und lehrten unseren Wellness Trainern eine Philosophie der Lebenskunst.

Meine Frage ist nun: Warum brauchen wir heute die verschiedenen Bezeichnungen für Wellness, wie z.B. Medical Wellness, REAL Wellness, Reboot Wellness, Luxus Wellness, usw.? Haben wir selbst keine Hoffnung mehr für die ursprüngliche Idee von Wellness eintreten zu können?

Nach wie vor stellt sich für mich Wellness als ein ursprünglicher individueller Ausdruck und eine Handlungsfähigkeit eines Menschen dar, basierend auf einem Menschenbild eines mündigen und aktiven Bürgers, der sich einsetzt für sich und für andere, um Lebensqualitäten zu schaffen und zu fühlen.

Wellness wird so betrachtet als ein Seinszustand – von dem Menschen selbst ausgehend. So kann doch Wellness überall gelebt werden, ob in einer Badelandschaft im Hotel, als Massage oder Saunaanwendung, beim Marathonlauf, beim Kochen, beim Einkaufen!

Wir dürfen Wellness nicht betrachten unter dem Aspekt der Kuration, was bedeutet, Maßnahmen zur Anwendung zu bringen, um verbesserte Funktion herbeizuführen – egal ob nun körperlich, emotional oder mental.

Vielmehr ist Wellness ein Seinszustand, der geprägt ist von meiner Fähigkeit, in meiner Umgebung für mich sinnvoll handeln zu können. Die Nebeneffekte können dann sein: Genuss, Wohlbefinden, Zufriedenheit, usw.,usw.,

In diesem Zusammenhang und zur Poetisierung meines Standpunktes möchte ich auf eine Aussage von Thomas von Aquin verweisen, der mir aus der Seele spricht, wenn er sagt: „Ein dreifaches ist des Menschen Heil. Zu wissen, was er glauben soll, zu wissen, wonach er verlangen soll und zu wissen, was er tun soll.“

In diesem Sinne möchte ich schließen, ohne einen neuen Namen für Wellness prägen zu müssen wie etwa „Aquin Wellness“- oder was meinen Sie?

Herzlichst Ihr

Jürgen Woldt

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Suchst Du Wellness, gehe in den Garten!

Beitrag der Kategorie Wellness Gestaltung am März 9th, 2010 von Manuel Sauer – 5 Kommentare
Projektfoto von Terramanus Landschaftsarchitektur: Private Parkanlage
Projektfoto von Terramanus Landschaftsarchitektur: Privater Wellnessgarten

Es klingt verblüffend simpel und das ist es auch: Der perfekte Ort der Entspannung ist ein ansprechender Garten, denn er spiegelt den Wellnessgedanken in idealer Weise wieder.

Da der Mensch ein Teil der Natur ist, bleibt eine gepflegte, gesunde Naturumgebung für ihn der stärkste Indikator für wahre Harmonie und Sicherheit. Hier kommt Mensch zur Ruhe. Daher eignet sich das authentische Naturerlebnis auch in besonderem Maße, um ein starkes Wohlgefühl und tiefe Zufriedenheit zu schaffen.

Wie bei einer Indoor-Wellnessoase verlangt allerdings auch der Wellnessgarten ein hohes Maß an ästhetischer, bautechnischer aber auch gärtnerischer Detailqualität. So gestaltet wird dieses lebende Paradies seine auf feinste Sinnenswahrnehmungen sensibilisierten Besucher und Besucherinnen dann jedoch überzeugend bedienen, über viele Jahre und – in wechselndem Antlitz – zu jeder Jahreszeit.

Die Basis dafür ist immer ein zielgruppengerechtes und klug abgewogenes Nutzungskonzept. Formal kann der Wellnessgarten dann edel und exklusiv daherkommen, opulent wirken oder puristisch oder er kann auch einfach nur ein völlig unberührtes Naturbild in feinen Konturen nachzeichnen. Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie dieser wunderschöne Planet.

Doch dann ist dieses grüne Refugium vor allem nur noch eines: ein wunderschöner Garten… – findest Du nicht?

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Verbotene Stevia: Wäre ideal für die Wellness-Küche

Beitrag der Kategorie Wellness F&B am März 9th, 2010 von Hans Lauber – Beitrag kommentieren

Manche Verbote sind nicht nachvollziehbar: Da süßen in Südamerika und Japan einige hundert Millionen Menschen mit Stevia – ohne dass Probleme bekannt werden. Nur: In Europa ist die traditionelle Heilpflanze der südamerikanischen Indianer verboten. Als Grund wird eine Studie angeführt, die bei sehr hohen Dosen Nebenwirkungen festgestellt haben will, was inzwischen aber als widerlegt gilt. Wahrscheinlicher ist sicher ein Einfluss der Zucker- und Süßstoff-Lobby, die um Milliarden-schwere Geschäfte fürchtet.

Nun kommt aber langsam Bewegung in die starren Fronten. So hat die Schweiz die „Stevia“ wenigstens teilweise zugelassen – worüber das angesehene Gastro-Magazin „Salz & Pfeffer“ in einer sechsseitigen Geschichte berichtet. Allerdings darf nicht die gesamte Pflanze verwendet werden, sondern nur ein standardisierter Auszug der für die Süße verantwortlichen Glykoside. Was damit möglich ist, schildert in dem Magazin-Beitrag der Bäckermeister Bernhard Aebersold aus Murten: Er mischt auf ein Kilogramm Mehl lediglich ein Gramm des Süßextrakts – und ersetzt damit rund 300 Gramm Zucker. Zusammen mit einer eidgenössischen Fachhochschule führte der innovative Bäcker auch Tests durch und kam laut „Salz & Pfeffer“ zu folgenden Resultaten: „Schützt die Zähne, hat keine Kalorien, bietet Pilzen keinen Nährboden und bringt in der Teiggärung sogar bessere Resultate als die hohe Zuckerbeigabe“.

Überzeugende Vorteile gerade für die künftige Wellnessküche, die immer auf der Suche ist, den dick machenden Zucker durch Alternativen zu ersetzen. Und da ist Stevia nicht nur deshalb ideal, weil das Kraut praktisch keine Kalorien hat, sondern der Stoff auch noch Insulin besser verwertet, sodass der Körper nicht so viel von dem dick machenden Hormon ausschütten muss. Allerdings dürfen auch in der Schweiz keine ganzen Blätter verwendet werden, was bei dem Koch Werner Rätz von der „Auberge de Clefs“ nur Kopfschütteln auslöst, denn er ist begeistert, was sich damit anstellen lässt. Für „Salz & Pfeffer zauberte er ein „Orangensoufflé a la Stevia“ und resümiert: „Das Blatt ist genial. Es entfaltet die Süße zwar etwas später als Rübenzucker, dafür aber länger“.

Übrigens: Auch bei uns verkaufen viele Gärtnereien jetzt im Frühjahr Stevia – und die Pflanze gedeiht wunderbar, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Wer also experimentieren will, kann es tun. Nur auf die Karte sollte er nichts mit Stevia Gesüßtes setzen, denn sonst könnte es ihm gehen, wie einem renommierten Spitzenkoch: Ihm wollte die Lebensmittelbehörde das Restaurant schließen. Hätte er Analog-Käse verwendet, hätte das niemanden gestört.

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Wellness & Web 2.0
Teil 1: Was ist Web 2.0?

Beitrag der Kategorie Wellness Marketing am März 8th, 2010 von Wolfgang Falkner – 2 Kommentare
Web 2.0 - Beispiele

Web 2.0 - Beispiele

Web 2.0, Social Web, Social Networks – Begriffe, die im Tourismus, Marketing und Internet in letzter Zeit sehr häufig verwendet werden – doch was bedeuten sie? Leider gibt es keine allgemeingültige Definition. Auf jeden Fall kann man von einer grundlegen Weiterentwicklung des Konzepts Internet sprechen -  hin zur eigentlichen Vision des Internet-Erfinders Tim Berners-Lee. Manche sprechen sogar von einer Revolution des Marketings. Weg vom Monolog Unternehmen > Kunden hin zum wirklichen Dialog. Das Besondere an der Version 2.0: jeder kann mitmachen und sich beim Aufbau des Webs beteiligen. Mit all seinen Chancen und Risiken – Stichwort kollektive Intelligenz.

Diese Entwicklung zahlreicher Web 2.0 Tools zwingt die Unternehmer und auch die Marketingmenschen zum umdenken. Klassische Werbeaktionen, wie Inserate oder Banner verlieren an Bedeutung – zumindest bei der Urlaubsplanung. Das Vertrauen der Gäste in die Werbeindustrie ist gesunken. Was der Reiseanbieter vorschlägt ist zuwenig für eine Entscheidung. Wichtig sind vor allem Bewertungen andere Gäste und was Freunde und Bekannte in Social Media Plattformen empfehlen. Web 2.0 ist also deswegen so erfolgreich, weil es den Bedürfnissen nach Transparenz und Glaubwürdigkeit entgegenkommt. Ich denke, das ist auch im Sinne der Wellnessbewegung.

Facebook, Blogs und Co.

Es gibt unzählige Web 2.0-Anwendungen. Eine der ersten war wohl Wikipedia, die nach nur 7 Jahren der Brockhaus-Enzyklopädie den Rang abgelaufen hat. Für Tourismus, Hotelerie und Wellness sind folgende Tools von Bedeutung.

Bewertungsplattformen wie Holidaycheck oder Tripadvisor ermöglichen authentische Bewertungen von Gästen und sollen auf jeden Fall in die eigene Website als Argument eingebaut werden (vorausgesetzt, die Bewertungen passen auch).

Mit einem Blog zeigen Sie Kompetenz bei einem bestimmten Thema und bieten Lesern die Möglichkeit eigene Kommentare zu posten, um Diskussionen anzuregen. Ein Blog kann auch durch mehrere Personen gemeinsam betreut werden. Ein Beispiel dafür ist der Jubiläumsblog des Deutschen Wellnessverbandes. Aber auch Hotels, Thermen oder Tourismusverbände betreiben mittlerweile eigene Blogs. Dort kann z.B. die Spa-Leiterin die Behandlungstipps der Woche präsentieren und Wirkungsweisen erklären oder der Chef des Hauses über seine Schneeschuh-Wandertour mit seinen Gästen berichten.

Die Social-Network Plattform Facebook ist wohl aktuell das prominenteste Beispiel für Web 2.0. Der Vorteil: Jeder kann sehr einfach und intuitiv Inhalte mit seinen Freunden teilen – z.B. Bilder, Veranstaltungshinweise, Einladungen zu Fanseiten usw. Im nächsten Teil werde ich das Phänomen Facebook näher beleuchten. Aber auch mit Twitter, Flickr und YouTube sollte man sich beschäftigten.

Fazit

Wichtig für den Erfolg ist, dass alle diese Technologien durch eine Strategie geregelt und miteinander vernetzt sind. Klarerweise sollte man sich, bevor man diese Tools nutzt, ganz genau überlegen, welche Inhalte man teilen möchte und wer die Verantwortung für die regelmäßige Online-Redaktion übernehmen kann. Der Aufwand dafür sollte nicht unterschätzt werden – doch es führt kein Weg vorbei!

Ich freue mich auf Ihre Erfahrungen, Beispiele und Ergänzungen zum Thema Web 2.0.

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Think Green

Beitrag der Kategorie Wellness Trends am März 6th, 2010 von Franka Haenig – Beitrag kommentieren

In den letzten Monaten beschäftige ich mich vor allem mit dem Thema Green Spa.  Es ist erstaunlich, wie stark das Interesse an den Themen Ökologie und Nachhaltigkeit in der Ferienhotellerie zugenommen hat. Das ist sicherlich darauf zurückzuführen, dass man erkannt hat, wie wichtig der behutsamere Umgang mit den Ressourcen ist, und der Raubbau an der Natur mittel- und langfristig  allen schadet. Sicherlich liegt es auch daran, dass der Gesetzgeber „grüne“ Ansätze verfolgt und neue Spielregeln wie das Wärmeschutzgesetz aufgestellt hat, welches Bauherren bei Neubauten verpflichtet, diese teilweise mit erneuerbaren Energien zu beheizen oder Ersatzmaßnahmen zu ergreifen. Auch Hotels sind hier in der Pflicht. Und schließlich ist es auch der Verbraucher, der mit seiner Nachfrage nach nachhaltigen Konzepten im Hotel und Spa eine neue Richtung vorgibt.

Der sogenannte sanfte Tourismus, der verstärkt Rücksicht auf die Umwelt nimmt, ist mittlerweile weltweit auf dem Vormarsch. Man ist sich bewusst, dass viele negativen Auswirkungen des Massentourismus durch „grüne“ Ideen vermieden werden können. Dabei sind vor allem Spas und Wellnesshotels oft Vorreiter, bieten immer mehr nachhaltige Konzepte an. Einheitliche Kriterien für nachhaltiges Reisen und Spa-Angebote sind allerdings bislang nicht erkennbar.

Bewusst und lustvoll leben

Die treibende Kraft dieses grünen Trends sind die so genannten LOHAS (Lifestyle of Health and Substainability). Diese Menschen interessieren sich für Gesundheit, Spiritualität, Nachhaltigkeit und Ökologie, leben überlegt und bewusst und haben bei ihrem Handeln auch die Generationen von morgen im Blick.

44 % der Deutschen identifizieren sich mit diesem Trend, ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Ipsos und der Allianz. Besonders unter den Frauen (52 %) hat der Gedanke viele Anhänger. Standard für LOHAS ist übrigens Bio auf dem Frühstückstisch, Solarzellen auf dem Dach, netzfreie Umgebung beim Schlafen, Naturkosmetik für die Haut und gern auch das schicke Hybrid-Auto vor der Tür.

Grünes Licht weltweit

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein spielen weltweit selbst in Ländern wie z. B. Dubai eine Rolle und auch in Luxus-Hotels, wo man bislang für den Gast aus dem Vollen geschöpft hat, ist ein bewussteres Umgehen mit den natürlichen Ressourcen zu spüren.

Ganz aktuell steht dafür das neu eröffnete The Ritz-Carlton Charlotte im amerikanischen Bundesstaat North Carolina. Es geht als das erste umweltfreundliche Hotel der amerikanischen Luxushotelgruppe an den Start. Beim Bau des Hauses wurden alle Kriterien des „Leadership in Energy and Environmental Design“ (LEED®) Gold-Zertifikats des „US Green Building Councils“ eingehalten. LEED® zertifizierte Gebäude zeichnen sich durch besondere Nachhaltigkeit und ein effizientes Wasser-, Energie- und Materialaufbereitungssystem aus.
So wurde z. B. das Dach mit 18 000 Pflanzen zur Reduzierung des städtischen Wärme-Insel-Effektes bepflanzt. Die begrünte Fläche dämmt, reflektiert Hitze und mindert dadurch den Energieeinsatz für die Klimaanlage.

Und noch ein Beispiel aus der Ferne: Das Alila Villas Hadahaa ist das erste Resort auf den Malediven, das nach den Kriterien der „Green Globe Building, Planning and Design“ Zertifizierung erbaut wurde. Das Resort wurde so gestaltet, dass die Ressourcen des tropischen Klimas und die natürliche Umgebung bestens genutzt werden. Zudem wurde das „Gift-to-Share“ Programm ins Leben gerufen. Hier können Gäste für drei Hilfsprojekte spenden, die der einheimischen Bevölkerung zugute kommen.

Umweltfreundliche Alternativen bieten

Sicherlich werden Sie jetzt sagen, das ist alles schön und gut, aber schon allein der CO2-Ausstoß des Flugzeuges, das europäische Gäste zu ihrer Urlaubsdestination bringt, wiederspricht jeglicher Theorie von Umweltbewusstsein. Dazu darf ich Gordon Campbell Gray zitieren, der das ökologisch korrekte Carlisle Bay auf Antigua eröffnet hat: „Die Leute reisen sowieso dorthin. Deshalb bin ich da und biete ihnen die Möglichkeit, sich so umweltfreundlich wie möglich zu verhalten.

Die beiden im letzten Jahr eröffneten Alila-Häuser in Bali kann ich mir in den nächsten Tagen selbst anschauen. Besonders spannend finde ich bei diesen Resorts, dass der grüne Gedanke mit einem außergewöhnlich puristischen Design verknüpft wurde. Solche Verbindungen findet man in hiesigen Regionen doch eher selten.

Franka Hänig

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Spa-Manager: Super-Man oder Kompromiss?

Beitrag der Kategorie Wellness Bildung am März 5th, 2010 von Raoul Kroehl – Beitrag kommentieren

Der Spa-Manager steht im Anspruchsfeld zwischen Gast, Mitarbeiter und Direktion/Investor. Jede dieser drei Parteien stellt unterschiedliche Anforderungen und noch nie waren diese Anforderungen so hoch wie zur Zeit: Führungsstärke, Gastempathie, Zahlenverständnis, Konfliktlösungskompetent, Motivation etc. sind nur einige Stichworte.

Fragt man die Spa-Manager selbst nach den Schlüsselqualifikationen Ihres Berufes, erhält man ganz unterschiedliche Antworten – je nachdem, welche Position (z.B. Ketten- vs. Einzelhotel) dieser mit welchen Anforderungen (z.B. Therapie vs. Management) begleitet. Es herrscht eine hohe Variabilität in den Anforderungen, doch es kristallisieren sich immer mehr die Kompetenzfelder des Spa-Managers heraus, welche entscheidend sind aber oftmals fehlen: Personalmanagement, Controlling, Marketing, Qualitätsmanagement und (immer wieder) der Verkauf bzw. Beratung des Gastes.

Es reicht einfach nicht mehr aus, im Arbeitsmarkt diese Felder mit „Praxiserfahrung“ kompensieren zu  versuchen. Der Markt fordert diese Schlüsselqualifikationen, um die z.T. Millioneninvestitionen professionell und erfolgreich führen zu können.

Der größte Beschäftigungszweig für Spa-Manager ist die Hotellerie, welche sich mit Mitarbeiteraus- und Weiterbildung traditionell schwer tut. Von Ausnahmen abgesehen kauft man gerne am Markt Talente ein (wenn das Budget reicht), bildet selbst aber ungern weiter. Dennoch benötigt die Hotellerie eine deutlich höhere Qualifikation seiner Spa-Manager als sie bisher am Markt zu finden ist.

Die Fülle der oben beschrieben notwenigen Wissensfelder zeigt aber auch, dass hier keine kurzfristige Lösung reicht, sondern es generell darum geht, das Berufsbild des Spa-Managers zu definieren und die entsprechende Akzeptanz dafür bei den Arbeitgebern zu etablieren.

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