Beitrag Tag‘ Wellness-Philosophie ’

Zwischen Sinn und Sinnlichkeit

Geposted Wellness Marketing am Februar 8th, 2010 von Wolfgang Falkner – Be the first to comment
Hochkoenig

(C) Hotel Übergossene Alm

Ich möchte in diesem Blog kurz auf die letzten Beiträge von Frau Banach, Herrn Dreckmann und Herrn Laempe eingehen, da diese in eine ähnliche Richtung gehen.

Vielen Dank Frau Banach, mit Ihrem sehr eindrucksvollen und aktuellen Filmbeispiel “Avatar” treffen Sie den Nagel auf den Kopf. Es scheint wirklich so, als ob wir Menschen einen großen Unterschied zwischen virtueller und realer Welt machen. Auch wenn die Botschaft noch so eindeutig ist und die negativen Folgen für unsere reale Welt erkennbar sind, bleiben wir davon dennoch unbeeindruckt.

Schön verpackt

Offensichtlich haben wir Menschen gelernt, dass all das, was schön verpackt präsentiert wird, nichts mit der Realität zu tun hat, und getrost ausgeblendet werden kann – wie ein Werbebanner-Blocker im Internet. Sinnlichkeit hat heute nicht unbedingt etwas  mit Sinn zu tun. Bei einer wahnsinnigen Zahl von täglichen Werbebotschaften ist es aber auch kein Wunder, dass der Mensch Strategien entwickelt, damit umzugehen.

Geschichten erzählen

Ich finde den Weg, den der Film „Avatar“ beschreitet, aber dennoch richtig. Also mit einer Geschichte sanft und subtil aufrütteln, auch wenn sich der Erfolg vielleicht nicht sofort bei einer breiten Masse einstellen mag. Nur so können wir Wellness als Lebensphilosophie, die auf nachhaltigen Werten beruht, etablieren.

Wenn wir wollen, dass Wellness als Lebensphilosophie verstanden wird, müssen wir unseren Kunden wieder als Menschen und nicht als Zielgruppen sehen. Mit seinen Schwächen und seinen Stärken. Ihn an der Hand nehmen und ihm Hilfestellung bieten – keine Patentrezepte und keine Lösungen! Wenn wir auch selbst wieder mehr auf unser Herz als auf unseren Verstand hören, werden wir neue Konzepte entwickeln, um das Vertrauen der Gäste wieder zu erlangen. Ich weiß, das ist ein langer und vielleicht mühsamer Weg, aber sicher ein guter Weg!

Wertbasierende Wellness-Philosophie – ein Beispiel

Konkret kann ich mit einem Beispiel aus meiner eigenen Schublade aufwarten: Für das Wellness-Hotel „Übergossene Alm“ in Dienten am Hochkönig (SalzburgerLand) wurde eine Signature-Treatments-Kollektion entwickelt, die auf der Sage von der Übergossenen Alm gründet. Diese Geschichte wurde in eine zeitgemäße Wellness-Philosophie mit Werten transformiert und darauf die Spa-Zeremonien und -Produkte abgestimmt. Gerade im Spa bietet sich uns die perfekte Möglichkeit, Geschichten nachhaltig erlebbar und erlernbar zu machen.

Weitere Infos zur Hochkönig Spa Collection

Ich freue mich über weitere Kommentar und Beispiele!

  • Share/Bookmark

Wellness 2010 contra SPA Trends 2010 – wohin geht die Reise?

Geposted Spa am Januar 16th, 2010 von Hildegard Dorn-Petersen – 3 Comments

Das neue Jahr 2010 hat gerade begonnen und wir blicken gespannt auf die Aktivitäten zum 20. Jubiläum des Deutschen Wellness Verbandes. Das zurückliegende Jahr 2009 war für viele nicht einfach. Dies gilt insbesondere für die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise im privaten und geschäftlichen Bereich, die zu Ungewissheit und Sorge Anlass gaben, aber auch den Weg für neue Ideen und zum Umdenken frei machten.  

Noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit hat sich in nur 10 Jahren soviel verändert wie in den vergangenen Dekade. Wie geht die Entwicklung weiter? Wie werden die raschen technischen Entwicklungen unser tägliches Leben beeinflussen? Und was sind die Konsequenzen für die Hospitality Industrie sowie den Spa-und Wellness-Markt in Europa und weltweit? Kann der Wellness-Gedanke Einfluss nehmen auf die neuen sozialen Landschaften, auf Menschen die in zunehmendem Maße in ihrem persönlichen Umfeld isoliert leben und auf der anderen Seite über Netzwerke und Communities virtueller Freunde? Es wird interessant sein, die Entwicklung weiter zu beobachten.

Wenn wir von aktuellen Trends im Spa- und Wellness-Markt sprechen, war für mich die interessanteste und wichtigste Entwicklung des letzten Jahres, dass der Begriff „Wellness“ zunehmend Einzug in den anglophilen Sprachgebrauch gefunden hat. Und das ist kein Zufall, denn die Entwicklung geht ganz klar weg vom reinen Verwöhnkult hin zum eigenverantwortlichen Umgang mit sich selbst und seinem Körper – eben Wellness, wie Don Ardell dies bereits vor 33 Jahren propagierte, als Alternative zu Medizinmännern in weißen Kitteln, den Versprechungen und Verführungen der Pharmaindustrie und einem Gesundheitsbegriff, der weitgehend im Kontext mit Krankheiten gebraucht wird. Was er heute als „REAL Wellness“ bezeichnet, ist ein schlaues Lebenskonzept, das auf hohes Maß an Eigenverantwortung setzt. Die Option ist dabei nicht nur  „Yes we can!“ sondern: “Wir wollen etwas für uns tun, jetzt und gleich!” Dieser Idee müssen die Türen von Spas und Wellnesshotels nicht verschlossen bleiben. Ganz im Gegenteil: viele seröse Anbieter setzen diese ganzheitliche Welllness-Philosophie schon seit Jahren um. Allerdings bedeutet die nachhaltige Umsetzung auch eine hohe Verantwortung, von professionellen Therapeuten bis hin zu wirksamen und nachhaltigen Anwendungen. Hier liegt eine große Chance für die Zukunft unserer Branche, eine ganz neue und andere Ebene der Kundenbeziehung aufzubauen. Die neuen sozialen Netzwerke können dazu sicherlich einen wichtigen Beitrag leisten. Und so könnte es der wichtigste Trend dieser Dekade sein, dass WELLNESS reif und erwachsen wird – weg von der Spielwiese von Schlammbädern und Schokoladenpackungen, hin zum richtig verstandenen Lebensstil.

Doch es gibt noch einen anderen wichtigen – oder soll ich sagen überlebenswichtigen - Trend für die Spa-Branche: das Profit-Center Spa. Denn es ist eine Sache, die richtige Philosophie zu verbreiten und darüber hinaus zahlreiche Gäste zu einem Spa-Besuch zu motivieren. Ein Spa richtig profitabel zu führen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Geht es um die Wirtschaftlichkeit, sind keine Kompromisse möglich. Dies sollten sich Hoteleigentümer, -betreiber und Spa-Manager gleichermaßen bewusst werden. Dabei ist es wichtig, die eigene Dienstleistung, vor allem aber auch die betrieblichen Kennzahlen an den Besten wie auch an denen der Mitbewerber zu messen. Doch wie soll ich das tun, wenn ich meine eigenen Eckzahlen nicht kenne?  Auf die Frage, welchen Wareneinsatz seine Küche hat, wird jeder Gastronom wie aus der Pistole geschossen antworten. Unter oder über dreißig Prozent – Daumen rauf oder runter. Das gleiche gilt für die Auslastung. Doch schon beim RevPAR beginnen so mancher zu stottert. Frägt man dann nach dem RevPATH, schaut man in fragende Augen. Bedauerlicher Weise sind derzeit in Deutschland kaum verlässliche Spa-Benchmark-Zahlen verfügbar. Hier gibt es einen großen Nachholbedarf, zu dem jeder sein Schärflein beitragen sollte. Profitieren werden alle – denn nur wer heute die Weichen für ein profitables Spa richtig stellt, hat eine gute Chance für die Zukunft.

Wellness 2010 contra SPA Trends 2010: where are we heading?

The New Year 2010 has just begun and we are eager and exited looking forward to celebrate the 20th anniversary of German Wellness Association (DWV). What a year 2009 was for most of us. Full of rapid change, uncertainty, tough business and at the same time a lot of opportunities. Within a few days 2009 became recent history and a fresh 2010 is right in front of us – an unwritten page like this blog, a blank year.

The last decade has brought more changes to our day-to-day realities then ever. How will these very recent technological changes influence our way of living? And what will the consequences be for the hospitality and Spa industry? Can the spirit of Wellness contribute to this new social landscape, where people increasingly tend to live in separate lives in therms of housing, family and long-term relationships and are connected online to vast networks and communities of virtual acquaintances? We will follow the development with tense interest. 

Let me focus first on the so called trends of the Spa and “Wellness” industry (sorry to use this horrible word!). For me, the most important trend already to watch in 2009, was the rising usage of “Wellness” in English speaking countries. And this is not by chance: the focus is more and more moving from “pampering” to Wellness – as an alternative to Doctors, Drugs and Diseases, as Wellness-Pioneer Don Ardell expressed it 33 years ago. What he is calling “REAL” Wellness is a new concept to promote healthier, more enjoyable lifestyles. The option is not “Yes we can” but: “We will do something for ourselves, now or never!” This idea must not be wiped from the doors Spa and Spa hotels. The contrary is the case: is already has sneaked into a remarkable number of serious Spas. Of course, they will have to take a lot of responsibility, with trained staff and effective instead of nonsense treatments. But this is a great chance to build up a completely new term of customer relationship, and definitely the new Social networking will influence this process.  Let’s start 2010 and encourage more properties and suppliers to follow this most important Trend of the coming decade – the ripening of real understood WELLNESS.

But there is another trend which should not be neglected: the Spa as Profit Center. This is important, as it is one thing to promote the Wellness-Philosophy and to attract a reasonable number of clients. To run a Spa really profitable, is a completely other story. Talking about economic viability, there is no compromising. Hotel owners, operators and Spa managers should really pay attention to the Business of Spas. It is essential to use Benchmarking, but you have to now your own figures first. No problem in F&B Departments: everybody can tell you about food costs. No question either, when asking hotel managers about occupancy or Average Room Rate (ARR). But already when you inquire about RevPAR, some are starting stammering. And what the hell is RevPATH? Regretfully there are no reliable Spa Benchmarks in Germany for the moment. There is a strong need to catch up with other countries and everybody can contribute, bringing in his own figures. It will be advantageous to all those participating, as only the profitable Spas will survive! Let’s get started!

  • Share/Bookmark

Authentisches Marketing für Spa, Wellness & Gesundheit

Geposted Wellness Marketing am Januar 13th, 2010 von Wolfgang Falkner – Be the first to comment
st_foto_anwendung

Fotokonzept "Sonnen-Therme" Eging a. See

Die Menschen sind heute mit oberflächlicher Werbung weder zu beindrucken noch damit einverstanden. Sie sind kritisch und zugleich mündig geworden und haben eine gewisse Werberesistenz entwickelt. Hier fällt immer wieder der Begriff der „LOHAS“. Die Konsumenten erwarten zu recht von den Anbietern Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit – Authentizität eben. Produkte und Dienstleistungen müssen halten, was in Hochglanzbroschüren versprochen wird. Das gilt besonders für die Branche Wellness und Gesundheit. Wer legt schon gerne Körper, Geist und Seele in die Hände eines Dienstleisters, dem man nicht zu 100% vertrauen kann? Dem es eigentlich nur um mein Geld geht?

Zwei Dinge sind entscheidend: Das Angebot und das Marketing. Diese beiden Bereiche wurden in den letzten Jahren allzu gerne als etwas Eigenständiges betrachtet, wobei sie doch untrennbar zusammengehören. Einerseits wurden minderwertige Angebote mit Hochglanz-(Schein)-Werbung vermarktet, um einen höheren Preis zu rechtfertigen. Andererseits wurden eigentlich gute Angebote unter Wert verkauft, weil das Marketing nicht professionell genug war. D.h. die Zielgruppe erfuhr nicht oder ungenügend vom Wert des Angebotes. Authentisches Marketing bedeutet, dass das Angebot mit dem Marketing perfekt übereinstimmt. Dazu muss man das Angebot verstehen, was externe, nicht spezialisierte Marketing- und Werbeagenturen oft nicht leisten können.

6 Grundsätze sind meiner Meinung nach notwendig für authentisches Marketing. Sie sind sozusagen der Schlüssel zum Wellness-Gast. Diese möchte ich hier gerne zur Diskussion stellen:

  1. Das Angebot, bestehend aus Anwendungen, Zeremonien und Produkten, aber auch das Ambiente / Architektur und die Infrastruktur passen perfekt zum Wellness-Thema und der Wellness-Philosophie ((möglichst) ursprünglich und echt) und ist daher einzigartig (authentisch).
  2. Das Angebot ist ganzheitlich und ein Erlebnis für Körper, Geist und Seele. “Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile”.
  3. Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sind Teil der Wellness-Philosophie: Z.B. Naturkosmetik, die fair hergestellt und gehandelt wird.
  4. Auch der Marketing-Mix ist ganzheitlich und “berührt” die Gäste in allen Phasen der Loyalität – von der Gästegewinnung bis zur Stammgästebindung.
  5. Die Kommunikation ist motivierend, die Werbung aufrichtig. Versprechen werden eingelöst und übertroffen. 6
  6. Die MitarbeiterInnen sind mit Tugenden wie Achtsamkeit, Mitgefühl und Hingabe ausgestattet. Der Chef ist Vorbild.

Beispiele und weitere Infos zu diesen Grundsätzen finden Sie auf meiner Website unter www.derfalkner.com oder im Fachtext auf www.wellnessverband.de unter Infodienste.

Die Aufgabe eines Wellness- und Gesundheitsanbieters (Wellness-Hotel, Therme, Spa, Gesundheitszentrum usw.) ist es, den Gast glaubhaft an der Hand zu nehmen und ihn bei der Suche zu sich selbst zu begleiten, ihn zu motivieren – in körperlicher, geistiger und spiritueller Hinsicht. Unsere Aufgabe als Berater oder Agentur ist es diese Anbieter zu unterstützen, Ideen zu entwickeln, die Menschen „berühren“, „bewegen“ und „bezaubern“. Mit dem Ziel, die Menschen zu einem nachhaltig gesünderen Lebensstil zu motivieren.

Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

  • Share/Bookmark